Kategoriearchiv: Reliant Rialto

Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.

Ich schau dir in die Augen, Kleines. V

Ich gebe ja zu, manchmal etwas kurzsichtig zu denken…
Na, was ist hieran falsch?:

Richtig! Man kann die Leuchtweitenverstellung nicht bei eingebautem Scheinwerfer bedienen, da der Sechskant-Kopf direkt auf dem Alu-Rahmen aufliegt. Blöd gelaufen… Ist mir aber auch erst aufgefallen, als ich die neuen Scheinwerfer eingebaut hatte und sie verstellen wollte.
Abhilfe schafften nun Edelstahl-Kreuzschlitzschrauben. Allerdings war der Durchmesser der Köpfe zu groß, so dass sie auch nicht am Rahmen der Scheinwerfer vorbei passten. Hier führte gezielter Einsatz eines Schleifgeräts zum Erfolg. Rechts original Größe, links „optimiert“:


Schraubengröße ist M5. Die Länge sollte mindestens 40mm betragen. Je länger um so besser.
Leider habe ich partout keine M5-Schrauben mit Kreuzschlitz oder Inbus gefunden, die einen kleineren Kopf hatten.
Das abschleifen der Köpfe ist bei diesen Teilen aber ungefährlich, da sie ja kaum Last aufnehmen müssen.

Ich hab gehört, ich soll hier ein Rohr verlegen? II

Ich hab den Benzinleitungstausch auch mal dazu genutzt, die neuen Bremsleitungen an strategisch wichtigen Stellen mit alten Benzinschläuchen aus dem Motorraum zu polstern. Elvis Payne hatte das in seinem Buch empfohlen und ich fand es nachvollziehbar. So bekam der Bogen über das Hinterachsdifferential eine Hülle:

Und der Bogen über das hintere Rahmen-Querrohr wurde auch ummantelt:

Das sind beides Stellen, an denen die Bremsleitung durch Vibrationen und/oder Steinschlag Schaden nehmen könnte.
Einfach alten Schlauch an einer Seite aufschneiden und drüber drücken. Der Außendurchmesser der Bremsleitung ist so gering, dass die alten Schläuche sich vollständig wieder schließen und fest auf der Leitung sitzen. Gefällt mir sehr gut.

Nachschublinie

Nachdem nun der Tank draußen war, konnte ich endlich die alte Benzinleitung, welche längs unter dem Auto entlang läuft, tauschen. Einzige Schwierigkeit war dabei mal wieder eine alte englische Schlauchklemme an der Benzinpumpe:

Die Dinger sind echte „Widerporste„. Zu stark um sie mit den Fingern zusammen drücken zu können und meistens zu verwinkelt montiert, um sie anständig mit einer gekröpften Zange greifen zu können. Nach einem kurzen Kampf war aber auch dieser Anschluss gelöst und die Leitung ausgebaut. Hier seht ihr außen die alte Leitung mit dem prähistorischen Sintermetall-Filter (wie schon beim Überlauf) und innen dann die Neue von mir verbaute:

Die Schlauchschelle habe ich auch gegen eine zum schrauben getauscht.
Das der Tausch durchaus ratsam war, zeigen die folgenden Bilder.
Riss in der Leitung an der Benzinpumpe:

Spröde Leitung am Tank:

Der darauf folgende Einbau der neuen Leitung verlief problemlos. Sieht jetzt noch schicker aus:

Jetzt fehlt nur noch der Tank und der Verbindungsschlauch Tank <-> Filter, dann ist die Lebenssaft-Linie wieder hergestellt.

Bug fürs Regal

Nach dem Reliant Regal und dem Rialto hab ich nun noch ein Modell vom Bond Bug gekauft:

Jetzt fehlt nur noch ein Modell von einer Honda Gorilla sowie ein anständiges vom Simson Duo 4/1 (das ich habe, ist echt unbaubar) und ich hab meinen Fuhrpark auf dem Schreibtisch.
Das Bug-Modell habe ich wieder vom eBay-Verkäufer „Bier-sepp„. Ich hab den gleichen Maßstab gewählt, wie das Rialto-Modell hat. So passen sie schön nebeneinander auf meinen Monitor:

Bier-sepp hat aber auch noch einen Bug in größerem Maßstab (1:43) im Angebot. Beide zusammen waren mir allerdings zu teuer. Vielleicht später mal.

Tiger im und Rost am Tank

Da aufgrund der neuen Bremsleitungsclips nun auch die neuen Benzinleitungsschellen zum Einsatz kommen können, kann ich nun auch noch die letzte alte Benzinleitung tauschen.
Dazu musste aber der Tank raus, damit ich an den Leitungsanschluss der Pumpe auf der Oberseite kommen konnte.
Das ist auch eine gute Gelegenheit ihn neu zu lackieren. Da gibts reichlich Oberflächenrost:

Als erstes gabs natürlich mal wieder die obligate Rostlöserdusche. Besonders der obere Verschraubungspunkt am Rahmen war ziemlich angegammelt:

Auch die Schlauchschellen bekamen Rostlöser. Die der Entlüftung:

Und der Einfüllschlauch:

Der Entlüftungsschlauch saß übrigens bombenfest auf seinem Stutzen. Beim abziehen hilft ein alter Trick: Man nehme einen Maulschlüssel im möglichst passenden Durchmesser wie der Stutzen und drücke dann damit den Schlauch ab:

Das ist wesentlich schonender, als wenn man nur am Schlauch zerrt.
Ansonsten war der Ausbau bis auf die besagte obere Verschraubung easy. Der Bolzen ist mit dem Tank verschweißt und hat wohl im laufe der Jahre sein Gewinde eingebüßt:

Daher drehte sich die Mutter einfach immer im Kreis, ohne sich gänzlich zu lösen. Werde ich wohl durch nen einfach Bolzen ersetzen.
Als der Tank dann endlich draußen war, staunte ich nicht schlecht, als auf seiner Oberseite noch die original Aufkleber zum Vorschein kamen:

Original Reliant-Teilenummer:

Irgendwelche weiteren Details:

Was mir dieser Aufkleber sagen will, weiß ich noch nicht so recht. Wurde Sir Edward etwa „Just-in-time“ zusammengebaut?

Die Pumpenabdeckung ist ist ziemlich gammelig. Mal sehen, wie es da drunter aussieht:

Mein Vadder schleift ihn nun ab und dann bekommt er Bratho Korux 3-1 mit der Rolle. Die Aufkleber müssen übrigens dran glauben. Auch wenn es mir schwer gefallen ist. Aber ich finde die Gefahr, dass mir da drunter der Rost weiter knabbert einfach zu groß. Es wäre zu ärgerlich, wenn ich sorgsam drum rum arbeite, nur um in 3-4 Jahren festzustellen, dass ich auf der Oberseite des Tanks nen Rostloch habe.
Innen ist er übrigens schön blank. Auch der Rost außen ist harmloser als er aussieht. Is noch schön viel Fleisch übrig.