Nachdem klar war, dass das Grundkonzept funktionieren würde, konnte ich an die Vorbereitung des Ausbaus des alten Kabelbaums gehen.
Bevor wir uns ins Getümmel stürzen, noch schnell ein Bild vom Transport des Bugs:

Der lokale Hängerhökerer hatte leider nur noch einen „Absenker“ mit geschlossener Ladefläche und Rampe. Auch wenn die Verladung so sehr komfortabel war, fand ich die 90 € für einen halben Tag Miete doch sehr happig.
Dammte Monopolstellung bei uns auf dem Land.
Beim nächsten Mal fahre ich dann lieber 30 km zum übernächsten Hökerer.
Egal. Kommen wir zur Vorbereitung.
Um später wenigstens noch die vage Chance zu haben, nachvollziehen zu können, welches Kabel wo hin geht, hab ich alleine zwei Tage damit verbracht, jeden Kontakt zu beschriften und einen passenden Index anzulegen:

Der Anfang war easy. Am Ende standen über 140 Posten auf der Liste.
Hier übrigens mal ein Blick in den linken Teil des Kofferraums:

Die dünne Strippe links ist der Originalkabelbaum, welcher zum Heck des Bugs führt.
Nach dem Umbau ist er ca. 10 mal so dick. An seiner Stellen verläuft dann der Hauptkabelstrang des ganzen Wagens.
Auch den von mir vor langer Zeit optimieren Sicherungskasten musste ich akribisch mit Labeln versehen:

Das war aber noch einfach im Vergleich zum Blick hinter den Tacho:

Da lauerte das Grauen.
Im original Layout spielt sich hier beim Bug alles Elektrische ab. Hier finden sich Knotenpunkte, Abzweige und dicke Hauptstromkabel, wird beleuchtet sowie geschaltet.
Ein ganz schöner Fummelkrams, da alles zu beschriften:

Nachdem das geschafft war, ging es nicht minder gedrängt hinter den Bedienelementen weiter:

Das Zugangsloch hatte ich dort rein gesägt, als ich die Warnblinkanlage nachgerüstet habe. Das erleichterte die Arbeit sehr!
Zum Glück hatte ich damals schon die einzelnen Kippschalter beschriftet. Ansonsten hätte ich ehrlich gesagt raten müssen, welcher Schalter was steuert. Es ist einfach zu lange her, dass ich den Bug gefahren bin.
Hier das übersichtliche Gesamtbild:

Selbsterklärend. Quasi….
Ab diesem Zeitpunkt war ich mir eigentlich sicher, ihn nicht wieder zusammen zu bekommen. Egal in welcher Konfiguration….
Also Mut geschöpft („Kaputt is schon mal. Muss also nur noch heile!“) und an den Ausbau gemacht.
Schlagwort-Archiv: Bond Bug
Kupferwurm IV
Viele traurige Monde sind vergangen, seit der Bug zum letzten Mal bewegt wurde.
Es vergehen sicherlich auch noch viele ebenso traurige Monde, bis er wieder Asphalt unter die Räder nehmen wird.
Um jedoch mal etwas voran zu kommen, habe ich mich an den abstrakten Teil der Aufgabe gesetzt.
Wie schon damals dargestellt, möchte ich den Bug gerne nach modernen Standards neu verkabeln und bei der Gelegenheit ein paar Verbesserungen einfließen lassen.
U.a. soll der Bug folgende Extras bekommen:
- sensorgesteuerten elektrischen Lüfter
- elektronische Zündung
- 12V-Steckdose
- Drehstrom-Lichtmaschine
- Summer für den Blinker
Die Verbraucher sollen dabei möglichst über Relais angesteuert werden, so dass die prähistorischen Schalter entlastet werden.
Ich habe daher mal Axels Kommentar aufgegriffen und mir einen modernen Stromlaufplan als Vorlage geschnappt.
Meine Wahl fiel dabei auf den hyper-modernen Plan vom VW Golf/Jetta C, CL, GL und Golf Cabriolet GL ab August 1981:
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Dieser Stromlaufplan hat in meinen Augen verschiedene Vorteile:
- Er ist vorzüglich dokumentiert
- Der Golf hat, wie der Bond Bug auch, kaum Extras
- Er enthält keine/kaum elektronische Komponenten wie z.B. Steuergeräte
- Er hat jedoch schon nach modernen Maßstäben getrennte Schaltkreise
- Die Kabelstärken, Farben und Absicherungen entsprechen DIN
- Es ist ein modernen Stromlaufplan im Gegensatz zum veralteten Schaltplan
Sofern ihr euch ein wenig für die Materie interessiert, empfehle ich die sehr gute und einfach verständliche Anleitung im Golf I und Golf Cabro-Wiki „Wie lese ich einen Stromlaufplan„!
Nachdem ich mich dort schlau gelesen hatte, habe ich den Golf-Plan mal halbwegs lesbar ausgedruckt, den (immer noch fehlerhaften) Schaltplan von meinem Bond Bug daneben gelegt und fröhlich alles raus gestrichen, was ich meine, nicht mehr zu brauchen:

Danach habe ich das mal in einer Version 1.0 in den Golf-Plan übertragen:


Natürlich sind da noch einige Fehler drin und es fehlen auch noch Komponenten, aber der neue Plan gibt einem schon mal eine grobe Idee, wie man das Ganze später mal aufbauen könnte.
Als weitere Inspiration dient mir die gute Doku von Carsten Seehawer über die (im Fiasko geendete) Restaurierung seines Lotus Seven / Typ 7, Twin Cam 1700, Baujahr 1968.
Durch die GFK und Aluminium-Konstruktion des Seven, war auch er auf zusätzliche Masseleitungen angewiesen und hat den Kabelbaum von Grund auf selbst gestrickt.
Insbesondere die von ihm entworfene Zentralelektrik (Mitte der Seite) mit Strom führenden Schienen gefällt mir sehr gut:

Ich muss jetzt mal den Bedarf an Relais und Sicherungen ausknobeln.
Das packe ich dann in einen Stromlaufplan v.2.0 und kümmere mich anschließend um die nötige Hardware, wie Relais und Sicherungshalter, sowie Stromschienen und Gehäuse.
Für Anregungen und Tipps bin ich natürlich wie immer sehr dankbar!
Britische Dreiecksgeschichte
Verschiedentlich hatte ich es ja schon angedeutet:
In der aktuellen Auto Classic findet ihr bei Interesse einen Artikel über meinen Bug:

Das Fotoshooting dazu fand schon letzten Sommer statt:

Das Heft findet ihr in jedem gut sortierten Zeitschriftenfachhandel.
Mediale Omnipräsenz
Ich hatte es ja schon mal vermutet: Der Bond Bug wird zum Mainstream….
Wie mir die explodierten Zugriffszahlen hier im Blog verraten haben (Neben netten Erinnerungsmails, Danke!), hat DMAX am vergangenen Wochenende den „Gebrauchtwagen-Profis“-Beitrag mit dem Bond Bug wiederholt.
Auch in den Printmedien findet der Bug in letzter Zeit einen erfreulich hohen Stellenwert.
Nach dem Bericht über meinen Bug im „Abgefahren“-Magazin ist nun in der aktuellen Ausgabe der „Motor Klassik Youngtimer“ ein Bericht über einen weiteren Bug.
In der nächsten „Auto Classic“ könnt ihr laut Ankündigung ebenfalls etwas über meinen Bug lesen.
Dann bin ich schon bei 30 Minuten Ruhm…
abgefahren! II
Was Facebook an geht, bin ich ja Abstinenzler.
Um so erfreuter war ich, als mich vorhin eine Mail von Mehl erreichte, welcher mir diesen Screenshot schickte:

Wenn ihr also Interesse habt, so findet ihr die ganze Geschichte ab kommenden Donnerstag (08.12.2011) im neuen Heft…
Der Hurst-Artikel hat die Klickzahlen hier im Blog ja schon mal ein wenig hoch getrieben. Mal sehen, wie sich dieser Artikel auswirkt.