Mit dem Beginn der Außenarbeiten stieg der Bedarf an Transportkapazitäten für Erde und Gestein. Klar, die Vorväter haben das mit Schubkarren gemacht. Die sind aber auch alle nur knapp 60 geworden. Also musste ich noch etwas tiefer als ohnehin schon, ins Baugewerbe einsteigen:
Wir erinnern uns an den früheren Eigentümer des Klaufixes? Der hatte auch noch einen kaum genutzten Scheppach DP4500 Dumper stehen, den er für schmalen Kurs gewillt war abzugeben. Der Hase bewegt 400 kg hauptsächlich im Schneckentempo, aber dafür mühelos und auch auf matschigem Untergrund. Was ihm für den geflissentlichen Service jedoch leider fehlte, war ein Stundenzähler. Also geordert:
Der Zähler funktioniert per Induktionsmessung am Zündkabel. Da kommt man beim DP4500 zum Glück gut dran:
Das Kabel wird ca. 6 mal um das Zündkabel gewickelt und dann fixiert:
Ein trockener Funktionstest zeigt: Läuft:
Achtung, der Hase misst Industrieminuten! Die Anzeige fand anschließend ihren Platz an der Seite des Benzintanks:
Und das Kabel läuft am Bowdenzug entlang:
Mittlerweile hat der Kollege schon knapp 12h auf der Uhr und die Anzeige funktioniert noch immer tadellos. Mal sehen, was eher passiert: Batterie leer oder zu Tode gerüttelt.
Profis schmunzeln bestenfalls drüber, aber für einen Dilettanten wie mich, hat diese Methode den großen Vorteil, dass man ganz in Ruhe alles vorbereiten kann und nicht in Hektik verfallen muss, weil der Beton nebenbei aushärtet. Auch ein absacken der Steine wird so verhindert. Natürlich wollte es der Zufall so, dass die Randsteine genau auf der Linie laufen, in der auch die ganzen Leitungen zwischen Haus und Genesungswerk/Garten laufen. Auch der Verteilerknoten liegt genau unter dieser Linie. Ich habe daher die Steine so ausgemittelt, dass der Knoten wenigstens mittig unter einem Stein ist:
Dann kann ich dort den Beton aussparen, um später noch dran kommen zu können. Da ich eh schon am buddeln war, konnte ich auch gleich einen Fehler aus der Anfangszeit beheben und sowohl eine Telefonleitung (für die Kommunikation der Solaranlage per ModBus) als auch ein Netzwerkkabel einziehen. Für’s Protokoll: In 80 cm Abstand zum Kantstein an der Pumpenbank ist das Ende des Leerrohres:
Um die Einziehspirale an den bestehenden Leitungen vorbei zu manövrieren, hat es sich bewährt, eine Hohlraumkamera an die Spirale zu tapen:
An die Spirale kamen dann die Leitungen und noch zwei zusätzliche Litzen:
Die Litzen sollen später dazu dienen, um etwaige noch vergessene Leitungen einziehen zu können, ohne wieder mit der Spirale hantieren zu müssen. Zum abrollen der Leitungen habe ich mir kurz was gebaut:
Der Teil der Leitung, der später verscharrt wird, bekam noch einen Spiralschlauch als Panzerung:
Die Restlänge der Leitungen wird im Spritzschutzstreifen der Halle entlang geführt. Da kommt man auch später noch immer gut ran. Da ich mit verschiedenen Neigungen arbeiten musste, hier noch ein Tipp, wie man das (auch dank der Setzmethode mit den Pflastersteinen) schön hinbekommt. Die Ausgangslage ist ein Gefälle in unterschiedliche Richtungen:
Mittels eines Winkels überträgt man eine 90°-Kante entlang der Phase auf einen der Steine:
Schneidet man entlang dieser Linie und spart noch ein bisschen an der Unterseite den Stein aus, ergibt das eine schöne Stoßkante:
Am Ende hatte ich so einige Knicke realisiert:
Der Weg ab dort war verhältnismäßig einfach:
Die Pflastersteine kamen auf ein kleines Bett aus Splitt. Darauf kam der Kantstein und beides zusammen wurde mit dem Gummihammer auf Niveau geklopft. Anschließend kam der Meterstab dran und der nächste Pflasterstein wurde gesetzt:
Die verbleibenden Höhenunterschiede (auch die Kantsteine untereinander haben Toleranzen) habe ich mit Distanzkeilen ausgeglichen:
Als alle Kantsteine standen, alle Maße nochmals in Ruhe überprüft waren und das Wetter passte, konnte ich die Steine in Ruhe ausbetonieren. Ich persönlich bin begeistert. Dauert aber natürlich alles drei mal so lange.
Der Radioempfang im Loganzack war furchterregend. Mag auch daran liegen, dass mein Großvater bei der Bestellung des Wagens damals extra darauf bestand, dass das „gute Kassettenradio“ aus seinem vorherigen KIA Clarus umgebaut wird. Dazu kam dann noch, dass aufgrund der geringen Durchfahrtshöhe in der damaligen Garage (Selbst ich Zwerg kann dort nur mit eingezogenem Kopf durch), die serienmäßige Antenne nicht mehr passte. Da musste also eine ATU-Stummelantenne her und auch die nochmal extra abgeknickt werden:
Der miserable Empfang war aber zeitlebens kein Problem, fanden sich doch ausreichend Kassetten für jede Stimmungslage:
Natürlich könnte ich das Problem mit einer original Antenne vom Schrott lösen. Allerdings wäre das nicht zeitwertgerecht. Ich hatte aber noch einen Rest starre 10mm²-Leitung:
Deutlich besser! Ich hätte die Länge auch gerne auf die passende Wellenlänge abgestimmt, aber leider reichte das Reststück nicht für die von mistral.ai errechnete optimale Länge:
Optimale Länge für die Radioantenne im Auto
Die Länge des Antennenkabels – insbesondere eines 10 mm²-Kabels – ist entscheidend für einen guten Radioempfang. Hier die wichtigsten Punkte:
1. Warum ist die Länge wichtig?
Die Antenne wirkt als Resonanzkreis für die empfangenen Funkwellen. Für den UKW-Bereich (87,5–108 MHz) ist eine Länge von etwa ¼ der Wellenlänge ideal.
2. Berechnung der optimalen Länge
Für die mittlere Frequenz (ca. 98 MHz) ergibt sich:
Wellenlänge (λ) = Lichtgeschwindigkeit / Frequenz ≈ 3,06 m
¼ λ ≈ 76,5 cm
In der Praxis sind 75 cm ein guter Richtwert.
3. Praktische Tipps
Positionierung: Das Kabel sollte möglichst vertikal und frei von Metallteilen angebracht werden.
Abschirmung: Bei Koaxialkabeln auf gute Abschirmung achten, um Störungen zu vermeiden.
Erdung: Eine gute Erdung des Antennenanschlusses am Radio ist wichtig.
4. Fazit
Kneife das Kabel auf etwa 75 cm ab und probiere es aus. Falls der Empfang nicht optimal ist, kannst du die Länge um einige Zentimeter variieren.
Hinweis: Ein 10 mm²-Kabel ist sehr dick für eine Antenne – normalerweise werden dünnere, flexible Kabel verwendet.
Egal. Es ist zumindest schon mal deutlich besser als vorher. Vielleicht teste ich mal 1/8-Wellenlänge. Wichtig ist aber die zeitwertgerechte Reparatur.
Der beste Nachbar aller Zeiten kam vor einiger Zeit wieder mit einem schöne Geschenk um die Ecke:
Ein Werkzeugtrolley von Hilti. Sogar noch mit herausnehmbarer Einlage:
Wenn mal meine selbstgebaute Werkzeugkiste nicht ausreicht, wird der Trolley sicherlich gute Dienste leisten. Leider hat der Trolley aber auch schon einiges leisten müssen. Die jahrelange Beaufschlagung mit mit Mett-Brötchen gestärkten Maurern hat ein paar Risse im Kunststoff hinterlassen:
Eine gute Gelegenheit, mein Kunststoffschweißgerät zu testen:
Im ersten Schritt, habe ich den Riss mittels Schraubzwinge geschlossen:
Quer über den Riss werden dann spezielle Klammern eingeschmolzen:
Das habe ich dann bis unten durchgezogen:
Mit dabei waren Klammern für Innen- und Außenecken sowie gerade Flächen (grob & fein). Je weiter der Riss in die Ecke lief, war es dann nötig, die Klammern zu wechseln:
Man kommt auch nicht darum herum, die Klammern entsprechend der Anwendung (z.B. Radius) nach zu biegen. Die überstehenden Klammerfüße werden dann abgekniffen:
Das ergibt leider schöne Fleischhaken. Mit einem extra Schmelzfuß lassen sie sich aber ein bisschen abdecken. Durch das aufschmelzen der Oberfläche wird auch verhindert, dass sich die Klammern wieder lösen. Eine Alternative wäre, die Klammer beim einschmelzen leicht zu verdrehen. Dann können sie sich auch nicht mehr lösen. Auch von außen habe ich den Riss verschmolzen:
Natürlich geht dabei die Optik/Struktur der Oberfläche flöten:
Hier mal die Klammern für Außenecken in der Anwendung:
Die musste ich natürlich dem Radius anpassen. Für den Riss oben im schmalen Rand habe ich die feinen Klammern verwendet:
Ausgebrochene Stellen habe ich mit geschmolzenen Kabelbindern aufgefüllt:
Auch das sieht hinterher eher funktional aus:
Noch fehlen mir die Langzeiterfahrungen, aber bisher machen die reparierten Stellen einen sehr stabilen Eindruck.
Beim hangeln im Fußraum des JZR ist mir neulich eine der hölzernen Zierleisten abgebrochen:
War zum Glück ein glatter Bruch entlang der alten Klebekante. Herausfordernd war nur, wie ich das Holzstück anpresse, während der Leim langsam abbindet. Es wurde dann eine wilde Hilfskonstruktion an den nahegelegenen Aufnahmen der vorderen Verkleidung:
Hat vorzüglich geklappt. Sitzt wieder spurlos an Ort und Stelle: