Kurz vor Jahresende war der V50 wieder mit seinem Jahresservice dran:
Da der lokale Teilehökerer keinen passenden Mahle-Filter auf Lager hatte, habe ich mal testweise einen Bosch P 9249 Ölfilter genommen. Leider hat er (genauso wie der Filter von MANN) ein zu großes Mittelloch:
So sitzt er nur locker auf dem Stutzen und plumst einem beim ausbauen spritzig zurück in das Ölfiltergehäuse. Einmal reicht. Danke. Beim nächsten Mal gibt’s wieder Mahle.
Um diese siffigen Papierfilter möglichst schmierfrei verpacken zu können hat sich übrigens ein Nitril-Handschuh bewährt:
Einfach den Filter in der Hand behalten, wenn man den Handschuh auszieht, drüber stülpen und den Bund in das Loch des Filters stecken. So läuft nix aus und die Finger bleiben sauber.
Für diesen Service stand auch wieder die Entwässerung des Dieselfilters auf dem Plan:
Mittlerweile läuft das wie am Schnürchen.
Während ich so vor mich hin fummelt, leistete mir wieder das große Schräubchen Gesellschaft:
Nüsse wurden neu arrangiert und die Zahlen darauf entdeckt. Die nächste halbe Stunde haben wir dann zusammen Zahlen lesen und im Kasten wiedererkennen geübt. Die Zahlen bis 22 gehen schon ganz gut. Darüber hatte ich leider keine Nüsse in dem Kasten. Es wäre schön, wenn dies später eine ihrer Kindheitserinnerungen wäre.
Als es Schräubchen zu kalt wurde, ist sie für einen Kakao wieder rein gedackelt und ich habe mich dem verk*$#€&* Innenraumfilter zugewandt. Ihre Abwesenheit war auch notwendig, da der Filtertausch einem alle bekannten Flüche abverlangt:
Das Ding ist echt ein Verbrechen.
Egal. Erledigt. Jetzt ist hoffentlich wieder für ein Jahr Ruhe.
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Wasser Marsch ! VII
Für den Winter musste ich ja die Wasserleitungen der Gartenbewässerung entleeren.
Das klappt mit einem Stück LKW-Schlauch samt Ventil vorzüglich:

Topp Tipp für Nachmacher.
Wäschesortierstation 2.0
Auf Wunsch der Besten haben wir unsere zusammengewürfelten Kleiderschränke entsorgt und gegen IKEAs PAX-System ersetzt. Nach 20+ Jahren (meiner zierte schon mein Kinderzimmer) und 4-5 studentischen Umzügen quer durch die Republik waren die Dinger wirklich fertig. Insbesondere das POCO-Pressspan-Ding der Besten glänzte durch ausgerissene Scharniere und kollabierte Schubladen.
In diesem Abwasch sollte auch die Wäschesortierstation in einem der PAX-Schränke verschwinden. Leider ist aber der größte Schrank innen nur 96 cm breit, während die Sortierstation 99 cm hat. Erst überlegte ich auf möglichen Umbaumaßnahmen rum (Führungen direkt im PAX verschrauben und Mittelsteg aus zwei Böden bauen), hab diese aber verworfen, als ich drüber stolperte, dass die Massivholz-Variante des Trofast-Regals lediglich 94 cm breit ist. Also zweimal Trofast-Massivholz besorgt und das unteren gemäß Anleitung aufgebaut (- oberer vorderer Abschluss).
Passt:

Bei Regal Nummer Zwei habe ich die Seitenwände so markiert, dass der Sockel weg fällt:

Zwei kurze Kappsägenschnitte später stehen beide Regale bündig aufeinander:

Anschließend bündig ausrichten und miteinander verschrauben:

Hier mal im direkten Vergleich:

Wie man sieht, ist die Pressspan-Variante sowohl höher als auch breiter.
Hier fertig bestückt am neuen Bestimmungsort:

Die alte Sortierstation habe ich mit ganzen 8€ Gewinn bei eBay-Kleinanzeigen verkauft bekommen. Vielleicht mache ich mich damit selbständig. Nicht.
Fazit: Wem es weder auf die weiße Farbe noch auf den Preisunterschied ankommt, dem Rate ich zur Massivholzvariante. Der Umbau ist deutlich leichter. Allerdings fehlt einem dann die Einfassung oben.
Jahresrückblick 2018
Evolutionstechnisch ist ja immer wichtig eine ökologische Niesche zu besetzen. So auch beim bloggen über vergangene Zeiten. Die anderen Kinder machen ihre Jahresrückblick immer zwischen Weihnachten und Neujahr? Ha! Mache ich das doch einfach erst im neuen Jahr! Dann haben die Leute wenigstens was zu lesen, wenn sie wieder im Büro sind.
Also starten wir mit dem Januar 2018. Dort löste ich das Problem mit der fehlenden Nerdisierung meiner Lagerhaltung:

Im Februar gab es reichlich „off-Blog“ Arbeit mit einem Wanddurchbruch samt geändertem Dachstuhl, so dass ich lediglich zu kleineren Basteleien kam, wie zum Beispiel dem optimierten Opel Dachträger:

Den März nutzte ich für mein Ikea-Hack Debüt, um dem kleinen Schräubchen einen Learning Tower zu basteln:

Im April habe ich mich dem Untergeschoss des Rialtomotors gewidmet:

Der Mai stand ganz im Zeichen der Gartenbewässerung, für die ich Rohre verlegte und pflasterte:

Das Veranstaltungshighlight des Jahres kam dann im Juni mit dem 30. Internationalen Dreiradtreffen:

Den Juli nutzte ich um einen Ofuro zu bauen, der sich großer Beliebtheit erfreut:

Im August war der Alltags-Fuhrpark mit HU/AU/GAP dran, was nicht ganz problemfrei lief:

Im September bekam der Combo ein neues Wischergestänge:

Der Oktober brachte einen Belastungstest von PVC-Fliesen:

Der Kardanwelle von Vadderns Jagdwagen ging es im November an den Kragen:

Zum Jahresende erfüllte ich zusammen mit Vaddern dem großen Schräubchen einen Herzenswunsch und baute ihr „Schräubchens Kramladen„:

Wie ihr seht, war es ein buntes und abwechslungsreiches Jahr. Für mich war es die richtige Mischung. Einige Großprojekte wurden (teils im Hintergrund) ordentlich vorangetrieben und viel Kleinkrams konnte nebenbei erledigt werden. Dazu dann noch Familie und Job und man muss aufpassen, das es nicht in belastenden Stress ausartet. Das ist mir 2018 besser gelungen, als in der Vergangenheit. Der Vorsatz für 2019 ist daher schlicht: Tempo halten.
Aber keine Angst: Ein paar größere Projekte habe ich auch für 2019 schon eingestielt. Ihr werdet es erfahren.
Schräubchens Kramladen
Weihnachten ist die Zeit der Herzenswünsche und das große Schräubchen wünschte sich mit all der innigen Kraft ihres kleinen Herzens ein Hochbett.
Welcher Vater kann solch einen Wunsch ausschlagen?
Insbesondere, wenn er ihn schon seit langem vorhergesehen und bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen hat. Das große Schräubchen sollte nämlich eine angepasste Variante der „Himbeerlounge“ bekommen. Warum? Schaut euch die Bilder an! Wer das dann noch ernsthaft fragt, war nie selber Kind.
Ausgangslage war ein gebrauchtes „Kura“-Hochbett, von eBay-Kleinanzeigen, in dem sie (umgebaut zur tiefergelegten Flachvariante) schon seit 2 Jahren unbemerkt schlief.
Um ungestört werkeln zu können, erhielt das große Schräubchen zwei Wochen vor Weihnachten einen Brief vom Weihnachtsmann, der um ihre Hilfe bat. Er habe nämlich ein Geschenk für sie, dass so groß sei, dass es nicht durch den Schornstein passen würde. Außerdem wäre es so aufwändig, dass er die Hilfe von ihrem Papa und dem „kleinen Opa“ (Vaddern) bräuchte. Und damit es auch eine Überraschung würde, müsse sie bis Weihnachten ins Gästezimmer ziehen.
Dank der schriftlichen Zusicherung, alle Kuscheltiere mitnehmen zu dürfen, war der Umzug auch problemlos und der Weg für uns frei. Hauptmaterial sind:
- Profilholz Fichte (2000x96x12,5mm) zwei Pakete à 10 Bretter
- Profilholz Fichte (2500x96x12,5mm) zwei Pakete à 10 Bretter
- 7 Profilrahmen Fichte (44 x 44 x 2500 mm)
Dazu braucht man noch einen Berg an Schrauben 4×70 und 3×30.
Im ersten Schritt haben wir das Kura-Hochbett etwas abgewandelt aufgebaut:
Den vorderen unteren Verbindungssteg mit der Nut für die blau-weiße Blende haben wir (samt Blende) so gekürzt, dass ein 60 cm breiter Durchgang entstand.
Den seitlichen Abschluss, an dem die Treppe andocken sollte haben wir so gekürzt, dass die Hälfte frei blieb:
An der hinteren Unterseite haben wir eine neue Querstrebe eingefügt. So entfiel die ursprüngliche Leiter. Die verblendete Rückseite eignet sich übrigens sehr gut als versteckte Installationsebene für die Elektrik.
Nachdem das Grundgerüst stand, ging es an den Giebel:
Die Schwierigkeit ist, alles gleichmäßig auszurichten. Ein breites Arsenal an Zwingen hilft ungemein:
Da die Kanthölzer des Bettes an den Ecken verschraubt werden, ist es schwierig dort noch zusätzlich den Dachstuhl zu verschrauben. Wir haben daher an der geschlossenen Seite eine keilförmige Leiste eingefügt und sowohl mit dem Querbalken des Bettes, als auch (über das unterste Profilbrett) mit dem Dachstuhl verschraubt:
So war schon mal diese Seite festgesetzt und das Dach konnte gedeckt werden:
Bei der Eindeckung bin ich auch vom Original abgewichen. Statt des klappbaren Dachteils habe ich das Dach offen gelassen.
So ist es für Erwachsene leichter Bettbezug oder Matratze raus zu holen. Außerdem kommt mehr Licht in den oberen Teil.
Nachdem das Dach fertig war, konnte die Front verkleidet werden. Hierbei kam in die Mitte ein Fenster samt stabilem Fensterkreuz (Rausfallschutz):
Da sich an dieser Stelle die Verblendung in zwei Teile teilt (ober- und unterhalb des Fensters), ist die Herausforderung beide Teile so weiter zu führen, dass sie sich hinten wieder treffen und man mit einem durchgehenden Brett wieder anschließen kann. Hierbei hilft nur messen, messen, messen. Am besten zu zwei Fixpunkten, die vom Ausgangsbrett horizontal gleich weit entfernt sind.
Nachdem der Rohbau abgeschlossen war, ging es nach und nach an’s Finish. Den Dachüberstand haben wir auf der linken Seite mit kleinen Brettchen weiter geführt und über dem Laden noch ein Rollo montiert:
Hierzu eignet sich das Rollo „Tretur“ von Ikea besonders, da sich die Halterung sowohl oben als auch hinten verschrauben lässt. Da kann man gut oben drauf ein Abschlussbrett (Basis für den späteren Blumenkasten) montieren:
Auf dem obigen Bild seht ihr auch die Beleuchtung für den Laden. Das „Dioder„-System ist da schön nutzbar. Für den Schlafbereich habe ich auf das flexible „Ledberg„-System in bunt zurück gegriffen. LEDs haben den Vorteil, dass sie wenig Strom verbrauchen, wenn die Kinder mal wieder das Licht vergessen und auch nicht heiß werden.
Das Rollo ist übrigens dazu da, den Kunden zu zeigen, das der Laden aktuell geschlossen ist:
Als Treppe habe ich ein Trofast-Treppenregal in der Massivholzvariante verwendet:
Zum einen halte ich es für stabiler und zum anderen ist es ein wenig niedriger als die Sperrholz-Variante, was besser zur Höhe des Lattenrostes passt. Natürlich habe ich das Regal zusätzlich mit Winkeln verstärkt und auch am Bett verschraubt.
In den Innenraum habe ich noch einen gebrauchten Kaufmannsladen eingepasst und ebenfalls verschraubt:
Hier sieht man ebenfalls eine Abweichung vom Original. Ich habe die linke Seite nicht verkleidet. Das hat den Vorteil, dass die Kisten vom Trofast auch für den Laden genutzt werden können und dass wieder etwas mehr Licht in den Laden kommt.
Abschließend gab es noch ein wenig Deko (Plastikpflanzen, Briefkasten, Klingel, Schilder):
Glücklicherweise lässt sich die Klingel recht leise stellen und es gibt sogar zwei Klingeltöne, sie einem nicht den letzten Nerv rauben (Wichtig: Empfänger außer Kinderreichweite montieren!).
Hier ein Blick in den fertigen Schlafbereich:
Abschließend noch ein Bild von fertigen Spielhaus:
Wie erwartet, sorgte es für Begeisterungstürme. Herzenswunsch erfüllt.
Und für das kleine Schräubchen habe ich auch schon einen Plan….