Schlagwort-Archive: Schlauch

Unter Druck

Wie schon mal angedeutet, habe ich beim Abnehmen der linken Zugangsklappe entdeckt, dass die Unterdrucksteuerung der Zündverstellung von Sir Edward kaputt war.
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War nicht weiter schwierig zu entdecken:
Kopie von P4180066

lose cable

Die ovale Metaldose (Nr. 10 in der Zeichnung) ist eine „Benzinfalle“ (im englischen „Fueltrap“. Keine Ahnung, wie das im deutschen heißt), welche verhindern soll, dass Benzin aus dem Ansaugtrakt in das schwarze Plastikröhrchen (Nr. 7) gelangt. Den Übergang zwischen den beiden bildete ein Gummischlauch.
Passenden Ersatz fand ich in unserem Schlauchfundus, in Form eines alten Infusionssystems:
P4240018
Mal sehen, ob der Schlauch auch Benzindämpfe verträgt. Muss ja normalerweise auch jede Menge fieses Zeug durch laufen….
Etwas frickelig war dann die abschließende Montage. Entgegen der Zeichnung oben zeigt nämlich das obere Metalröhrchen der Benzinfalle nicht zur Seite (was perfekt wäre) sondern nach unten. Das schwarze Plastikröhrchen kommt aber von der Seite. Ich musste daher das Röhrchen etwas verlegen, damit ich einen 90° Bogen hin bekam, ohne zu viel Spannung auf das Röhrchen zu bringen. Ganz glücklich bin ich damit nicht.
Naja, hauptsache ich kann endlich was auf meiner Liste als „repariert“ abhaken:
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Der Prinzessin neue Schuhe XI

Gestern war ich mal wieder in Osnabrück und hatte auch Zeit mich ein wenig um Lola zu kümmern.
Auf dem Plan stand, sie endlich wieder auf ihre überholten Räder zu stellen, damit sie bereit für den Sommer ist.
Bevor es allerdings soweit war, musste ich noch fix einen neuen Schlauch aus meinem Fundus zaubern. Der Alte hatte beim probeweisen aufpusten einen tiefen Riss gezeigt:
Loch im Schlauch 1
Ein kurzer Blick auf den Herstellungsort offenbarte dann auch die Ursache: Altersschwäche
Loch im Schlauch
Natürlich habe ich ihn nicht weggeschmissen! Er bekommt nen Fahrradflicken und wandert in den Fundus. Wer weiß, wann man den nochmal gebrauchen kann.
Als die Räder dann fertig zum Einbau waren, habe ich Lola mit ihren Transportrollen aus der Garage meines Gönners geschoben und das Vorderrad sowie das rechte Hinterrad eingebaut:
Felgen Einbau Mitnehmer 001
Allerdings muss mir hinten rechts irgend ein Fehler unterlaufen sein. das Rad sitzt nicht mittig unter dem Schutzblech. An der rechten Kante sieht der Abstand so aus:
Felgen Einbau Mitnehmer 003
An der linken Kante kann man die Hand durch stecken:
Felgen Einbau Mitnehmer 004
Ich hab das Rad zweimal ein und wieder ausgebaut, aber es ändert sich nix. Ich erkenne auch nicht den Fehler, den ich gemacht habe…. Blöder Mist. Irgendjemand von euch ne Idee?
Auf der Fahrerseite bin ich nur dazu gekommen, den Mitnehmer samt Ritzel zu tauschen und die Kette in die neuen Kettenschläuche einzufädeln. Dann hat die Sonne, die gelbe Sau, einfach Feierabend gemacht und ich stand im Dunklen.
Der alte Mitnehmer sah so aus:
Felgen Einbau Mitnehmer 010
Herrlich mahlendes Geräusch in dem offenen Lager. Auch noch 1A DDR-Ware. Mal sehen, wie sich der Neue so schlägt.
Die alten Kettenschläuche hatten ihre Haltbarkeitsdauert auch schon lange hinter sich gelassen:
Felgen Einbau Mitnehmer 013
Als Tricky hat sich das einfädeln der Kette in die neuen Schläuche gestaltet. Sie sind wesentlich enger als die ausgenudelten Originale. Außerdem sind sie nicht komplett durchstoßen. In der Mitte befinden sich noch Gummigrate, welche ein einfaches durchfädeln verhindern.
Abhilfe schaffte hier ein beherzter Stoß mit dem ausgeklappten Zollstock-Blatt.
Doch auch jetzt waren die Schläuche noch zu eng, um die Kette einfach durchrutschen zu lassen. Als sehr gut hat sich die Seele eines alten Bowdenzuges erwiesen. Einfach durch die beiden Löcher eines Endgliedes fädeln und dann durch den Schlauch führen.
Felgen Einbau Mitnehmer 015
Da die Seele ja im Vergleich zu einfachen Bändern/Fäden recht steif ist, kann man sie gut an den ganzen Falten und Kanten vorbei wackeln.
Das durchziehen selbst ist dann ein Kinderspiel, da die Seele ja ganz anständige Zugkräfte verträgt.
Felgen Einbau Mitnehmer 016
Wie gesagt war dann aber auch Essig mit Licht und ich musste Lola mit einer verbleibenden Transportrolle zurück in die Garage schieben. Schade. Ich wollte eigentlich noch eine abendliche Runde drehen.

“Sag Aaaaa…-Frame.” II

Mit dem richtigen Werkzeug ist das Abziehen der Spurstangenköpfe dann auch ein Kinderspiel:

Leider war der einzige Abzieher, den der lokale Autoteilehökerer hatte, der oben abgebilkdete von Hazet. Über den Preis möchte ich mich ausschweigen.
Man schiebt ihn, nachdem man die Mutter des Kugelkopfes gelöst hat, mit dem „Maul“ unter den „Bauch“ des Kugelkopfes und schraubt dann mit einem Schlüssel einfach die hintere Gewindestange raus. Ist kaum Kraft zu erforderlich. Es folgt ein metallisches *PONG* und der Kugelkopf ist lose.
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Nächste Aufgabe war es den Stoßdämpfer abzuschrauben. Rostlöser war auch hier wie immer der Weg zum Erfolg. Außerdem half auch ein großer Drehmomentschlüssel dabei, genug Hebelkraft aufzubringen. Einfach ein hohes Drehmoment einstellen und los.
Trotz des entfernten Bolzens saß der Stoßi aber Bombe in der Aufnahme. Erst dezenter Druck mit der Brechstange konnte ihn dazu überreden die Haftung zwischen dem aufgequollenen Gummi und der Aufnahme aufzugeben:
P4210029
Rätsel des heutigen Tages ist, wie ich die Bremsleitung zum Vorderrad ab bekomme.
Ich gebe zu, dass ich noch nicht so recht durchschaut habe, welche der drei Muttern ich wie schrauben muss:
Breakpipe front
Na, wir werden sehen… ich mach mich mal auf den Weg runter in die Garage.

„Guck ma inni Doous ob noch wat binnen is!“

Vor ein paar Tagen habe ich, nachdem mein Benzinhahn endlich dicht war, meinen provisorischen Tank gegen Lolas neulackiertes Original eingetauscht. Diese Chance habe ich auch genutzt, um an dem Benzinstandsanzeige-Schlauch Markierungen für den Füllstand des Tanks anzubringen. So weiß man nicht nur, ob noch etwas im Tank ist, sondern auch, wieviel, wie weit man damit noch kommt und wieviel man noch drauf tanken kann. Als Abstandsmaß für die Striche habe ich mir 3,5 Liter ausgesucht. Dies halte ich aus verschiedenen Gründen für schlau. Einmal fasst der Tank 14 Liter (macht also 4 Striche), weiterhin sind 3 Liter Reserve im Tank (Wenn der Füllstand also unter die unterste Markierung sinkt, kann man schon mal prophylaktisch auf Reserve umschalten) und außerdem verbraucht so ein Duo zwischen 3,2 und 3,5 Liter auf 100Km (Macht also pro Strich noch 100 Km verbleibende Reichweite). Leider hatte ich nur 8 Liter 2T-Gemisch zuhause, als ich die Aktion durchführte. Daher gibts bisher erst zwei Striche.
Eigene Bilder Duo 1 004
Wenn ihr das nach macht, denkt daran, als Messbecher ein geeichtes benzinbeständiges Gefäß zu nehmen. Ich hab eine antike 0,5l-Öl-Gießkanne aus unserem Fundus verwendet. Das war langwierig und verzählanfällig, aber durch den großen Ein- und Ausguss doch recht bequem (Das gelbliche Gefäß rechts neben dem Kanister).
Eigene Bilder Duo 1 002
Gegen das Verzählen hat sich nach einem zwangsweisen Neuanfang eine Strichliste bewährt…

Weil es thematisch gerade passt, will ich noch schnell ein Bild vom Tank des Außenbordmotors Forelle 6 (Heckmotor HM 125) publizieren. Von diesem hat nämlich das Duo seinen Tank. Es ist NICHT, wie häufig behauptet wird ein Trabi-Tank (der ist wesentlich größer – 26 Liter)! Damit der Forelle-Tank im Duo allerdings verwendet werden kann, sind einige Umbaumaßnahmen notwendig. Diese sind aber nicht allzu schwer und sollten vom Installateur des Vertrauens angelötet/-schweißt werden können. Es fehlt der Benzinhahnanschluss unten links, sowie die Querverstrebung unter dem Tank und die Haltelasche auf der Rückseite. Da rostfreie Duo-Tanks mittlerweile gesalzene Preise bei eBay bringen, kann solch ein Umbau attraktiv werden. Hier ein Bild vom Original:
Forelle-Außenborder Tank

Waschtag

Als ich Lola kaufte war ihre Scheibenwaschanlage (die Handpumpe ist ein herrlich archaisches Detail!) in einem äußerst desolaten Zustand. Daher habe ich mich damals mal daran gemacht sie zu erneuern. Die Wischwasserpumpe habe ich relativ günstig bei einem Trabi-Onlineshop bekommen, da diese auch im Trabant verbaut wurde. „Gleichteileliste“ ist da das Stichwort….
Die Schläuche habe ich aus dem Baumarkt aus der Aquariumabteilung geholt. Die Rückschlagventile waren bei mir noch relativ ok. Ersatz findet sich aber auch hier im lokalen Aquariumhandel. Beim Nachbau habe ich dann dieses bemaßte Foto erstellt, damit die Nachwelt da auch noch was von hat:
Scheibenwaschanlage komplett beschriftet
P.S.: Im Notfall kann übrigens auch ein Schlauch der Waschanlage als Benzinschlauch herhalten. Er verträgt das zwar nicht wirklich, aber bis nach Hause wird es halten. Der Innendurchmesser dürfte (annähernd) identisch sein.