Solltet ihr für 1-2 Stunden dem familiären Weihnachtswahnsinn entfliehen wollen, so habe ich noch schnell zwei Tipps für euch:
Marty und Moog waren wieder in Japan unterwegs und haben auf eigener Achse was schönes zum Hafen gebracht:
Der Film ist unterhaltsam und zeigt (wie schon seine Vorgänger) ein paar schöne Eigenheiten der Japanischen Alltagskultur. Mittlerweile haben die beiden Jungs ihre Videos so weit professionalisiert, dass sie „kommerziellen Produktionen“ in nichts nachstehen.
Auch euch liebe Leser, wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und (solltet ihr meinen obligaten Jahresrückblick nächste Woche scheuen) einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Auf dass eure Wünsche in Erfüllung gehen, keine Schraube abreißt, kein Rost sich durchfrisst, ihr immer genug Öldruck und eine handbreit Benzin unterm Tankgeber habt!
Wirklich grundlegende Dinge haben sich erwartungsgemäß nicht geändert:
Die Treppe geht nun seitlich runter, damit ich über dem Werkraum noch einen Zwischenboden einziehen kann (irgendwie bin ich zu doof um bei SweetHome3D einen Zwischenboden darzustellen). Außerdem gibt es jetzt ein kleines Kabuff für einen Lokus.
Bei der Anordnung der Hebebühne und dem Duplexparker bin ich mir noch nicht sicher. Das werde ich am Ende wohl so wie Olaf als LARP probebasteln müssen.
Was aber schon deutlich wird: Es wird eng. Um die Extreme mal ein bisschen auszuloten habe ich auf die Hebebühne Tobias Chrysler 300 Hurst gestellt. Etwas noch größeres wird da wohl niemals landen. Als Maße für die Hebebühne habe ich die TwinBusch TW242PE verwendet. Für die Park-Hebebühne hätte ich gerne eine Ein-Säulen-Parkbühne wie die POP 20/1850. Leider habe ich bisher noch keinen Anbieter für sowas in Deutschland gefunden. Ein-Säulen-Hebebühnen ja, aber keine mit durchgängigen Blechen. Sachdienliche Hinweise werden bei der Einweihungsparty mit Kaltgetränken vergolten!
Seit längerem nutzen wir schon einen SodaStream Crystal 2.0 um unser täglich Wasser etwas prickelnder zu gestalten. Nervig ist nur immer die ewige Umtauscherei der Zylinder und so richtig billig ist das auch nicht. Glücklicherweise hat der Crystal 2.0 (im Gegensatz zum „3.0„) noch die selbst-befüllbaren Flaschen. Alles was man dazu braucht, ist ein Adapter (gibt es auch deutlich billiger) und eine Gastro-Flasche CO². Bei den Gasflaschen gibt es noch den Unterschied „mit Steigrohr“ oder „ohne Steigrohr“. Letztere sind deutlich verbreiteter, müssen aber zum befüllen des Zylinders auf den Kopf gedreht werden. Sollte eure CO²-Flasche eine „Rückstromsperre“ (RPV-Ventil (Residual Pressure Valve)) haben, so braucht ihr einen Adapter mit einem entsprechenden Pin:
Soweit alles bekannt und langweilig. Was man jedoch verhältnismäßig selten findet, sind Lösungen um die Zylinder mit solch umgedrehten CO²-Flaschen komfortabel zu befüllen. Doch verzagt nicht liebe Lesenden! Hier kommt eure Rettung: Wir starten mit etwas Sperrmüll:
Ausgangsbasis ist ein stabiler Stuhl und eine stabile Holzplatte, die anstelle der alten Sitzfläche kommt:
Der geneigte Leser wird die Platte als Teil des historischen Krawatten-Ecks erkennen. Um später die (umgedrehte) Gasflasche an der Lehne zu sichern habe ich sie erst mal aufrecht auf die Platte gestellt und den Umriss angezeichnet:
Um nun mittig den kleineren Ausschnitt für das Ventil anzeichnen zu können habe ich mich eines Tricks bemüht:
Man zeichnet in den (äußeren) Kreis beliebig viele Linien (hier drei). Von diesen Linien bestimmt man den Mittelpunkt und zeichnet von dort eine rechtwinklige Linie zur Mitte des Kreises. Der Schnittpunkt der Linien ist immer der Mittelpunkt des Kreises. Das passende Schlagwort dazu heißt „Mittelsenkrechte„. Um die beschichtete Oberfläche der Platte beim anschließenden aussägen nicht absplittern zu lassen, habe ich mir vom besten Nachbarn der Welt einen Kreisschneider geborgt:
Leider war das Ergebnis nur semi-gut, so dass ich für den Rest einfach zur Stichsäge gegriffen habe:
Schlussendlich sieht man den Ausschnitt aber nicht, da dort die Rundung der Gasflasche aufsteht. Die erste Anprobe war schon mal vielversprechend:
Ich habe das Loch so klein gewählt, dass sich der Schutzkragen des Ventils noch aufschrauben lässt und zusätzlich als „Kontermutter“ fungiert:
Woran ich nicht gedacht hatte, war die Stärke der vorderen Querstrebe des Stuhls. Dadurch, dass die SodaStream-Flaschen bauchig sind, stoßen sie in dieser Ausrichtung gegen die Querstrebe und lassen sich nicht in den Adapter schrauben. Glücklicherweise ließ sich das Problem durch einfaches umdrehen der Gasflasche lösen:
Der Adapter schließt so bündig mit der Rückseite des Stuhls ab. Ein Nebeneffekt ist, dass man nun einfacher an das Flaschenventil kommt. Der aufgeschraubte Zylinder hat genügend Freiraum:
Wie ihr auf dem Bild seht, wird die Flasche oben durch einen Spanngurt fest an der Lehne gehalten. Die Sache ist auch weder kippelig noch sonst wie haarig. Bei Nichtgebrauch steht der Stuhl mit der Lehne an der Wand. Was ich bislang nicht ganz einordnen kann, sind die Hinweise, dass man Gasflaschen immer aufrecht stehend lagern soll. Physikalisch kann es eigentlich keinen Unterschied machen, ob das Ventil oben oder unten ist. Dicht muss es so oder so sein. Bisher kann ich es mir nur mit der Kippgefahr bzw. der Gefahr einer Beschädigung des Ventils erklären. Die ist aber bei meiner Konstruktion ausgeschlossen. Ich melde mich, sobald jemand erstickt ist.
Vor kurzem, als man noch T-Shirt tragen konnte, haben wir bei Vaddern in der alten Heimat ein „Balkonkraftwerk“ installiert. Die Grundvoraussetzungen sind ideal: Flachdach aus Stahlbeton und Schattenwurf aus Richtung Süden muss er vor der nächsten tektonischen Plattenverschiebung auch nicht befürchten. Blick vom Dach:
Als erstes haben wir das Dach gründlich gesäubert:
Die Basis bilden Aluminiumprofile, die wir mit Gehwegplatten verschraubt haben:
Bei den Schrauben haben wir zu Edelstahl gegriffen. Zum Schutz der Dachhaut gab es eine extra Lage Teerpappe:
Der Zusammenbau war straight forward. Allerdings wäre es nicht meine Familie, wenn nicht auch die Platten auf dem Dach, welche niemand jemals wieder zu Gesicht bekommt, mit dem Richtscheid ausgerichtet werden würden:
Da der Wechselrichter zwischen die beiden Module montiert werden muss, haben wir die Module als „Dach“ direkt aneinander gebaut. Damit sie nicht aneinander reiben, gab es eine Lage Schaumstoffband:
Auch das zweite Modul war schnell montiert:
Wie gesagt: Auf so einem Flachdach ist das sehr komfortabel. Der Wechselrichter kam an einem verbindenden Aluprofil mittig unter die Module. So hängt er vor Regen und Sonne geschützt:
Die Verkabelung selbst ist nahezu selbsterklärend. Die Stecker sind auch verpolungssicher. Auch hier keine besonderen Stolpersteine. Das Kabel zur einspeisenden Steckdose unter dem Dachüberstand haben wir durch Leerrohr geführt, welches auf Pflastersteinen montiert ist:
Insgesamt alles kein Hexenwerk. Auch wenn man es natürlich ausrechnen kann, so war ich am Ende doch erstaunt, was so ein 600W-Balkonkraftwerk alles abdeckt. Bei Vadderns 1-Personen-Rentnerhaushalt reicht es aus, um einen Großteil des Tages zumindest die Grundlast des Hauses abzudecken:
Überprüfen ließ es sich leicht, denn solange die rote LED dauerhaft leuchtet, steht der Zähler still. In der Mittagszeit reicht die Leistung sogar um zusätzlich eine Waschmaschine oder ähnliches zu betreiben.