Archiv der Kategorie: Sonstige Schraubereien

Neuwagenmalessen II

Der Stief-Astra der besten Freundin von Allen bekam am letzten Wochenende seine Sommerpuschen. Dabei stand natürlich auch die obligate Reinigung der hinteren Bremssättel an. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem rechten, innenliegenden Bremsbelag. Der hatte sich ja komischerweise partiell in die Scheibe eingeschliffen als er fest saß. Das hat sich in den vergangenen 6 Monaten nicht grundlegend gebessert. Die Scheibe ist immer noch großflächig rostig:
Opel Astra Bremsbeläge hinten 6
Allerdings merkte man am Belag selber, dass er nun wieder großflächig auf lag. Die eingefräste Stufe ist, verglichen mit vorher, wesentlich geringer:
Opel Astra Bremsbeläge hinten 8
Ein Grauen waren jedoch die Beläge auf der Fahrerseite:
Opel Astra Bremsbelag hinten 33
Die hatten anscheinend Karies. Besonders der äußere Belag zerbröselte geradezu beim anfassen:
Opel Astra Bremsbeläge hinten 10
Ob das am vom Rost zerfressenen Staubschutzblech der Scheibe liegt? Keine Ahnung.
Natürlich konnte man die Beläge so nicht wider verwenden. Mussten also neue rein. Schade. Hatten noch ordentlich Fleisch. Der lokale Ersatzteilhökerer hatte drei Qualitäten zur Auswahl. Original Bosch für ca. 65€, ATE Nachbau für ca. 55€, Retail für 42€…. Ich entschied mich für die billigste Variante.
Wie immer bei billig erfordert sowas viel Eigeninitiative. Die Passung der Teile war schlecht, die Halteklammern aus schlechtem Federstahl und der Einbau ein Krampf.
Um in der Zukunft weniger Malessen mit der festsitzenden Bremse zu haben, habe ich auch direkt bei den neuen Belägen etwas von der halbrunden Führung abgenommen:
Opel Astra Bremsbeläge hinten 11
Mal sehen, ob das hilft.
Ich bin auch gespannt, wie die neuen Beläge sich auf die verrostete und eingefräste Bremsscheibe auswirken.

Rituelle Waschung und letzte Ölung

Am vergangenen Wochenende ist Tobias mit dem Hurst in der alten Heimat aufgetaucht.
Dank frischer Zulassung ist das nun problemlos möglich.
Oben auf seiner Tagesordnung stand die Montage der neuen Kennzeichen und eine rituelle Reinigung. Seit er den Wagen hat, war es das erste mal, dass er gesäubert wurde. War dringend nötig.
Ich bin jedes mal wieder erstaunt, was für ein riesen Floß der Wagen ist:
Chrysler 300 Hurst gewaschen 3

Chrysler 300 Hurst gewaschen 2
Die Auspuffrohre haben übrigens auf der Innenseite so eine topmoderne Lotuseffekt-Lackierung:
Chrysler 300 Hurst gewaschen 1
Leider hatte ich keine Gelegenheit, Sir Edward mal daneben zu parken um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen. Sobald der Bug auf der Straße ist, wird das aber nachgeholt. Der Hurst dürfte ziemlich genau so breit sein, wie der Bug lang….
Tobias musste in den letzten Tagen einen verstärkten Ölhunger seiner Sänfte feststellen. Da besteht dringender Handlungsbedarf. Damit ihm die Fuhre nicht verdurstet, haben wir zwei Fläschchen vom neu erworbenen 20W-50 abgefüllt. Da die 20l-Kanister zwar schön billig, aber doch sehr unhandlich sind, mussten wir einen Ablasshahn basteln. Der Super Mario-Fundus lieferte passende Teile:
Ölablasshahn 17
Ist schön dicht und funktioniert super:
Ölablasshahn 19

getrennt lebend

Gestern musste ich feststellen, dass die Kupplung am Opel Astra G der Besten von Allen durch zu sein scheint.
Wenn man mit eingelegtem Gang, angezogener Handbremse sowie laufendem Motor die Kupplung kommen lässt, läuft der Motor einfach weiter. Würgt man nicht ab.
Dank hydraulischer Kupplung, gibts da auch keine Nachstellmöglichkeit.
„Grand Malleur de la Kack“, wie mein Vater zu sagen pflegt.
Da besteht also akkuter Handlungsbedarf. Die Beste braucht den Wagen für die tägliche Fahrt in den Knast (sie hat nen Schlüssel für beides).
Schnelle Internetrecherche fördert Preise ab 500€ für den Kupplungstausch zu Tage…*aua*.
Ich würds ja selber machen, aber ich hatte mit Kupplungen noch nie was zu tun. Keine Ahnung wie das geht, keine Ahnung wo die Fallstricke lauern, keine Ahnung worauf ich achten muss, keine Ahnung was ich brauche….
Ich hab im Netz schon eine (sehr dürftige) Anleitung gefunden, wie man beim X16SZR (Motorbezeichnung) um den sonst wohl unausweichlichen Ausbau des Vorderachsträgers und Getriebes rum kommt.
Allerdings reicht mir das nicht um die Aufgabe anzugehen.
Es ist ein Jammertal.

Die Urzelle allen Schraubertums III

Am Wochenende konnten Vaddern und ich die Renovierung unseres Werkkellers abschließen.
Den fehlenden Mittelteil hatte er schon zusammen mit Tobias eingesetzt und dort auch eine zusätzliche Steckdose fest installiert (die Zuleitung kommt unsichtbar durch den Balken):
Werkkellerrenovierung 4
Wir haben dann noch den Schraubstock wieder angebaut. Er kam jetzt auf die andere Seite der Werkbank. Wir hielten das aus arbeitsergonomischen Gründen für sinnvoll. Mal sehen, ob unsere Überlegungen der Praxis gewachsen sind.
Eine Neuerung an unserer Bank ist die bewegliche Lampe:
Werkkellerrenovierung 3
Die alte Schreibtischlampe hatten wir noch liegen. Als Drehpunkt hat sie einfach einen Stift am Fuß. Da reichten also passende Löcher in dem Balken an verschiedenen Stellen, so dass man bei Bedarf die Lampe umstecken und sein Werkstück mit gleißendem Licht zum Geständnis zwingen kann.
Mal sehen, was uns noch so an Gimicks einfällt.

Die Urzelle allen Schraubertums II

Vaddern war in der Zwischenzeit auch fleißig und hat mit Tobias Hilfe im Werkkeller weiter renoviert:
Werkkeller Werkbank 52
Wie ihr seht, sind im hinteren Teil jetzt durchgängig offene Schubfächer, in denen man auch große Elektrogeräte bequem lagern kann. Die Arbeitsplatte haben wir ein gutes Stück nach vorne überstehen lassen, damit die Eisenspäne vom arbeiten nicht mehr in leicht offenen Schubladen rieseln können. So kann man auch einfacher da mal mit nem Handfeger drüber gehen. Nachteil der Küchenplatten ist natürlich, dass wir in Zukunft immer was drunter legen müssen, wenn wir mit Cutter und co. hantieren. Mal sehen, wie wir das lösen.
Auf der linken Seite ist die Werkbank schon fertig:
Werkkeller Werkbank 51
Wie ihr seht, ist hinten in der Ecke ein Belüftungsgitter eingelassen. Das soll dabei helfen, dass sich dort in Zukunft kein Schimmel mehr bilden kann. Auf die andere Seite kommt auch noch so ein Gitter.
Auch die Sockelleiste hat Belüftungslöcher bekommen:
Werkkeller Werkbank 53
Dieses Wochenende soll dann der Mittelteil an seinen Platz kommen:
Werkkeller Werkbank 59
Danach noch ein wenig Elektrik (zusätzliche Steckdosen in der Arbeitsplatte, Beleuchtung) und Kleinkrams (Schraubstock, Schubladen mit neuen Fächern ausstatten) und die Werkbank ist fit für die nächsten 30 Jahre Schraubertum.