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Der Fernsprecher spricht nicht mehr

Bisher hatte ich gehofft, dass der Kelch der defekten Hörerlautsprecher beim Motorola Defy an mir vorüber geht.
Passend zu Ostern schwieg jedoch nun auch plötzlich mein Defy (Charge „B09“).
Der Gesprächspartner ist nur noch zu hören, sofern man ein Headset oder den internen Frei-Sprech-Lautsprecher verwendet.
Großartig!
Naja, wenigstens liege ich noch im Gewährleistungszeitraum.
Bevor ich nun aber das Paket an datrepair (Service-Partner von Motorola in D) schnüre muss ich erstmal zusehen, wie ich meine Daten gesichert bekomme.
Hat da jemand eine Empfehlung (ohne Rooten des Telefons, wenns geht)?
Wie läuft das eigentlich mit den von mir im App-Store gekauften Programmen?

Druckdämpfer, jetzt auch mit Gas

Zwischenzeitlich geht es leider auch wieder modern weiter:
Der V50, den ich momentan im regnerischen Alltag bewege ließ seine Heckklappe ein wenig hängen.
Ein Makel, der sich vermeintlich fix abstellen lässt.
eBay lieferte für schmale Mark zwei neue Gasdruckdämpfer:
Volvo V50 Gasdruckdämpfer Heckklappe neu
Der Einbau läuft vermeintlich einfach über kleine Clipse, die die „Köpfe“ der Dämpfer auf den „Kugeln“ an der Klappe und Karosserie halten:
Volvo V50 Gasdruckdämpfer Heckklappe
Aber: Wo ein Clips ist, ist auch ein Problem.
Die Biester sind dermaßen wiederspenstig, dass ich sie mit Hammer und Schraubenzieher angehen musste.
Hat sicherlich ne halbe Stunde gedauert, bis die Alten raus und die neuen drin waren.
Mit dem Effekt, dass sie jetzt so viel Schmackes haben, dass man die Klappe auf ihrem Weg nach oben immer bremsen muss…

poröses Gummi und Lümmeltüte

Vadderns Jagdwagen rumpelt aus dem Bereich der Vorderachse bei Unebenheiten.
Daher waren wir ein wenig investigativ unterwegs.
Die ersten Verdächtigen waren die Kugelgelenke der Querlenker:
Kugelgelenkkopf vorne rechts
Die sehen aber noch ganz gut aus, soweit man das von außen beurteilen kann.
Einzig die Gummis des Querstabilisators haben ihre beste Zeit hinter sich:
Stabilisatorgummi

Stabilisatorgummi
Da die Teile relativ leicht zu wechseln sind, werden wir sie mal tauschen und sehen, ob das eine Besserung bringt.
Hat irgendwer von euch nen Hinweis, wie man solche Rumpelgeräusche weiter eingrenzen kann?

Gescheitert sind wir an der Befestigung der Lümmeltüte des Schalthebels. Die labbert lose in der Gegend rum:
Schaltsack Befestigung
Entweder sind wir zu doof sie richtig einzuclipsen, oder da ist irgendwas faul. Abgebrochen sieht da aber nix aus.
Muss ich mich mal im Forum zu umhören.

Ebenfalls zum scheitern verurteilt, war unser Versuch, die Abblendlicht-Birnen gegen die von OSRAM gespendeten Leuchtmittel zu tauschen. Da haben die kleinen Japaner doch heimlich ihr eigenes System mit verlötetem Obst:
Abblendlicht

Astralschraubereien -Außenspiegel-

Sorry Leute, dass hier so lange Sendepause herrschte. Ich ertrinke momentan ein wenig in Arbeit.
Mal sehen, dass ich das alles aufgearbeitet bekomme.
Am Astra(l)-Wochenende musste ich mich auch mit dem elektrischen Außenspiegel vom Opel Astra beschäftigen. Irgend so ein Pansen hat den hier an der Straße angefahren. Gehäuse ist an zwei Stellen gebrochen und der Spiegel ließ sich nicht mehr hoch und runter verstellen. Zum Glück ist das Glas ganz geblieben.
Natürlich war kein Zettel an der Windschutzscheibe… gleich die Lebensberechtigungskarte entziehen, solchen Menschen!
Das Gehäuse ließ sich adäquat mit Kunststoffkleber flicken.
Die Verstellung war da schon schwieriger.
Eine konkrete Anleitung habe ich im Netz nicht gefunden. Lediglich Hinweise. Um an die Motoren zu kommen nützt es zum Beispiel nix, die lackierten Abdeckungen an der Vorderseite der Spiegel zu demontieren. Da sitzt nur eine zweite, schwarze Blende drunter.
Um an die Motoren zu kommen, muss das Glas raus.
Wie man das ausbaut verrät diese Anleitung, deren Bild ich einfach mal ausborge:

Zum Ausbau das Glas an Stelle 1 in das Gehäuse drücken (das knackende Geräusch stammt von den Zahnrädern des Motors; nicht schön muss aber). An Stelle 2 möglichst viele Futtfinger zwischen Glas und Gehäuse quetschen, maximal große Auflagefläche erreichen und dann kräftig ziehen. Der Spiegel sitzt normalerweise so fest in den Motoren und seiner Verankerung, dass man meint, ihn gleich zu zerbrechen. Also nicht bange machen lassen. Sitzt echt höllisch fest.
Wenn er sich löst, achtet drauf, dass ihr nicht vor Überraschung die dünnen Drähte der Spiegelheizung ab reißt!
So sieht das Ganze dann aus:
Opel Astra G Außenspiegel 2
Die beiden „Nöppes“, die aus dem Gehäuse gucken, sind die Motoren. Rechts für die horizontale Verstellung, oben für die vertikale Verstellung. Die Mulde in der Mitte dient als Drehgelenk.
Wenn ihr das Spiegelglas ganz ausbauen wollt, achtet darauf, die filigranen Kontakte auf dem Spiegelglas fest zu halten, wenn ihr die Kabelschuhe ab zieht! Die sitzen auch anständig fest.
In ausgebautem Zustand könnt ihr dann kontrollieren, ob die Motoren sich noch bewegen bzw.vielleicht in welche Richtung.
Beim Stiefastra war zum Glück (aber für mich rätselhafterweise) nur der Motor aus seiner Vertiefung am Glas gesprungen.
Daher musste ich die ganze Chose nur einfach wieder zusammen werfen.
Wobei „einfach“ auch hier eine Untertreibung ist. Die Motoren selbst haben nicht genug Widerstand, damit man die Kugelköpfe in die Vertiefungen drücken kann. Man drückt dann einfach nur den Motor zurück.
Lösung ist auch hier rohe Gewalt:
Die Motoren in ihre „eingefahrenste“ Stellung bringen, Glas in das Gelenk drücken und dann mit gesteigertem Druck möglichst direkt auf das Gelenk des Motors drücken. Irgendwann machts da dann *klick* und er ist wieder mit dem Glas verbunden. Keine sehr elegante Lösung.

Astralschraubereien – Die Klimaanlage –

Vergangenes Wochenende habe ich mich mal wieder dem Opel Astra G der besten Freundin von Allen widmen müssen.
Madame schwitzt.
Das geht natürlich nicht.
Klimaflüssigkeit wurde nachgefüllt und Öl des Kompressors ergänzt. Laufen wollte er trotzdem nicht (ohne Kühlmittel verhindert eine Sicherheitsschaltung [Druckschalter] das anlaufen).
Also weitere Ursachenforschung. Ein wohl recht verbreiteter Defekt ist eine durchgebrannte Magnetkupplung am Kompressor.
Der Kompressor ist hier zu finden:
Klimakompressor
Läuft der Motor rotiert die vom Keilriemen (der eigentliche ein Keilrippenriemen ist) angetriebene Riemenscheibe (Nr. 2 auf dem folgenden Bild).
Drückt man nun im Innenraum auf den Schalter für die Klimaanlage um sie zu aktivieren, sollte die Magnetkupplung (Nr. 1) unter Strom gesetzt werden, einen Kraftschluss zur Riemenscheibe herstellen und sich mit drehen:
Magnetkupplung
Man kann nun mit dem Multimeter auf Fehlersuche gehen. Dazu zieht man den Stecker vom Kompressor ab. Der ist nur auf eine Klemme am Gehäuse gesteckt. Danach kann man ihn recht bequem erreichen und trennen:
Stromstecker
Der „kleine“ Teil des Steckers gehört zum Fahrzeugkabelbaum und sollte bei laufendem Motor und eingeschalteter Klimaanlage 12V liefern (Achtung! Rotierende Teile!).
Die Magnetkupplung sollte irgendwas bei 3,5 kOhm an Widerstand haben. Tauscht beim messen mal die Messspitzen. Die Kupplung soll eine Diode integriert haben, die nur in eine Richtung einen Stromfluss zu lässt. Daher kann es sein, dass euch das Multimeter fälschlicherweise unendlichen Widerstand anzeigt. Zeigt es dies trotz umgekehrter Polarität, ist die Kupplung hinüber.
Bevor man nun anfängt die Kupplung zu tauschen, sollte man noch überprüfen ob der Kompressor noch ok ist.
Das kann man, indem man (bei stehendem Motor) die Magnetkupplung in Drehrichtung des Motors (also so, als würde sie packen) dreht. nach einigen Umdrehungen sollte es immer schwerer gehen, da der Kompressor dann noch Kompression aufbaut.
Will man ganz sicher gehen, kann man etwas „afrikanischer“ zu Werke gehen und die Kupplung „überbrücken“.
Die Furchtlosen setzten dazu einfach 1-2 Schweißpunkte zwischen Riemenscheibe und Kupplung…..
Schisser wie ich wählen (starkes!) Panzertape:
Klimakompressor überbrückt
Das funktioniert auch, wie man hier sehen kann:

Am besten macht man das zu zweit, damit einer im Wagen testen kann, ob sich die Temperatur merklich abkühlt und der Andere vorne am Motor einen kritischen Blick auf das Tape hat.
Wirds kalt: Herzlichen Glückwunsch!
Ändert sich wie bei mir nix, sieht man seine aufgrund der mangelnden Kompression gemachten Vermutung bestätigt, dass nicht nur die Kupplung hinüber ist.
Nach ein paar Tagen kann man noch testen, ob das Klimaanlagen-Netz noch dicht ist. Unterhalb der Windschutzscheibe ist auf der rechten Seite eine Plastikkappe, unter der sich ein Ventil verbirgt. Drückt man das mit z.B. einem Kugelschreibe auf, muss es da wie wild raus pfeifen. Kommt nur ein müdes Lüftchen, ist irgendwo ein Loch im Netz und euch entweicht langsam aber unaufhaltsam euer teuer nachgefülltes Kühlmittel.
Die Beste muss auf jeden Fall in Zukunft das Fenster auf machen…..
Eine Reparatur übersteigt den Restwert der Karre.