Nach ewig langer Zeit hab ich mich mal wieder an Lolas Motor begeben.
Es stand ja noch eine nähere Untersuchung der Wippe und ihrer wankelmütigen Mutter an.
Ab war sie recht schnell:

Allerdings wollte ich die Einheit ja komplett zerlegen. Also mal die andere Seite aufgeschraubt:

Nicht sehr erhellend. Ich hab die Welle partout nicht auseinander nehmen können. Da konnte ich nix ausfädeln. Also Planänderung und einfach die Mutter wieder schön fest ziehen und das Sicherungsblech so umlegen, dass es die Mutter fest umschließt:

Die Mutter sitzt zwar jetzt schön fest, aber das Axialspiel ist immer noch da. So richtig hat das also nix geändert. Bin echt mit meinem Latein am Ende.
Ich werd die Tage mal Christoph anrufen, den ich damals beim Garagendonnerstag bei Paul kennengelernt habe. Dessen Kumpel soll ja nen Simson-Motoren-Gott sein. Mal sehen, was nen Profi zu der Misere sagt.
Schlagwortarchiv: Getriebe
Verlustschmierung
Gestern hab ich mal den Ölstand bei Sir Edward gechecked:

Das war knapp! Muss ich echt öfter nach gucken!
Es fehlten ziemlich genau 500ml. Das sind umgerechnet 200ml auf 1000 km. Laut Forum sind 500ml auf 1000 Meilen (1600km) ok. Das macht ca. 300 ml auf 1000 km. Na, ich werde die Sache mal im Auge behalten. Interessanterweise bläut er nicht merklich während der Fahrt. Öllecks am Motor sind auch keine wesentlichen ersichtlich.
Das Zündkerzengesicht ist ein wenig dunkel:

Aber das liegt wohl eher daran, dass ich momentan immer mit teilweise gezogenem Choke fahre (eliminiert das Ruckeln!).
Ich stelle den Vergaser morgen mal fetter.
In diesem Zusammenhang muss ich auch mal das Ölleck am Getriebe erwähnen:

Der hintere Dichtring zur Kardanwelle scheint undicht zu sein. Da will ich dieses Wochenende mal nach dem Ölstand sehen. Das Leck selbst muss noch warten. Da hab ich momentan keine Zeit zu. Vielleicht gehe ich da dran, wenn ich mal die Kreuzgelenke der Kardanwelle erneure. Muss ich mich schlau lesen, welche Arbeiten da ein Aufwasch sind.
Auf der Suche nach dem dritten Gang VI
Mein Hilferuf im Schwalbennest fand Gehör. Dummschwaetzer tippte eine tolle Checkliste, die ich natürlich ganz brav ausgedruckt und abgearbeitet habe:

Im Hintergrund liegt auch die Hohlwelle und die Fußschaltwelle. Die Fußschaltwelle hat zwar einen Knick aber der ist ja auch erforderlich, damit sie die Kraft umlenken kann. Besondere Stauchungsspuren oder Risse sind nicht ersichtlich. Der Lümmel der in die Hohlwelle greift ist auch noch fest angeschweißt und hat keine Verschleißspuren.
Auf der Hohlwelle selbst sind drei Kerben:

Allerdings sehen die auch eher gewollt aus, als verschlissen.
In der Welle sind ein paar Riefen, die nicht nützlich aussehen, aber wahrscheinlich vom ausdrehen stammen:

Ich habe das axiale Spiel der Welle des Schaltautomaten mal gemessen und es beträgt ziemlich genau einen Millimeter. Ich meine auch den Grund für dieses Spiel gefunden zu haben:

Die im Bild markierte Mutter wird nicht von dem hoch gebogenen Sicherungsblech gehalten.
Hält man die Mutter mit einem Schlüssel fest, kann man mit geringem Kraftaufwand am inneren Schaltbügel die Welle trotzdem noch bewegen und die Mutter löst sich dabei.
Keine Ahnung, ob das ein Grund für die Probleme sein kann…..
Das axiale Spiel der Schaltwelle habe ich noch nicht nachgemessen, da muss ich erst nochmal drüber nachdenken und das Prinzip des ausdistanzierens raffen. Solche Dinge dauern bei mir immer ein bisschen. Bin in der Familie nicht umsonst „Der mit den Worten“ im Gegensatz zu meinem Bruder, der „Der mit den Zahlen“ ist….
Ansonsten habe ich aber alle vom Dummschwaetzer genannten Punkte abgehakt und habe (leider) nichts gefunden. Mal sehen, wie es weiter geht.
Auf der Suche nach dem dritten Gang V
Heute hab ich mich wieder an Lolas Getriebe begeben. Nach vertieftem Denksport habe ich es auch endlich geschafft, die Gänge von Hand durch zu schalten. Das hier müsste jetzt der Zweite sein, wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe:

Zum schalten war zwar großer Kraftaufwand nötig, aber es ging doch recht gleichmäßig.
Also konnte ich zur weiteren Demontage über gehen:

Nach und nach landeten alle Bauteile in ihrer Einbaureihenfolge in den Kisten:

Natürlich habe ich dabei Wuschels Hinweise abgearbeitet. Auch die von Zschopower angesprochenen Mitnehmer habe ich genau betrachtet. Sieht aber alles gut aus. Keine ungleichmäßigen Kanten oder abgerundete Ecken, keine blanken Stellen am Metall. Lediglich zwei Dinge sind mir aufgefallen.
Zum einen hat die Schaltklaue ein paar Abnutzungsspuren:

Die mit „1“ bezeichneten Stellen sind die leicht abgerundeten Kanten der Klaue. Muss das so?
Die mit „2“ bezeichneten Stellen sind metallisch blank geschmirgelt. Ist das normale Abnutzung oder schon verschlissen?
Hier noch ein paar Detailaufnahmen:


Auf der Rückseite sind keine Verschleißerscheinungen sichtbar:

Die andere Auffänglichkeit ist ein vertikales Spiel an der Schaltratsche (siehe Pfeil):

Ich werde die Bilder auch nochmal im Schwalbennest posten und dort nach Hilfe suchen. Denn so recht weiß ich nun nicht mehr weiter. Ich hatte eigentlich auf etwas deutlich abgenudelteres gehofft.
Auf der Suche nach dem dritten Gang IV
Ok, ich bin anscheinend zu dumm, den Schaltmechanismus zu durchschauen….

Ich dachte eigentlich, dass, wenn ich den abgerundeten Hebel „A“ (so nen Fachbegriff is schon was feines…) in eine der roten Pfeilrichtungen drücke, anschließend wieder los lasse und gleichzeitig eine der Wellen drehe, sich auch die Schaltklaue „B“ in eine der grünen Richtungen (hoch/runter) bewegt und die Zahnräder auf der Welle verschiebt….
Das ist aber nicht der Fall. Ist alles fest. Hebel A bewegt sich zwar, aber die Schaltklaue zuckt nur ca. 0,5 cm.
Weder ändert sich die Stellung der Zahnräder noch klickert, klackert oder rastet da was ein….
Verratet mir doch mal bitte, was ich falsch mache.
