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„Smoker!!” II

Am Wochenende ging es an Vadderns Räucherofen-Projekt mit großen Schritten vorwärts.
Wir (Die Beste von Allen, Vaddern und ich) haben gemeinsam die Gestaltung der Front überlegt, die Sandsteine aus unserem Fundus gefühlte 50 mal vermessen und berechnet, um raus zu bekommen, welchen Stein wir wie schneiden müssen, um zum Einen möglichst wenig der wertvollen Steine zu opfern und andererseits mit unseren errechneten Höhen für den Abschluss hinzukommen.
Anschließend sang die Flex ihr fröhlich Liedelein (und lockte die anderen Heimwerkermännchen aus ihren Unterschlupfen, welche kurze Zeit später das ganze Dorf mit dem lieblichen Gesang ihrer motorgetrieben Arbeitsgeräte erfüllten…) und wir puzzelten die einzelnen Fragmente zu einer Mauer zusammen:
Räucherofen front gemauert
Nachdem alles überraschend gut passte, bossierten wir noch die Schnittkanten der Flex, um diese zu vertuschen.
Anschließend konnte mit dem mauern losgelegt werden.
Als erstes mauerten wir die Sandsteine mit dicker, tief liegender Fuge (zum einen, damit es möglichst „historisch“ aussieht und zum anderen, damit sich dort gut Moos festsetzen kann). Nachdem die Front stand, setzten wir einfache Kalksteine dahinter:
Räucherofen front gemauert
Damit sich später der große Abschlussstein, welcher die Mauer überspannen soll, nach hinten abstützen kann, mussten wir noch eine Krone aus flacheren Klinkern aufsetzen. So erreichten wir nahezu den gleichen Level wie die Sandsteine vorne hatten.
Nach getaner Arbeit durften alle Beteiligten sich noch schnell verewigen:
Räucherofen front gemauert
Anschließend kam der Feuerraum wieder in Position, um den Schlussstein möglichst bündig setzen zu können:
Räucherofen front gemauert
So sieht das fertige Ergebnis nun aus:
Räucherofen front gemauert
Die Steine sind treppenförmig angeordnet, da das Ganze ja noch an den Seiten mit Erde überhäuft und mit Gras bepflanzt werden soll. So hoffen wir, dass sich die Front besser in den „Hügel“ einfügen wird.
Wir haben den Ofen so eingemauert, dass man ihn später mit relativ wenig Aufwand wieder raus ziehen kann, sollte das mal nötig sein. Außerdem hat er so eine isolierende Luftschicht zwischen dem Metall und der Mauer, was hoffentlich das Eindringen von Feuchtigkeit etwas reduziert.
Allerdings haben wir den oberen Dekorabschluss nochmal abgetrennt, da die Schweißnaht nicht anständig hielt. Da werden wir wohl nochmal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, damit die uns den Guss-Körper schweißen.
Bis dahin stehen erstmal noch einige Erdarbeiten für die Rohrleitung auf dem Plan.

Astralschraubereien – Die Bremsscheiben –

Nachdem ich nach der Notreparatur vom letzten Mal von allen Seiten Schelte bezogen habe, hab ich am Wochenende auch ne Runde neue Bremsscheiben für den Astra an der Hinterachse spendiert. Wobei spendiert hat sie mein Vater. Gabs zum Geburtstag für die Beste. Was hat sie sich gefreut! Sie liebt es diese praktische Veranlagung unserer Familie zu betonen….
Um weiterer Kritik zu entgehen wurde, ganz unüblich, Markenware verwendet:
neue Barum Bremsscheiben
Barum ist eine Tochter der Continental AG. Sollte also ok sein. Alles andere wäre wirklich übertrieben. Is schließlich keine Weltraumtechnik.
Erste Hürde waren die Vielzahn-Schrauben, welche den Bremssattel halten.
Da ist zum lösen eine E18-Nuss samt starrem Knebel und Verlängerung nötig:
Torx-SchrAube auf der Rückseite
Die Schrauben gucken auf der Innenseite raus und gammeln dort fest. Ein guter Schuss Rostlöser wirkt ebenfalls Wunder!
Der Rostlöser kann auch gleich weiter für die Kreuzschlitzschrauben, welche die Scheiben zentrieren verwendet werden:
Zentrierschraube in der Bremsscheibe
Dreht man den Kopf der Schraube rund, wirds spaßig! Also sehr guten, passenden Kreuzschlitzdreher verwenden und mit eingeschaltetem Hirn arbeiten (Gut, ist bei den Bremsen eh ratsam).
Das Staubschutzblech im Hintergrund ist übrigens nicht verrostet, sondern von einem wilden Tier abgeknabbert worden….
Danach kann man sich daran versuchen, die Scheiben runter zu bekommen.
Es sind dazu immense Kräfte nötig!
Ein Weg ist es, die Bremsscheibe langsam zu drehen und von hinten mit einem schweren Hammer und maximalem Krafteinsatz gegen zu kloppen. Filigran ist anders…. Soll auch nicht gerade gut für die Radlager sein.
Eleganter ist da schon die Verwendung eines Drei-Arm-Abziehers:
Abzieher ungesichert
Gegen das Drehmoment stützt man ihn mit einem Kantholz ab und um die Radnabe zu schonen, legt man eine Stahlplatte drunter. Wenn man schlau ist, bindet man den Abzieher dann noch irgendwo am Auto (Feder, Stoßdämpfer, etc.) fest. Die Scheibe löst sich nämlich mit einem beeindruckenden Knall und der Abzieher fliegt durch die Gegend. Also Obacht!
Danach liegt die Radnabe frei und kann mit einer Drahtbürste und Schmirgelpapier etwas von Rost befreit werden:
Radnabe ohne Scheibe
Der Wagenheber im Hintergrund ist natürlich unbelastet und steht dort nur als Backup und für Notfälle! Der Wagen ruhte auf stabilen Achsständern.
Anschließend alles mit Neuteilen wieder zusammen werfen (immer wieder viel Bremsenreiniger verwenden!):
neue Bremsscheibe eingebaut
und fertig ist die Chose.
Auf der Anderen Seite ist es der identische Ablauf. Nur das man diesmal ein Band verwendet um den Abzieher zu fangen…
gesicherter Abzieher
Mit den alten Schieben baut man dann ein schönes Mobile oder setzt sie als „leicht gebraucht“ bei eBay rein:
alte Bremsscheiben

Drucksache III

Am vergangenen Wochenende ging es natürlich auch am Bug weiter. Auch wenn „weiter“ ein sehr strapazierter Begriff ist, wenn man Montags (Montag war frei, da ich die Nacht von Freitag auf Samstag in einem Streifenwagen verbracht habe [sehr unterhaltsam!]) mehr Baustellen hat, als noch am Samstag…
Auf dem Zettel stand der Wiedereinbau der Kupplungshydraulik ganz oben.
Vaddern hatte Bremsenmontagepaste besorgt. Die war auch dringend nötig. Ich glaube ohne ist es nicht möglich die Dichtungen auf die Kolben zu zerren:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 4
Anhand der alten Bilder habe ich versucht alle Gummidichtungen so zu positionieren, wie sie mir beim Ausbau entgegengepurzelt sind:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 5
„Versucht“….. doch dazu später mehr.
Der Geberzylinder war mittelschnell komplettiert.
Danach folgte der Kolben des Nehmerzylinders:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 7
Sahen hübsch aus die Beiden:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 11
Ein erster trockener Funktionstest zeigte auch gravierende Unterschiede zu vorher. Die jeweiligen Federn in den Zylindern bewegen nun lässig die Kolben zurück in ihre Ausgangsstellungen. Nice!
Also Ruck-die-Zuck eingebaut.
Der Nehmerzylinder wanderte wieder easy unter den Bug:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 12
Für den Kupplungsgeberzylinder hatte ich ja eine Modifikation geplant. Dort sollten asymmetrische Muttern eine spätere Demontage vereinfachen. Allerdings mussten die erstmal passende Gewinde bekommen:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 13
Der Einbau verlief anschließend in ca. einem Viertel der Zeit, die der Ausbau damals in Anspruch genommen hat.
Ich bin zufrieden. Wenigstens damit….
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 14
Anschließend folgte die obligatorische Entlüftung.
Unser MITYVAC Bremsenentlüfter suckelte wie wild am Entlüfternippel, aber nix passierte.
Als dann auch die klassische Methode des pumpens per Pedal nichts brachte, war Pferdegesicht angesagt. Dumm und lang…..
Also zähneknirschend alles wieder rückwärts ausgebaut um zu gucken, wo der Fehler liegt.
Natürlich scheint es der Geberzylinder zu sein.
Er baut einfach keinen Druck auf. Mann merkt wie der Kolben sich im innern bewegt, allerdings entweicht der Druck ins Reservoir (Bremsflüssigkeitsspiegel steigt beim treten).
Auch mit abgeschraubter Leitung kommt hinten aus dem Zylinder kein Tropfen raus:
Bond Bug Kupplungshydraulik Zusammenbau 15
Bitte schaut euch doch nochmal das zweite Bild von oben an. In dieser Anordnung habe ich die Teile dort eingebaut. Von rechts kommt der Pedaldruck und nach Links sollte die Flüssigkeit gepresst werden…
Vielleicht seht ihr ja direkt den Fehler, der sich eingeschlichen hat.
Ich vermute ganz stark, dass die geschüsselte Dichtung, die momentan ganz links sitzt, zwischen Feder und Kolben kommt….
Danke.

getrennt lebend

Gestern musste ich feststellen, dass die Kupplung am Opel Astra G der Besten von Allen durch zu sein scheint.
Wenn man mit eingelegtem Gang, angezogener Handbremse sowie laufendem Motor die Kupplung kommen lässt, läuft der Motor einfach weiter. Würgt man nicht ab.
Dank hydraulischer Kupplung, gibts da auch keine Nachstellmöglichkeit.
„Grand Malleur de la Kack“, wie mein Vater zu sagen pflegt.
Da besteht also akkuter Handlungsbedarf. Die Beste braucht den Wagen für die tägliche Fahrt in den Knast (sie hat nen Schlüssel für beides).
Schnelle Internetrecherche fördert Preise ab 500€ für den Kupplungstausch zu Tage…*aua*.
Ich würds ja selber machen, aber ich hatte mit Kupplungen noch nie was zu tun. Keine Ahnung wie das geht, keine Ahnung wo die Fallstricke lauern, keine Ahnung worauf ich achten muss, keine Ahnung was ich brauche….
Ich hab im Netz schon eine (sehr dürftige) Anleitung gefunden, wie man beim X16SZR (Motorbezeichnung) um den sonst wohl unausweichlichen Ausbau des Vorderachsträgers und Getriebes rum kommt.
Allerdings reicht mir das nicht um die Aufgabe anzugehen.
Es ist ein Jammertal.

Der Greifer

(Achtung, Strafverfolgungsbehörde: Ironie!)
Auch wenn Aktenzeichen XY-Ungelöst neuerdings anderes behauptet, so stellt unsere Familie doch eigenes Brennholz her. Allerdings verkaufen wir es nicht, sondern nutzen es um unsere eigenen Hintern in kalten Winternächten vor dem Kamin/Ofen zu wärmen.

Problematisch ist die Lage unserer Holzquelle. Rings um sind Wohnhäuser sowie öffentliche Straßen und es ist ein ziemlich steiler Hang. Da muss man schon mit einigen Tricks arbeiten, damit solche Kawenzmänner von Buchen
Greifzug 45
nicht in Nachbars Dachstuhl landen.
Lange Jahre wurschtelten wir als ambitionierte Hobbyholzfäller mit Flaschenzügen, Seilen und schrittweisem absägen der gefährlichsten Bäume. Der Grad der Eigengefährdung war teils leider immens.
Abhilfe brachte erst die beherzte Investition in einen Greifzug:
Greifzug 43
Er bewegt 3,2 Tonnen (+ Sicherheitsfaktor 5) in jeder Lage und in jedem Winkel. Damit könnten wir also auch Tobias Chrysler oder eine Hand voll Reliants Senkrecht eine Wand hoch ziehen um den Staub der Jahre raus rieseln zu lassen.
Bei Bäumen reicht es nun einfach den Zug an einem anderen Baum in gewünschter Fallrichtung zu befestigen
Greifzug 46
und das Stahlseil möglichst hoch im zu fällenden Baum zu befestigen. Fällspalt und Vorspannung des Baumes bringen ihn dann dazu, auch bergauf zu fallen. Auch wenn sich ein Baum in der Krone eines Anderen verfängt ist der Mehrzweckzug Gold wert. Da sind nun keine gefährlichen Experimente mit Leiter und Kettensäge mehr nötig. Im Zweifel zerreißt der Zug einfach die verhedderten Äste. Da kennt er keine Gnade.

Die Investition lege ich also jedem nahe, der regelmäßig selbst „ins Holz geht“ und dort nicht nur Weihnachtsbäume fällt!
Bei Interesse gibts hier ein schönes Video zur Funktionsweise.