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20 Jahre ostdeutscher Berufswunsch

Auch von mir, liebe Republik, alles Gute nachträglich zur Wiedervereinigung!
In zwanzig Jahren kaufen wir auch Ostpreußen zurück….
Und zur Feier des Tages ein kleines Liedchen:

Wenn die Musi spielt

Schon vor langer Zeit hat mir mein treuer Studentop-Kriegskamerad Heiko zwei alte Autoradios mitgegeben, damit ich sie mal teste.
Das Eine war ein originales Nadelstreifen Becker Mexico Cassette:
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Das Andere war ein Philips Grand Prix:
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Leider hatte ich keine alte Box mehr bei mir im Keller. Daher zog sich die Sache etwas hin. Letzten Donnerstag entdeckte ich allerdings bei Mehl & Goof zwei kleine Lautsprecher, welche ich mir auch freundlicherweise ausborgen durfte.
Also schnell zum Versuchsaufbau.
In unserem Elektrokabelfundus fand sich sogar noch ein passendes Lautsprecherkabel:
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Also fix mit dem Lötkolben getanzt und den Trafo angeschlossen:
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Und siehe da: Es lebt!
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Da ich keine Antenne hatte, konnte ich den Radio-Teil nur insoweit testen, als dass es beim Dreh am Einstellknopf unterschiedlich rauschte. Allerdings fand ich noch eine Kassette aus meiner frühen Jugend, welche fröhlich aus dem Radio trällerte. Ich hab davon auch nen Video gedreht, allerdings ist mir die Musik zu peinlich, um es hier zu veröffentlichen….
Mal sehen, was Heiko nun damit vor hat. Ihm fehlt leider der passende Oldtimer zum Radio.
Bei dem Philips hingegen, bin ich nicht weiter gekommen. Das hat irgendwelche komischen Boxenanschlüsse, die ich nicht kenne:
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Sagt einem von euch das Format was?
Da ich den Versuchsaufbau eh schon mal da hatte, habe ich auch gleich unseren heimischen Autoradio-Fundus durchgetestet:
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Lüppen auch alle. Sehr schön!

Bremsen fetten

Am Wochenende hatte ich noch ein wenig Luft nach der Ausgleichsbehältermontage und hab den schon halbfertigen Abschmierdienst zu Ende geführt.
Es standen noch die beiden Schmiernippel am Vorderrad an. Die versorgen den Achsschenkelbolzen und dessen Nadellager mit Schmierstoff.
Den abzuschmieren ist immer ein wenig aufwendiger, da man dabei UNBEDINGT (!!) die Bremstrommel abnehmen muss.
Warum? Erkläre ich euch gleich.
Also als erstes Rad runter und Bremsnachsteller zurück gedreht. Anders geht die Trommel nicht ab:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst7
Bremsbeläge sehen noch gut aus. Auch sonst alles Tip-Top.
Ich hab bei der Gelegenheit auch die Kappe von der Radnabe abgenommen:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst8
Gut voll und nicht verschmutzt. So lobe ich mir das!
Ein wenig neues Fett gabs trotzdem.
Nun konnte ich an die eigentliche Aufgabe gehen: Das abschmieren des Achsschenkelbolzens.
Dabei muss man immer ein Auge auf dessen offene Enden haben:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst10
Das überschüssige Fett drückt sich nämlich nicht nur außen gut sichtbar aus dem Aschschenkel am A-Frame, sondern auch innerhalb der Bremstrommel raus!
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst11
Nimmt man die Trommel für den Abschmierdienst nicht ab, macht man das zwei-drei mal und schon schwimmen die vorderen Bremsbeläge im Fett…
Was das für die Bremswirkung bedeutet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder?
Also immer schön abnehmen und abwischen.
Da ich da unten schon mal rum lag, habe ich auch gleich einen Blick auf den Fett-Füllstand des Lenkgetriebes geworfen.
Noch Rand-voll und auch schön klar:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst12
Alles sehr zufriedenstellend.

Keep Cool VIII

Der Ausgleichsbehälter aus dem Mitsubishi Colt hat nun auch seine finale Einbauposition gefunden.
Vaddern hatte in unserem Winkelfundus ein annähernd passendes Stück Metall gefunden. Dank Schleifstein und Schlosserfeile passte der Winkel auch kurze Zeit später perfekt in die Führung:
Reliant Rialto Ausgleichsbehälter finale Montage1
Als Anschraubpunkt ergab sich leider nur die Schraube des Minus-Pols.
Dafür musste ich den Winkel dann noch ein wenig aussparen:
Reliant Rialto Ausgleichsbehälter finale Montage2
Schnell noch angeschliffen und schwarz lackiert, sieht das ganze sogar recht professionell aus:
Reliant Rialto Ausgleichsbehälter finale Montage5
Ist jetzt halt geerdet. Tut ihm auch nix.
Da der Behälter auch auf dem Boden aufsteht, lastet kaum Zug auf der Schraube. Die hindert ihn nur am umkippen.
Dadurch, dass der Behälter unten spitz zu läuft, ist das Ablaufloch dort drunter auch noch frei, so dass das Regenwasser ungehindert raus kann. Auch Wartungstechnisch ist es eine gute Lösung, da ich ihn einfach nach oben vom Winkel abziehen kann, sollte das mal nötig sein.
Ich bin rund um zufrieden.

Chrysler 300 Zen

Am Samstag haben mein Bruder und ich ein wenig buddhistische Meditationsübungen am Hurst vorgenommen.
Dies war nötig, weil Tobias ihn vor einiger Zeit vom Wagenheber geschubst hatte und die Ölleitungen zwischen Getriebe und Kühler sich davon tief beeindruckt zeigten:
Chrysler 300 Hurst Ölleitungstausch14
In dem meinem Bruder eigenen Originalitätsstreben, hatte er dann in den Staaten einen Satz Edelstahl-Ersatzleitungen geordert, welcher nach original Spezifikationen gefertigt sein sollte. Der Relativsatz beißt euch, oder?
Doch von Anfang an:
Um ca. 12 Uhr rollten wir den Hurst von seinem Stellplatz in der Tiefgarage:
Chrysler 300 Hurst Ölleitungstausch13
(Hinten seht ihr übrigens die schon angesprochenen „Ho-Chi-Min“-Trecker-Reifen)
Dann gings an den Ausbau. Damit uns die ganze Suppe nicht in den Keller läuft, wurde kurzerhand einer auf Heavy Metal gemacht:
Chrysler 300 Hurst Ölleitungstausch17
Die abgesäbelten Griffel kamen mit Kabelbindern über die Enden der Schraubverbindungen:
Chrysler 300 Hurst Ölleitungstausch21
Die Verbindungen gingen überraschend leicht auf. Kein Vergleich zu dem Kampf, den ich mit Sir Edwards alten Bremsleitungen geführt habe.
Die alten Leitungen unter dem Wagen weg zu bekommen, hat seine Zeit gedauert. Die Leitungen hängen da nämlich nicht einfach so drunter, nein, sie verlaufen Kreuz und quer über irgendwelche Träger, führen in Bögen um Baugruppen und waren aneinender geklipst. Das war wie ein überdimensionales Knotenspiel…
Im ausgebauten Zustand konnten wir sie dann zum ersten mal neben die US-Repros legen:
Chrysler 300 Hurst Ölleitungstausch25
Die Bögen und Knicke waren tatsächlich an ähnlichen Stellen und hatten auch ähnliche Dimensionen.
Das „ähnlich“ hat uns dann bis nach 23 Uhr aufgehalten……
Was ein Dreck!
Die Dinger passten hinten und vorne nicht.
Und versucht mal Edelstahlleitungen von Hand zu biegen! Da drückt ihr nur nen Köttel in die Buxe und sonst passiert nix!
Was hat Tobias geflucht… Ich hingegen habe mich in meditativer Resignation geübt.
Letztere war auch die einzige Lösungsmöglichkeit: Einfach das meditative Element der fruchtarmen Biegeversuche erkennen und weiter machen.
Die (zum wiederholten mal) vorbeikommenden Passanten bedachten uns schon mit mitleidigen Bemerkungen.
Irgendwann hatten wir die Leitungen dann soweit, dass sie nirgendswo scheuerten und auch auf ihren Anschlüssen annähernd gerade saßen.
Eine abschließende Proberunde hinterließ keine Öltropfen.
Mal sehen, ob es auch dauerhaft dicht ist.

Als Lektion nehme ich mit, dass ich NIEMALS Edelstahlleitungen irgendwo am Kfz verbauen werde! Mit Kunifer-Leitungen wäre der Drops nach maximal 3 Stunden gelutscht gewesen.