Archiv der Kategorie: Digitales

Frohe Weihnachten

Auch euch, lieben Lesern, wünschen die Rote Lola, der Bug, King Kong, Sir Edward, die Moffa und ich frohe Weihnachten:
PC220529

Ich werde heute noch ein wenig weiter am Bug arbeiten. Es geht voran! Hoffentlich lässt sich die bucklige Verwandschaft Zeit, bis sie eintrudelt. Vaddern meinte ich müsse den Overall ausziehen, wenn die hier sind…

Lasst euch reich beschenken und genießt die Zeit im Kreis eurer Lieben!

Opel-Teile und die Waffen-SS bei Aldi-Süd

Mit neuem Telefon steht mir nun auch die wunderbare Welt der „Apps“ offen.
Da gibt es herrlich sinnlosen Krams.
Eher aus Langeweile habe ich mal eine App ausprobiert, welche die Kamera des Telefons in einen Barcode-Scanner umfunktioniert.
Das Ergebnis war erstaunlich!
Man ahnt ja gar nicht, was Aldi-Süd alles im Programm hat!
Hinter der 3,5%igen H-Milch verbirgt sich z.B. ein „Opel Omega B Wischermotor Vorne (39,99€)“:
Barcode-Scanner 3
Bedenklich finde ich hingegen, dass sich hinter den kindgerechten Doppelkeksen die „Waffen-SS Uniforms in colour photographs… (15,95€)“ verbergen:
Barcode-Scanner 4
Wenn ihr also demnächst jemanden schallend lachend durch den Aldi laufen seht, wundert euch nicht.
Manchmal sind es die einfachen Sachen, die glücklich machen….

Das herausfordernde Handy

Eine Konstante meines Lebens scheint zu sein, dass ich mir immer ein neues Mobiltelefon zulege, wenn ich längere Zeit nicht zuhause bin…. Als ich anfing zu studieren, legte ich mir das selige Ericsson R380 zu. Nach meinem Wechsel nach Osnabrück erhielt ein XDA I Einzug. Zeitnah zu einem Praktikum bei der Umicore folgte ein Motorola MpX 220 und während meiner Zeit an der afghanischen Botschaft kam mein letztes Telefon, ein Qtek 8500 hinzu.
Psychologisch sicherlich interessant.
Aber heute nicht unser Thema.
Voller jugendlichem Leichtsinn habe ich vor knapp einem Jahr über das Qtek 8500 behauptet:
„Mehr Telefon braucht eigentlich kein Mensch.“
Nun ja, wie wir aber alle wissen beginnt mit „eigentlich“ immer eine Lüge. Schließlich war der Führer auch „eigentlich“ nen netter Kerl…

In letzter Zeit häuften sich die Zipperlein mit meinem alten Telefon doch schon. Es ging spontan aus (Wackelkontakt), das Kameraglas hat einen Sprung (nicht das ich sie noch benutzen würde…) und nachdem ich Töffel im dunklen Zimmer gegen einen Sessel gelaufen bin, zeigte das Außendisplay nur noch schillernde Farben im modischen Stern-Design an…
Als habe ich mich auf die Suche nach Ersatz gemacht.
Nachdem mir meine Kamera so liebliche Dienste leistet, sollte es nun als Klingelknochen auch was robustes sein.
Muttis Jüngster ist halt einfach zu schluderig mit seinen Spielsachen.
Outdoor“ ist daher das das passende Stichwort.
Diese ganzen Baustellentelefone mit minimalem Funktionsumfang schieden schon am Anfang aus.
E-Mails, Kalender und Kontakte will ich synchron mit meinem PC haben. Ist zwingend. Sonst bin ich nackt.
In die nähere Auswahl kam daher zunächst das i-mate 810-F.
Todes robust (erfüllt den US-Militär-Standard MIL-STD-810) und lebenslange Garantie. Klingt brauchbar.
Allerdings läuft das i-mate 810-F mit Windows Mobile 6.1….
Als geläuterter Ubuntu-Linux-Nutzer konnte ich mich ja nun nicht sehenden Auges wieder in die Fänge von Microsoft begeben.
Außerdem ist die Zusammenarbeit von Windows Mobile und Ubuntu momentan noch recht problematisch, was den Datentransfer an geht.
Damit war das i-mate auch raus.
Als einzige Alternative blieb dann noch das Motorola Defy mit Android 2.1-Betriebssystem:

Es hat durchweg gute Kritiken eingeheimst und kommt wenigstens mit einer IP67-Zertifizierung.
The Phonehouse hat ein paar hübsch anschauliche Tests mit dem Defy unternommen.
Sie gipfeln in einer Belastungsprobe mit der Elefantendame Kanaudi:
http://www.youtube.com/watch?v=NsuvPDXhpdI
Das Display ist danach zwar eher abstrakte Kunst, aber es funktioniert noch tadellos.
Damit sollte ich also gegen reichlich Sessel laufen können. Nice. Und dank „Gorilla Glas“ dürften auch Schraubenschlüssel in der Hosentasche keinen Einfluss auf das Display haben.
Vollends überzeugt hat es mich, als ich gesehen habe, dass es mit der neuen „Google Mobile Navigation„-Software kommt:

Perverse Scheiße! Mittlerweile hab ich es auch schon getestet und kann sagen, dass die deutsche Version genau so gut funktioniert, wie die im Video angesprochene englische. Damit bin ich auch unerreichbar für TomTom und Konsorten.

Allerdings bedeutete dieses Telefon auch einen radikalen Einschnitt in meiner bisherigen Beziehung zu Mobilfunkanbietern.
Seit 1995 war ich ununterbrochener pre-Paid-Nutzer. Die Telekom dürfte knappe 7,68€ in dieser Zeit an mir verdient haben. Weder telefoniere ich, noch schreibe ich SMS. Alles Schnick Schnack.
Jedoch ist so ein moderner Smartföhn ohne Internetflat nahezu witzlos.
Klar gibts auch pre-Paid-Internet-Tarife, aber das rechnet sich ja alles nicht. Zumal ich dann ja auch noch das Telefon zu 100% selbst bezahlen müsste. Also Tarife vergleichen. Freiminuten und SMS brauche ich nicht. Nur Internet pur, aber dafür unbegrenzt.
Das einzig attraktive Angebot fand ich bei BASE. Dort gibts für 10€ pro Monat 250MB mit bis zu 7,2 MBit/s, danach nur noch GPRS-Geschwindigkeit (max. 56 kbit/s). Ansonsten keine Limits. Minute/SMS kosten 0,19€ in alle Netze. Keine sonstigen Kosten und 24 Monate Laufzeit. eteleon.de packte mir dann freundlicherweise für eine Zuzahlung von ca. 125€ das Defy mit dazu. Macht für 24 Monate 365€. Das ist quasi der nackte Telefon-Preis. Also hab ich ne Internet-Flat gratis…. Da müsste die schreiende Lederhose sich schon anstrengen, um da nen vergleichbares Angebot auf die Waderl zu stellen.

Das soll für den Einstieg erstmal reichen. Die Tage gibts mehr.

Eh die Frage kommt: Nee, Telefonnummer bleibt gleich (hoffentlich). Hab nen Antrag auf Portierung gestellt.

sPlan unter Ubuntu

Schon wieder Computer-Krams….
In der Vorbereitungsphase für die anstehenden Arbeiten am Bug will ich den aktuell noch prähistorischen Schaltplan genauso aufbereiten wie den vom Rialto.
Programm der Wahl ist sPlan.

Einfach in der Bedienung und ausreichend umfassende Bauteilbibliothek.
Leider ist das Programm nur für Windows ausgelegt.
Unter Linux bedarf es ein paar kleiner Kniffe und Tricks, damit es läuft.
Da ich im Netz keine auf Anhieb lüppende Anleitung gefunden habe, hier mal eine kurze Hilfestellung zur Nachahmung:

Wenn ihr einfach die setup.exe mit wine über das gemountete CD-Laufwerk oder das gemountete Image (z.B. mit Furious ISO Mount) ausführt läuft zwar die Installation ab, aber am Ende bekommt ihr eine Fehlermeldung, nach der die Installation nicht korrekt abgeschlossen werden konnte.
Startet man dann sPlan trotzdem gibts dort direkt auch eine Fehlermeldung (Initialisierungsfehler) und es schließt sich direkt wieder.
Gerüchten zufolge, ist dies auf eine nonchalante Programmierung des Installers zurückzuführen. Er muss von einem eigenen Laufwerk gestartet werden, Mountpoints versteht er nicht. Wine bietet jedoch die Möglichkeit Mointpoints auf virtuelle Laufwerke zu binden. Dazu starten wir das Programm winecfg per Konsole oder per Anwendungen -> Wine -> Konfiguriere Wine und legen ein solches Mapping für unser CD-Laufwerk/Image an:
In dem Konfigurationsfenster wechselt man zu dem Reiter Laufwerke. Dort fügen wir einen beliebigen Laufwerksbuchstaben hinzu. Unter Pfad geben wir nun das Verzeichnis an, in dem die setup.exe von sPlan liegt. Im Falle eines gemounteten Images wäre das zum Beispiel: /home/benutzername/IMAGE_img . Achtet auf die Groß- und Kleinschreibung! Danach klickt ihr noch auf Zeige Erweitert und wählt dort als Typ CD-ROM aus. Keine Ahnung warum, aber ansonsten frisst der Installer das nicht…
Danach speichert ihr die ganze Chose und installiert sPlan über das Setup.
Jetzt dürfte keine Fehlermeldung mehr auftauchen. Weder bei der Installation noch im späteren Betrieb….

Die Demo läuft übrigens ohne diese Frickelei.

Too many Secrets

Am Rande des Seminars „eJustice – Elektronische Gerichtskommunikation und IT-Sicherheit in der Praxis„, welches ich u.a. gerade hier in Speyer besuche kam die Sprache auch auf sichere Passwörter und deren Aufbewahrung.
Das nehme ich mal zum Anlass für einen missionarischen Exkurs:

Ein sicheres Passwort sieht z.B. so aus: „/kzEB^TL_NhAq#{X415-3TK%{
Sowas kann sich aber kein Mensch merken oder auch nur vertippsicher eingeben.
Ein halbwegs sicheres Passwort steht in keinem Wörterbuch und ergibt auch bei näherer Betrachtung keinen Sinn. Solch ein Passwort baut man am besten aus einem Satz, den man sich gut merken kann. Beispielsatz: „Unser Hund Todmacher hat einen 6cm langen Schwanz.“; entsprechendes Passwort: „UHThe6cmlS
Wenn man will kann man das auch noch um Leerzeichen und den Punkt ergänzen.
Verwendet man dieses Passwort nun aber als Universalpasswort (weil man es sich ja so gut merken kann…) ist der Sicherheitsvorteil auch wieder hin.
Schließlich kann man sich nie sicher sein, dass die kleine online-shopping-Klitsche, bei der man vor 3 Jahren sich mal nen Account angelegt hat, jetzt wo sie pleite ist, nicht den gesamten Datenbestand samt Passwörter für drei Won an einen Nord-Koreanischen Internetpiratenverein (e.V.) vertickt.
Also muss man da auch wieder ne Lösung finden.
Für jeden Laden einen eigenen Satz bauen?
Oder Variationen ein und des selben Satzes?
Beides nicht wirklich praktikabel. Variationen sind immer unsicher und merken kann man sich das auch alles nicht.
Das böse Wort „aufschreiben“ will ich hier erst gar nicht hören!
Abhilfe schafft in diesem Fall ein sogenannter „Password-Safe„.
Das ist eine Datenbank, in der man seine Passwörter speichert und bei Bedarf nachschauen kann.
Die meisten dieser Programme haben auch eine Funktion um sichere Passwörter zu generieren und eine Copy&Paste Möglichkeit zum einfügen der Benutzernamen und Passwörter.
Als (immer noch begeisterter) Ubuntu-Linux-User verwende ich zum Beispiel das Open-Source-Multi-Plattform-Programm „KeePass
Die Bedienung ist intuitiv und sehr komfortabel. Alles schön übersichtlich, bunt und knuffig:

Es gibt natürlich auch eine deutsche Version.
Den Passwort-Manager sichert man dann mit dem obigen Passwort, welches man sich aus einem Satz gebastelt hat. Sicher ist die Laube…