Der Ausgleichsbehälter aus dem Mitsubishi Colt hat nun auch seine finale Einbauposition gefunden.
Vaddern hatte in unserem Winkelfundus ein annähernd passendes Stück Metall gefunden. Dank Schleifstein und Schlosserfeile passte der Winkel auch kurze Zeit später perfekt in die Führung:

Als Anschraubpunkt ergab sich leider nur die Schraube des Minus-Pols.
Dafür musste ich den Winkel dann noch ein wenig aussparen:

Schnell noch angeschliffen und schwarz lackiert, sieht das ganze sogar recht professionell aus:

Ist jetzt halt geerdet. Tut ihm auch nix.
Da der Behälter auch auf dem Boden aufsteht, lastet kaum Zug auf der Schraube. Die hindert ihn nur am umkippen.
Dadurch, dass der Behälter unten spitz zu läuft, ist das Ablaufloch dort drunter auch noch frei, so dass das Regenwasser ungehindert raus kann. Auch Wartungstechnisch ist es eine gute Lösung, da ich ihn einfach nach oben vom Winkel abziehen kann, sollte das mal nötig sein.
Ich bin rund um zufrieden.
Kategoriearchiv: Reliant Rialto
Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.
Keep Cool VII
Ich hab die gestrigen Abendstunden mal dazu genutzt, den Ausgleichsbehälter des Mitsubishi Colts provisorisch in Sir Edward zu fricken.
Als erstes musste dazu die Haltenase an der Unterseite ab, damit er überhaupt unter die Motorhaube passt:

Natürlich haben die kleinen Japaner da ner Vertiefung eingegossen, die jetzt zum Loch wurde:

Da half aber mein neuer Freund Pattex Powerknete Repair Express:

Schnell zwei kleine Kügelchen draus geformt, eines von innen mit einem Stöckchen in das Loch gedrückt:

und das Zweite von Außen mit der austretenden Masse verknetet:

Das sollte dauerhaft dicht sein.
Danach kam der Behälter provisorisch mit Kabelbindern in den Motorraum:

Den Überlaufschlauch, der früher einfach auf die Gasse führte, konnte ich an den Behälter anschließen. Einfaches Plug & Play.
Danach habe ich den Kühler randvoll gefühlt.
Anfangs war der Überlaufschlauch noch abgeknickt:

Nachdem aber der Motor heute Morgen aber auf Betriebstemperatur war, hat sich der Knick verflüchtigt:

Lässt sich auch astrein durch pusten.
In der heutigen Mittagshitze (ca. 25°C) bin ich dann mal auf dem Heimweg auf der Bahn ein wenig mit forciertem Tempo unterwegs gewesen, um die Temperatur hoch zu treiben. Weiter als knapp über „Mitte“ bin ich aber nicht gekommen:

Das Ergebnis war ist um so verwirrender….
Das Wasser hat sich (zum Teil) verflüchtigt:

Aber im Ausgleichsbehälter is nix angekommen!
Keine Ahnung, wo das hin ist!
Meine Hoffnung ist, dass vorher noch Luftblasen im System waren, die sich nun in den Ausgleichsbehälter verzogen haben und daher der Wasserstand gesunken ist, statt zu steigen.
Ich hab jetzt nochmal den Kühler voll gemacht. Mal sehen, ob auf der Heimfahrt morgen da was raus drückt.
Ich erzähle mir ja schon selbst wieder Horrorgeschichten von gerissenen Zylinderkopfdichtungen und so…
Aber es findet sich weder (sichtbarer) Wasserdampf in den Abgasen, noch Wasser im Öl (oder umgekehrt).
Keep Cool VI
Da ich für den Heckscheibenwischer vom Astra der Besten ja eh zum Schrott musste, hab ich mich auch gleich mal nach passenden Ausgleichsbehältern für Sir Edward umgesehen. Den will ich ja auf ein druckloses Ausgleichssystem umrüsten (Was übrigens so lüppt, wie ich mir das schon zusammengereimt habe.)
War mal wieder ein interessanter Streifzug. Diesmal war ich bei der Autoverwertung „Flebbe„.
Wesentlich netterer Laden, als „Flatau“ in Osnabrück.
Es gab allerdings auch traurige Opfer der Abwrackprämie zu sehen. So wie diesen W123:

Der Chrom sah noch ganz gut aus. Auch die Polster im Innenraum sahen sauber aus. Leider hat irgend ein Pansen die Beifahrerscheibe runtergekurbelt gelassen. Daher wars ein wenig feucht im Innenraum. Ich hab sie jetzt (bis auf einen kleinen Lüftungsschlitz) hoch gekurbelt. Muss ja alles seine Ordnung haben….
Mein Ausgleichsbehälterjagd war allerdings auch erfolgreich.
Ich musste zwar alle Autos durchwühlen, bis ich endlich zwei relativ kleine Ausgleichsbehälter gefunden hatte (die Anderen waren so groß wie Sir Edwards Benzintank), aber Hauptsache das Ergebnis stimmt.
„Japan“ ist übrigens das Stichwort. Da is alles klein. Auch die Ausgleichsbehälter.
Dieser Toyota (eine Typenbezeichnung konnte ich leider nicht finden. Ist ein mir unbekannter Zweitürer mit kurzem Stufheck und „hohen“ Limousinen-Dach):

lieferte einen schön schmalen und langen Ausgleichsbehälter:

Von diesem Mitsubishi Colt (CJ0):

hab ich noch einen kleinen, spitz zulaufenden Behälter mitgebracht.
Die beiden Behälter haben mich zusammen nen EU-Heiermann gekostet. Fairer Preis.
Der Colt-Behälter würde gut an den (bisher freien und in späteren Baujahren auch für den Ausgleichsbehälter benutzten) Platz vor der Batterie passen:

Allerdings ist er momentan noch ein Stückchen zu hoch. Vielleicht passt er, wenn ich den Haltezapfen an seinem Boden absäbele.
Der Behälter hätte den Vorteil, dass er ein gutes Stück höher als der Kühler sitzen würde und daher die Luft aus dem System sich dort verflüchtigen könnte (Ok, der Wärmetauscher wäre immer noch höher…).
Der längliche Toyota-Behälter passt haargenau an eine freie Stelle neben der Zündspule:

Auch sexy. Zumal er auch wesentlich mehr Füllvolumen haben dürfte als der vom Colt.
Mal sehen, mal sehen.
Ich tendiere aber zu dem vom Colt. Die Montageposition spricht klar für ihn.
Natürlich gabs (für ebenfalls einen Heiermann) auch nen Scheibenwischerarm für den Astra.
Alle Beteiligten also zufrieden.
Keep Cool V
Nach langer Zeit geht es endlich auch mal an der Kühler-Front weiter.
Die kleinen Chinesen hatten mir ja einen Kühlerverschluss mit (für Sir Edward) zu hohem Öffnungsdruck geliefert.
Der original Deckel öffnet schon bei 7 psi (0,5 bar), der von den Chinesen erst bei 15 psi (1,1 bar). Den Druck von 1,1 bar soll aber der Motor nicht aushalten können. Die Zylinderkopfdichtung soll dann reißen und auch die Wasserpumpe soll inkontinent werden. Alles Dinge, die ich mir ersparen wollte.
Leider waren Sir Edwards Original und das Chinesen-Teil auch unterschiedlich groß:

Der China-Verschluss hat die Maße:
Deckel Durchmesser: 46mm
Teller Durchmesser: 29mm
Gesamthöhe: 22mm
Plug & Play fiel also aus.
Daher meine Suche nach einem alternativen Deckel, bzw. der Möglichkeit ihn um zu bauen.
Der lokale Kühlerbauer war meine erste Anlaufstelle. Umbauen schloss er aus. Dachte ich mir auch schon. Leider fand er auch im Lager keinen passenden anderen Deckel.
Also mal wieder das Internet bemühen.
Im Katalog der Firma Kühler-Willems fand ich einen Deckel (Art.-Nummer: 75/027), der mit seinen Maßen, exakt denen des China-Teils entsprach. Leider stand da aber als Öffnungsdruck 1,5 bar neben. Da sie aber am Ende des Kataloges versprechen, noch viele andere Deckel auf Lager zu haben, hab ich da einfach mal eine E-Mail hingeschrieben.
Der Kontakt war schnell und nett. Sie hätten leider keinen Deckel in dem Maß da, der bei 0,5 bar öffnen würde. Allerdings einen, der bei 0,6 bar öffnet….
Dieses 0,1 bar mehr wird der Motor sicherlich verkraften. Es ist auch eine gute Reserve, wenn die Feder im Laufe der Jahre etwas ermüdet. Also bestellt. Preis war 14,99€ incl. Versand und Mwst.. Finde ich fair.
Gestern kam er dann an:

Im Vordergrund China, im Hintergrund neuer Deckel.
Auf dem neuen Verschluss steht noch klein eingeprägt „MOTORAD“. Beim Hersteller findet sich dann auch noch ein Bild vom Deckel (unten links).
Klingt nach nem guten Markenprodukt. Schick, schick.
Erwartungsgemäß passt er auch haargenau. Einen ersten Drucktest (Kühler mit Wasser gefüllt, auf den Kopf gestellt und per Lunge kräftig Druck über den Auslass aufgebaut) hat er auch absolut dicht überstanden.
Nun kann ich es kaum erwarten, ihn zu verbauen!
Ich hab mir auch schon was bezüglich eines Ausgleichstanks überlegt. Vielleicht könnt ihr mir sagen, ob das Humbug ist, oder nicht:
Dieser Verschluss öffnet bei Überdruck und lässt Kühlwasser raus. Klar. Habe ich ja schon oft genug erlebt. Kühlt der Motor aber später wieder ab, muss er ja wieder Luft rein lassen. Ansonsten würde doch ein Unterdruck im System herrschen, welcher sogar größer als der zulässige Überdruck sein könnte (mögliche Schäden siehe oben). Man würde dann den Kühlerverschluss auch evtl. nicht mehr auf bekommen (siehe Magdeburger Halbkugeln).
Diesen Umstand könnte man sich doch zunutze machen und einfach einen Schlauch an den Überlauf hängen, welcher in ein halb gefülltes Gefäß mündet. Dehnt sich das Wasser nun durch Erwärmung aus, drückt es Luft bzw. Kühlwasser in den Tank. Dort kann die überschüssige Luft bzw. Kühlwasser durch einen drucklosen Verschluss entweichen. Bei Abkühlung saugt dann der Unterdruck das überflüssige Wasser wieder zurück in den Kühler und Luft strömt in den Tank durch den Verschluss. Lüppt das oder ist das nur mein Wunschdenken?
Wenn ich das richtig gesehen habe, haben verschiedene andere Fahrzeuge solch ein System (z.B. Tobias Chrysler 300 Hurst).
Aber warum gibts dann Überlaufbehälter die mit Systemdruck arbeiten? Welchen Vorteil hat das?
Volkssport
Vor längerem bin ich über eine ganz spezielle Art von Reliant Rialtos gestolpert.
Nämlich die Reliant Zoe Z3000/ST:
Diese Rialtos wurden 1986 für den amerikanischen Markt gebaut um dort verschiedene Rallyes (!!) zu bestreiten.
Auffälligste Modifikation ist die extra breite Hinterachse mit den riesigen Kotflügeln.
Gerüchten zufolge sollen nur fünf Stück produziert worden sein, welche mit Elektro- oder Hybridantrieben aufwarteten.
Einer dieser Wagen hat schon vor Jahren seinen Weg nach Holland gefunden:


Das Fahrverhalten stelle ich mir sehr…öhhh…interessant vor!
Die Firma (Zoetrans), die diese Fahrzeuge umgebaut hat, wollte übrigens auch die normalen Rialtos in den Staaten vertreiben:


In den USA hätten sie auch als Motorräder gegolten und daher auch nicht den Zulassungsbestimmungen für PKWs unterlegen. Das der Amerikaner an sich, nicht gerade ein Freund der Leichtbauweise von Fahrzeugen ist und auch der Komfort der Rialtos nicht ganz oben im Lastenheft stand, dürfte nicht wirklich zu einer Chance auf dem Markt geführt haben.
Allerdings gibts auch heute noch Wahnsinnige, die ihren Reliants zu mehr sportlicher Performance verhelfen wollen.
Zum Beispiel mit einem Eaton M24 supercharger:


