Kategoriearchiv: Reliant Rialto

Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.

Ma‘ kennt sisch, ma hilft sisch

Dieses köllsche Motto gilt natürlich auch unter Altblechfreunden und da ich eh ein Verfechter der Nächstenliebe bin, war ich gerne bereit Axel eine Kopie der Papiere von Sir Edward für die Zulassung seines Bond Bugs zu überlassen, als er mich vor einiger Zeit danach fragte.
Normalerweise nützen die Papiere einem wenig, da der Bug ja einen 700 bzw. 750 ccm Motor hat. Allerdings ist der Umbau auf die späteren 850 ccm Motoren eine beliebte Modifikation und funktioniert nahezu „plug & play“. Solch einen Umbau hat auch Axels Bug hinter sich.
Besonders erfreut war ich, als er mir wenig später zum Dank für meine Hilfe eine DVD mit zwei Reliant-Dokumentationen schickte.
Auf der DVD war zum einen die BBC-Dokumentation „Trouble at the Top“, in der gezeigt wird, wie der ehemalige Jaguar Manager Jonathan Heynes im April 1996 Reliant nach dem Konkurs kauft und bis Weihnachten 1996 wieder in die Gewinnzone bringt.
Außerdem enthielt sie noch „The Car’s the star – Reliant“:
Teil I:

http://www.youtube.com/watch?v=EW6JTXrf0v4

Teil II:

http://www.youtube.com/watch?v=CsUJpojwGsQ

Herzlichen Dank!

Frohe Weihnachten

Auch euch, lieben Lesern, wünschen die Rote Lola, der Bug, King Kong, Sir Edward, die Moffa und ich frohe Weihnachten:
PC220529

Ich werde heute noch ein wenig weiter am Bug arbeiten. Es geht voran! Hoffentlich lässt sich die bucklige Verwandschaft Zeit, bis sie eintrudelt. Vaddern meinte ich müsse den Overall ausziehen, wenn die hier sind…

Lasst euch reich beschenken und genießt die Zeit im Kreis eurer Lieben!

Winterschlaf

So, heute hab ich die letzte Fahrt mit Sir Edward unternommen.
Einmal noch zum Amtsgericht nach Bersenbrück und zurück.
Ab nächster Woche bin ich ja, wie angedroht, an die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften abberufen. Juristen-Land-Verschickung quasi.

Nach der Fahrt habe ich eine Runde CASTROL FUEL PROTECT spendiert und voll getankt.
Mal sehen, wie er im Frühjahr anspringt.
Mein Fahrtenbuch verbucht für 2010 ganze 4605 Meilen (7411 km). Für diese Strecke hat Sir Edward sich 366 Liter Sprit genehmigt. Das macht entspannte 4,94 Liter auf 100km.
Auch Steuern (210€ fürs ganze Jahr) und Versicherung (160€ für TK) sind sehr erträglich.
An zwingenden Ersatzteilen schlägt nur der vordere Simmerring zu buche. Das dürfte sich im 5-€-Bereich bewegen. Alles Andere (Fächerkrümmer, 123-ignition) war ja nur Spielerei, eigene Faulheit oder normaler Wartungsaufwand.
Einen Käfer kann man sicherlich nicht billiger bewegen.
Ich kann daher nur betonen, wie sehr sich ein Reliant doch für den Einstieg ins Oldtimer-Hobby eignet!
Selbst ein blutiger Anfänger wie ich kommt für schmale Mark mit ihm klar und alle Arbeiten bewegen sich auf einfachem Hobbyniveau. Dank verzinktem Rahmen und GFK-Karosse ist der Angstgegner des Anfängers „Rost“ kein Problem.
Eine Entscheidung, wie ich sie nicht besser hätte treffen können.

Der Plan fürs nächste Jahr ist, den Bond Bug endlich auf die Straße zu bekommen. Sobald der dann läuft, kann ich Sir Edward mit dem neuen China-Kühler ausstatten, der Kardanwelle neue Kreuzgelenke spendieren und den Simmerring am Getriebe sowie dessen Übergang zum Motorblock neu abdichten. Das hat dann alles Zeit. Spricht ja schließlich nix dagegen, den Bug im (trockenen) Alltag einzusetzen….

Platz ist in der kleinsten Hütte

Sollte jemand von euch mal mit dem Gedanken spielen sich einen Rialto zu kaufen und diesen nicht auf eigener Achse überführen wollen, so ist ein Trailer nicht die einzige Transportoption.
Auch ein Mercedes-Benz Sprinter eignet sich:

Phil aus dem R3W-Forum hat so einen Rialto geborgen für sein Pick-Up-Projekt.

An dem Wagen zeigt sich auch mal wieder, warum GFK so ein ideales Material ist und warum sie von Reliant damals als ideale Laternenparker beworben wurden.
So sah er vorher innen aus:

Und so nach ein wenig ausräumen und Unkraut jäten:

Ein Metall-Auto wäre ein zu einem Häufchen Rost zerkrümelt.

Bremsen fetten

Am Wochenende hatte ich noch ein wenig Luft nach der Ausgleichsbehältermontage und hab den schon halbfertigen Abschmierdienst zu Ende geführt.
Es standen noch die beiden Schmiernippel am Vorderrad an. Die versorgen den Achsschenkelbolzen und dessen Nadellager mit Schmierstoff.
Den abzuschmieren ist immer ein wenig aufwendiger, da man dabei UNBEDINGT (!!) die Bremstrommel abnehmen muss.
Warum? Erkläre ich euch gleich.
Also als erstes Rad runter und Bremsnachsteller zurück gedreht. Anders geht die Trommel nicht ab:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst7
Bremsbeläge sehen noch gut aus. Auch sonst alles Tip-Top.
Ich hab bei der Gelegenheit auch die Kappe von der Radnabe abgenommen:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst8
Gut voll und nicht verschmutzt. So lobe ich mir das!
Ein wenig neues Fett gabs trotzdem.
Nun konnte ich an die eigentliche Aufgabe gehen: Das abschmieren des Achsschenkelbolzens.
Dabei muss man immer ein Auge auf dessen offene Enden haben:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst10
Das überschüssige Fett drückt sich nämlich nicht nur außen gut sichtbar aus dem Aschschenkel am A-Frame, sondern auch innerhalb der Bremstrommel raus!
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst11
Nimmt man die Trommel für den Abschmierdienst nicht ab, macht man das zwei-drei mal und schon schwimmen die vorderen Bremsbeläge im Fett…
Was das für die Bremswirkung bedeutet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder?
Also immer schön abnehmen und abwischen.
Da ich da unten schon mal rum lag, habe ich auch gleich einen Blick auf den Fett-Füllstand des Lenkgetriebes geworfen.
Noch Rand-voll und auch schön klar:
Reliant Rialto Vorderrad Abschmierdienst12
Alles sehr zufriedenstellend.