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Neobiota

Ok, ich gebs auf…. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil: Reliants gibts auf dem Kontinent wie Sand am Meer.
Gerade bin ich über eine eBay-Auktion gestolpert, in der ein Bond Bug versteigert wird. Augenscheinlich in exzellentem Zustand:

Und nicht irgendwo in England, nein, in Bremen. Langsam falle ich vom Glauben ab…
Hier der Link.

Ich gebe ehrlich zu, mich sehr zu ärgern, dass ich momentan -5 Zeit habe, um mir den Wagen wenigstens mal anzusehen und ne Runde zu drehen.
Ich bin gespannt, wo die Auktion endet. Unter normalen Umständen würde ich wohl wenig zögern und ihn selbst kaufen/mitbieten. Ein Bond Bug ist in meinen Augen die Krönung einer jeden Threewheeler-Sammlung. Wenn ich nur nicht schon jetzt so viele Baustellen hätte…

Ich hoffe der Bug kommt in gute Hände und erzielt einen anständigen Preis.
Gerne verweise ich an dieser Stelle auch nochmal auf die Videoverkaufsbeschreibung, welche ich zum Bug schon mal getippselt habe. Nur falls jemand von euch interessiert ist….
Der Verkäufer hat übrigens noch ein paar andere Leckerbissen in seiner Halle stehen. Unter anderem den hier:

Muss ich doch mal Kontakt aufnehmen….

Rotkäppchen und der Wolf

Wolfgang (einer der deutschen Reliant Robin Besitzer) hat mich freundlicherweise darüber informiert, dass sein aus Holland selbst importierter 1977er Robin mit fliegenden Fahnen durch den TÜV gekommen ist.

Es gibt also bald einen Threewheeler mehr auf deutschen Straßen. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Laut Wolfgangs Aussage war die Abnahme durch das Datenblatt und die originalen holländischen Fahrzeugpapiere eine reine Formsache. Das lässt für Sir Edward ja auch hoffen.

P.S.: Von Wolfgang stammt auch dieses unterhaltsame Wiedervereinigungsvideo von Karosserie und Rahmen:

Papierkrieg

Mittlerweile tendiere ich immer mehr zu einem post-1986er-Rialto.
Unterstützt wird das Ganze dadurch, dass ich es mittlerweile geschafft habe, Kopien von Papieren zu bekommen.
Ich habe mittlerweile eine schlechte Briefkopie eines österreichischen Rialto 2 GLS von 1992 und eine hochauflösende Kopie eines deutschen Briefes von einem 1983er Rialto.
Das sollte die Zulassung eines importierten Rialtos wesentlich erleichtern.
Über den Menschen, welcher mir freundlicherweise die Kopien seiner deutschen Papiere zukommen ließ, habe ich auch erfahren, dass man Reliant Rialtos über OCC bei der Provinzial für ca. 160€ (bei 100%) im Jahr versichern kann. Das finde ich eine vertretbare Summe.
Außerdem habe ich über das R3W-Forum Kontakt zu einem Niederländer aus Enschede (100 km von Osnabrück), welcher mehrere Reliants hat und mir davon schon einen angeboten hat. Der entsprach aber nicht so recht meinen Vorstellungen. Die Zylinderkopfdichtung hatte sich verabschiedet. Eine „Einstiegsreparatur“, die ich mir gerne ersparen würde. Aber wie ihr seht: Es geht voran!
Das enzige wirkliche Problem, dass ich nun noch sehe, ist die Versorgung mit Ersatzteilen, welche speziell in den linksgelenkten Reliants verbaut wurden. Für rechtsgelenkte Modelle ist das kein Problem. Da gibt es noch reichlich in England für. Aber linksgelenkte Modelle waren immer ein Nieschenprodukt für Reliant. Speziell sind unter anderem die Radzylinder und die Lenkung. Also auch Teile, die nach 20+ Jahren gerne verschlissen sein können… naja, mal sehen, was da die Zukunft bringt. Vielleicht kann ich die ja auch horten, wie ich es schon jetzt mit Duo-Teilen angefangen habe.

Next Stop: Banjul, Gambia

Ich habe mir letztes Jahr überlegt, dass ich mir selbst zum ersten Staatsexamen eine Rallyteilnahme schenke. Auf die Idee bin ich bei einer Fernsehreportage über die Rally Dresden-Dakar-Banjul gekommen und das Konzept hat mich sofort überzeugt! Die Strecke führt (wie der Name schon sagt) von Dresden über Dakar nach Banjul, der Hauptstadt von Gambia in Westafrika. Die Route beträgt ungefähr 7500 Km und führt durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal und Gambia.
Die Rally hat eine einfach Regel: Der Weg ist das Ziel.
Das bedeutet: Kein Reglement, keine Wertungsprüfungen, keine Platzierungen, keine Preise, keine Profis, nur Spaß. Also genau meine Einstellung. Einfach mal lässig durch die Wüste.
Allerdings gibt es eine kleine…naja, nicht „Regel“…, aber Richtlinie: Die Autos werden am Ende in Gambia zugunsten wohltätiger Einrichtungen versteigert (tut man also auch noch was Gutes) und sollen daher nicht mehr als 500,00 EUR in der Anschaffung kosten. Das führte mich dann schon zum ersten Problem: Ich besitze kein Fahrzeug, dass so billig ist. Woher also Auto nehmen, wenn nicht stehlen? Hier kam mir nach einiger Zeit der Zufall zu Hilfe….