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Hilfe im Fall der Fälle

Nachdem Sir Edward nun in den Startlöchern für den Alltagseinsatz steht, mache ich mir Gedanken, ob so ein Automobilclub mir nicht das Quäntchen Sicherheit geben könnte, dass mich auf richtig langen Touren entspannt cruisen lässt.
Also mal fix das Netz durchstöbert. In Betracht kommen:

Einen ganz kurzen Überblick liefert diese N24-Reportage:

Von AVD bis ADAC

Automobilclubs im Test

Von AVD bis ADAC - Automobilclubs im Test
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Eine kurze Selbstanalyse förderte bei mir als Bedarf hervor:

  1. Pannenhilfe vor Ort
  2. Rückführung des Fahrzeuges an den Wohnort

Das sind eigentlich die einzigen Dinge, die ich brauche. Pannenhilfe hat jede der Organisationen. Is also kein Unterscheidungsmerkmal.
Das mit der kostenlosen Rückführung hingegen ist schon wesentlich schwieriger. Meine Überlegung ist nämlich, dass mir eine Autowerkstatt bei Defekten in den seltensten Fällen helfen kann. Wer von denen kennt sich schon mit nem Reliant aus oder hat ne neue Zylinderkopfdichtung für den Rialto auf Lager?! Da man aber Reliants nicht selber abschleppen darf  (Wo will man vorne das Abschleppseil fest machen?), benötige ich jemanden mit einem Abschleppwagen mit durchgehender Ladefläche, welcher mich und Sir Edward zurück nach hause bringt. Bedarf festgestellt…..

Lediglich der ADAC (bei seiner PLUS-Mitgliedschaft) und der AvD (bei der OldtimerCard) bieten eine kostenfreie Rückführung des Fahrzeuges an.
Damit sind die anderen schon mal raus.
Mein Großvater ist im ADAC und die sind wie ne Sekte. Da bringen mich keine zehn Pferde rein. Zu viel Schnick-Schnack und Bauernfängerei. Vor „spezial-Mitglieds-Sonderangeboten“ vergisst man leicht, dass Pannenhilfe ihr eigentliches Geschäft sein sollte.
Zum Glück hilft die Kostenfrage als rationalerer Grund: ADACPlus = 79,50€/Jahr; AvD OldtimerCard = 49,-€/Jahr

Die AvD OldtimerCard ist darüber hinaus auch personenbezogen und nicht Fahrzeugbezogen. Da guckt die beste Freundin von Allen zwar traurig, aber ich bin genauso abgesichert, wenn ich mit einem unserer anderen Oldies unterwegs bin.

Die Stimmen im Netz bestärken mich weiterhin in meiner Tendenz zum AvD.
Ich lass mir mal Infomaterial zuschicken.

„Du bist ein krankes Schwein, Robin!“

Mein alter Kumpel eBay hat mal wieder einen Reliant im Angebot. Diesmal ist es ein 1979er Robin Estate mit Rechtslenkung. Eigentlich nix besonderes, besonders, wenn man die Bilder vom Zustand sieht:


Auch der Innenraum wurde auf sehr englische Weise individualisiert:

Für diesen Zustand klingt der Startpreis von 2000€ (welcher sichtbar unter dem Mindestpreis liegt) schon sehr hoch gegriffen. Allerdings hat der Wagen auch ein paar unzweifelhafte Vorteile:
1. Er steht schon in Deutschland.
2. Er hat schon eine deutsche Zulassung
3. Mit Baujahr 1979 ist er theoretisch H-Kenzeichen-fähig
Für unerschrockene Bastler, welche sich ungerne mit Papierkrams rum schlagen, wäre der Wagen somit schon eine Option. Allerdings glaube ich kaum, dass er für den gewünschten Preis weg geht. Ich denke, da könnte man getrost auf ein Ende ohne Verkauf spekulieren, um dann nachher mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen und einen eigenen Preis auszuhandeln.

Was Frauen wollen

Ich möchte meine Leserschaft (und ganz besonders die Weibliche [Ja, ich weiß, dass ich eine solche habe!]) auf diesen, mal wieder, grandiosen Artikel von Wiebke Brauer hinweisen.

Normalerweise laufen meine Diskussionen mit Frauen (und manchen armen, verwirrten Männern) folgendermaßen:

Mensch: „Sag mal, warum fährst du eigentlich nur so verrückte/komische/spleenige/alte/dreirädrige/etc. Autos?“
Ich: „Ach, das ist wie mit dem Hund….“
Mensch: „???“
Ich: „Warum leckt sich der Hund am Schwanz?“ *Kunstpause* „Weil er es kann!“

Damit haben sich dann normalerweise alle weiteren Nachfragen erledigt. Was soll man auch auf solch eine blöde Frage anderes antworten?! Sie wollen ja eh nur ihre Vorurteile bestätigt haben (genauso wie diese „Wie teuer war der denn?“- oder „Was verbraucht der denn?“-Frager) und dazu bin ich einfach nicht da.

Tote Engländer

Vor einiger Zeit habe ich an der von mir regelmäßig genutzten Bahnstrecke eine Lagerhalle entdeckt, um die herum sich einige Klassikerleichen sammeln. Neulich hatte ich mal etwas Zeit und hab der Halle einen näheren Besuch abgestattet. Es handelt sich dabei um einen Laden, welcher mit Ersatzteilen für Motorräder und klassische Engländer handelt. Passt gut! Die Reliants haben ja eine Menge Teile aus dem BMC-Regal (vor allem Mini-Teile) sowie Lucas-Elektronikkomponenten. Ich hab mal ne Visitenkarte mitgenommen…
Natürlich habe ich auch die Chance genutzt und ein paar morbide Fotos von den dort gelagerten Autos gemacht. Leider hatte ich zu wenig Zeit um ganz fies-faszinierende Detailaufnahmen zu machen. Auf der einen Seite der Halle steht eine ganze Armada toter Minis:
Autowracks 002
Die andere Seite der Halle hingegen ist wesentlich interessanter. Leider konnte ich aufgrund eines Gitters nicht näher ran:
Autowracks 001
Ich erkenne auf dem Foto ganz hinten hinter dem Bauzaun das blaue Gerippe eines 911 Targa, davor die Front eines roten 924. Vor dem 924 steht noch das Gerippe eines weiteren 911ers (konnte man vom Zug aus erkennen) und ganz vorne ein Jaguar XJ Serie II.
Das einzige echte Rätsel ist für mich der schwarze Wagen in der Mitte. Ich gehe davon aus, dass es ein Lotus ist. Aber welches Modell? Von dem Schriftzug kann man „e     s.e.“ erkennen. Ich bin mir unschlüssig, ob es ein „Eclat“ oder ein „Excel“ ist. Das „s.e.“ kann auch eine Ausstattungslinie sein. Hat jemand von euch ne Lösung?

Statisch war gestern V

Nachdem nun auch die Gurtlaschen am Schweller befestigt waren, kamen wir zu dem schwierigsten Punkt des Umbaus: Dem Befestigungspunkt der Gurtschlösser. Auch hier wollten wir den original Befestigungspunkt auf dem Kardantunnel verwenden. Im Original sitzt dort eine aus einem massiven Stahlrohr gebogene Schlaufe, in die die Gurtschlösser des Statikgurtes greifen.
Das Problem war jetzt, dass die neuen Securon-Gurtschlösser ja jeweils auf geraden 15 cm-Flachstahlbändern montiert waren.
Wir mussten also den Befestigungspunkt „verdoppeln“, um 90° drehen, ca. 10 cm nach Hinten versetzen und auch noch ein paar cm vom Boden des Kardantunnels abheben um die Gurtschlösser zur Sitzhöhe passend und optisch stimmig verbauen zu können. Hier kam uns zum Glück ein Bekannter zu Hilfe, welcher in seinem Betrieb einen solchen Adapter nach unseren Spezifikationen herstellen konnte.
Anbei ein paar Bilder von dem Adapter.
Gurtumbau 001 Gurtumbau 003 Gurtumbau 004
Wir haben ihn erst schwarz lackiert und dann wieder bis aufs Metall abgeschliffen um die Unebenheiten der Bearbeitungsspuren plan aufzufüllen. Danach lackierten wir den Adapter im selben matt-schwarzen Ton wie die Sitzgestelle. Zur Montage im Kardantunnel verwendeten wir auch wieder den original Bolzen.
Auch die Anbauteile des Adapters lackierten wir matt-schwarz. Die Hülse in der Mitte verhindert, dass sich die Backen des Adapters zusammenziehen, wenn man den Bolzen fest anschraubt. Außerdem sieht es mit der Hülse besser aus, weil das Gewinde der Schraube ansonsten sichtbar ist. Die Abdeckkappen über dem Bolzen und der Mutter lagen den Gurten bei. Sie passten aber nicht über die original Bolzen, welche wir an der C-Säule und den Schwellern verwendet haben. Sie fanden daher hier ihre Anwendung.
Gurtumbau 007
Damit war der Adapter mit den Gurtschlössern bereit zum Einbau.