Für Schnellentschlossene hat der eBay-Verkäufer henschel040 zwei vermeintliche Leckerbissen im Angebot.
Für 6.000 Tacken gibts einen Bond Bug 700ES:
Und für 2500 Doppelmark gibts einen Reliant Rialto SE Linkslenker:
Da das geschriebene Wort anscheinend in der Welt des Verkäufers keine Bedeutung hat, lässt sich der Beschreibung zum Rialto nur entnehmen, dass er „guter Zustand Tüf fertig“ ist….
Die Beschreibung für den Bug ist ähnlich ausführlich.
Auch aussagekräftige Fotos werden überbewertet.
Schade.
Dementsprechend gibt es auch noch keine Gebote auf die Geräte. Ich prophezeie, dass da auch keine mehr kommen.
Könnte also ne Gelegenheit für aussichtsreiche Nachverhandlungen jenseits von eBay sein.
Für den geforderten Preis müssen beide Wagen übrigens in TOP-Zustand sein!
Schlagwortarchiv: Rialto
Und wieder funktioniert das Oldie-Netzwerk
Mit überbordender Freude laß ich vor kurzem in Phillips Volvo P1800-Blog, dass er seinen Bestand an Volvo-Werkstatthandbüchern erst durch einen Scanner und dann durch ein OCR-Programm gejagt hatte. Das hat zum einen den Vorteil, dass man sich das jeweilige Werk ausdrucken kann und nicht sein teures Original mit öligen Fingern besuddeln muss, zum Anderen kann man aber auch dank OCR die digitale Version nach einzelnen Wörtern durchsuchen, was es bei mehreren hundert Seiten doch arg vereinfacht, eine bestimmte Arbeitsanweisung zu finden.
Als Blitzmerker, der ich nun einmal bin, hab ich natürlich Phillip gleich angebettelt, ob er auch den pdf-Scan von Sir Edwards original Reliant Rialto II-Handbuch durch sein OCR-Programm jagen kann.
Was soll ich sagen? Es kam prompt eine maschienenlesbare Version zurück!
Ein Traum! Herzlichen Dank Phillip!
Ich werde nun mal beide Versionen im Downloads-Bereich zur Verfügung stellen.
Solltet ihr euch das Handbuch ausdrucken wollen, so ist die non-OCR Version besser, da durch die Texterkennung z.B. die Wartungstabelle auf Seite 15f. etwas verstümmelt wurde.
Keep Cool VII
Ich hab die gestrigen Abendstunden mal dazu genutzt, den Ausgleichsbehälter des Mitsubishi Colts provisorisch in Sir Edward zu fricken.
Als erstes musste dazu die Haltenase an der Unterseite ab, damit er überhaupt unter die Motorhaube passt:

Natürlich haben die kleinen Japaner da ner Vertiefung eingegossen, die jetzt zum Loch wurde:

Da half aber mein neuer Freund Pattex Powerknete Repair Express:

Schnell zwei kleine Kügelchen draus geformt, eines von innen mit einem Stöckchen in das Loch gedrückt:

und das Zweite von Außen mit der austretenden Masse verknetet:

Das sollte dauerhaft dicht sein.
Danach kam der Behälter provisorisch mit Kabelbindern in den Motorraum:

Den Überlaufschlauch, der früher einfach auf die Gasse führte, konnte ich an den Behälter anschließen. Einfaches Plug & Play.
Danach habe ich den Kühler randvoll gefühlt.
Anfangs war der Überlaufschlauch noch abgeknickt:

Nachdem aber der Motor heute Morgen aber auf Betriebstemperatur war, hat sich der Knick verflüchtigt:

Lässt sich auch astrein durch pusten.
In der heutigen Mittagshitze (ca. 25°C) bin ich dann mal auf dem Heimweg auf der Bahn ein wenig mit forciertem Tempo unterwegs gewesen, um die Temperatur hoch zu treiben. Weiter als knapp über „Mitte“ bin ich aber nicht gekommen:

Das Ergebnis war ist um so verwirrender….
Das Wasser hat sich (zum Teil) verflüchtigt:

Aber im Ausgleichsbehälter is nix angekommen!
Keine Ahnung, wo das hin ist!
Meine Hoffnung ist, dass vorher noch Luftblasen im System waren, die sich nun in den Ausgleichsbehälter verzogen haben und daher der Wasserstand gesunken ist, statt zu steigen.
Ich hab jetzt nochmal den Kühler voll gemacht. Mal sehen, ob auf der Heimfahrt morgen da was raus drückt.
Ich erzähle mir ja schon selbst wieder Horrorgeschichten von gerissenen Zylinderkopfdichtungen und so…
Aber es findet sich weder (sichtbarer) Wasserdampf in den Abgasen, noch Wasser im Öl (oder umgekehrt).
Keep Cool VI
Da ich für den Heckscheibenwischer vom Astra der Besten ja eh zum Schrott musste, hab ich mich auch gleich mal nach passenden Ausgleichsbehältern für Sir Edward umgesehen. Den will ich ja auf ein druckloses Ausgleichssystem umrüsten (Was übrigens so lüppt, wie ich mir das schon zusammengereimt habe.)
War mal wieder ein interessanter Streifzug. Diesmal war ich bei der Autoverwertung „Flebbe„.
Wesentlich netterer Laden, als „Flatau“ in Osnabrück.
Es gab allerdings auch traurige Opfer der Abwrackprämie zu sehen. So wie diesen W123:

Der Chrom sah noch ganz gut aus. Auch die Polster im Innenraum sahen sauber aus. Leider hat irgend ein Pansen die Beifahrerscheibe runtergekurbelt gelassen. Daher wars ein wenig feucht im Innenraum. Ich hab sie jetzt (bis auf einen kleinen Lüftungsschlitz) hoch gekurbelt. Muss ja alles seine Ordnung haben….
Mein Ausgleichsbehälterjagd war allerdings auch erfolgreich.
Ich musste zwar alle Autos durchwühlen, bis ich endlich zwei relativ kleine Ausgleichsbehälter gefunden hatte (die Anderen waren so groß wie Sir Edwards Benzintank), aber Hauptsache das Ergebnis stimmt.
„Japan“ ist übrigens das Stichwort. Da is alles klein. Auch die Ausgleichsbehälter.
Dieser Toyota (eine Typenbezeichnung konnte ich leider nicht finden. Ist ein mir unbekannter Zweitürer mit kurzem Stufheck und „hohen“ Limousinen-Dach):

lieferte einen schön schmalen und langen Ausgleichsbehälter:

Von diesem Mitsubishi Colt (CJ0):

hab ich noch einen kleinen, spitz zulaufenden Behälter mitgebracht.
Die beiden Behälter haben mich zusammen nen EU-Heiermann gekostet. Fairer Preis.
Der Colt-Behälter würde gut an den (bisher freien und in späteren Baujahren auch für den Ausgleichsbehälter benutzten) Platz vor der Batterie passen:

Allerdings ist er momentan noch ein Stückchen zu hoch. Vielleicht passt er, wenn ich den Haltezapfen an seinem Boden absäbele.
Der Behälter hätte den Vorteil, dass er ein gutes Stück höher als der Kühler sitzen würde und daher die Luft aus dem System sich dort verflüchtigen könnte (Ok, der Wärmetauscher wäre immer noch höher…).
Der längliche Toyota-Behälter passt haargenau an eine freie Stelle neben der Zündspule:

Auch sexy. Zumal er auch wesentlich mehr Füllvolumen haben dürfte als der vom Colt.
Mal sehen, mal sehen.
Ich tendiere aber zu dem vom Colt. Die Montageposition spricht klar für ihn.
Natürlich gabs (für ebenfalls einen Heiermann) auch nen Scheibenwischerarm für den Astra.
Alle Beteiligten also zufrieden.
8. Lengericher Oldtimertreffen
Heute morgen war ich zum Jazz-Frühschoppen an der Gempt-Halle in Lengerich.
Es luden die Oldtimerfreunde Lengerich zum geselligen Beisammensein mit Ausfahrt.
Das Publikum war bunt gemischt:


Ich picke mal nur ein paar persönliche Highlights raus. Alle von mir gemachten Fotos findet ihr im zugehörigen Zooomr-Set (evtl. Seite mehrfach laden).
Einer meiner Alltime-Favourites, Opel Monza:

Mit scharfem Reiserechner:

Autobianchi Abarth 112:

Seltener Audi 100 C2 Zweitürer (in Ersthand!):

Schickes Radio im VW Käfer:

Miele Moped:

Zum Cabrio umgebauter Volvo PV544 Sport („Buckelvolvo„):

Wobei der Umbau nicht wirklich nach meinem Geschmack ist.
Eine echte Geschmackssache war auch dieser Opel GT:

Sogar mit echt 80er-Airbrush auf der Innenseite (!!) der Motorhaube:

Auch Pommestheke und Gurkenhobel durften nicht fehlen:

Einfach traumhaft! Der Wagen ist so stimmig in seinem Zeitgeist, ich würde dem sofort ein H-Kennzeichen erteilen.
Eine von vielen unbeachtete Perle war für mich dieses Škoda Felicia Cabrio:

Natürlich gabs auch was fürs Dreiradherz:

Insgesamt eine runde Veranstaltung. Leider hatte ich zu wenig Geld dabei, um mich noch nachträglich zur Ausfahrt anzumelden. Daher bin ich auch schon gegen 12 Uhr wieder verschwunden. Allerdings bin ich ein paar Flyer fürs „Attack of the Altwagen“ losgeworden. Mal sehen, ob ich da jemanden wiedertreffe.
Ich freue mich schon auf das 9. Lengericher Oldtimertreffen!