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Auge! II

Die neuen Scheinwerfer für den Bug hatte ich ja schon einige Zeit liegen. Zeit also für den Einbau. Sollte ja (wie bei Sir Edward) plug & play sein.
Als erstes musste dazu aber die Batterie zurück in den Bug. Die saß allerdings immer leicht schief in ihrer Mulde. Die Füßchen waren zu breit. Aber alles kein unlösbares Problem:
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Passt jetzt spitzenmäßig.
Weiter gings bei den Scheinwerfern.
Die alten Sealed Beam-Teile werden zwischen zwei Rahmen mit ihrem Wulst geklemmt:
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Bei den neuen waren da so Halte-Hasen im Weg:
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Auch das kein Problem, dass nicht der Dremel lösen könnte.
Größtes und ärgerlichstes Problem war jedoch, dass die neuen Scheinwerfer einen ganz geringfügig größeren Wulst ringsum haben. Der alte Rahmen ging da partout nicht drüber. es blieb mir nix anderes übrig, als ihn zwischen den oberen beiden Haltepunkten zu zersägen:
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Ärgert mich sehr, aber ich sah einfach keine andere Möglichkeit.
Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, führte das direkt zum nächsten Problem. Die kleinen Haltenasen, mit denen man die beiden Rahmen verschraubt, waren nicht mehr deckungsgleich. Unten drunter kein Problem. oben links bekam man auch hin gedrückt, aber rechts war immer nen Zentimeter Luft.
Wir haben es jetzt mit einem kleinen Plättchen gelöst:
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Die anordnung der Schrauben ist nur der Anprobe geschuldet. Hält zwar bomben fest, ist mir aber eigentlich zu viel Pfusch. *Grummel, Grummel*
Abschließend hab ich noch die Steckkontakthülsen der Standlichtverkabelung gegen kontinentale Steckschuhe getauscht:
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Alles probehalber zusammengeworfen und mal am Schalter gedrückt:
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Läuft. Schön. Lediglich das mit den Rahmen wurmt mich.
Ich muss jetzt noch Relais in den Abblend- und Aufblend-Kreis klemmen, damit die gesamt Last nicht mehr über die armen Lukas-Schalter läuft. Wer weiß, ob die das verkraften. Von Sealed Beam auf H4 sind ja knapp 2 Ampere mehr, die da durch müssen.

Sind wir nicht alle ein bisschen Ubuntu?

Heute mal was computeriges.
Bisher liefen unsere Rechenmaschinen immer mit XP Professional. Wie mein Bruder aber unlängst meinte, ist XP „ein totes Pferd, dass man besser nicht mehr streicheln sollte.„.
Warum dann also nicht schon frühzeitig auf ein freies Betriebssystem umsteigen und die Zeit bis zur vollständigen Einstellung mit Eingewöhnung verbringen?
Seit meinen Anfängen mit DOS bin ich aber skeptisch, was Betriebssysteme angeht, die sich hauptsächlich nur mit Textbefehlen füttern lassen. Dementsprechend kritisch stand ich den ganzen Linux-Derivaten gegenüber. „Eigentlich nur was für Geeks Profis…“, so mein Vorurteil. Nachdem aber auch mein älterer (und gänzlich ungeekiger) Cousin Florian erzählte, dass er glücklich mit Ubuntu sei, hab ich den Laptop der besten Freundin von Allen mal als Testlamm geopfert.
Was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert! Ich hätte nie gedacht, dass ein Linux-OS so benutzerfreundlich sein könnte! Selbst die Beste brauchte nur wenige Tage Eingewöhnungszeit um wie selbstverständlich mit dem „Software-Center“ und OpenOffice um zu gehen. Ein ganz großes Lob an die Entwickler!
Dementsprechend bin ich auch gerade dabei unseren gesamten Rechner-Fuhrpark in Osnabrück (2x Laptops, 1x Desktop-PC) auf Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ um zu rüsten.
Meinen Desktop-PC benutze ich mit beiden Betriebssystemen parallel (auf getrennten Festplatten) um die Daten langsam zu migrieren. Auch das funktioniert absolut perfekt und kinderleicht. Bei jedem Start des PCs bekomme ich einen Auswahlbildschirm, von dem ich wählen kann, welches OS ich starten will. Ubuntu kann auch mit NTFS-formatierten Datenträgern um gehen. Daher kann ich auch aus jedem Betriebssystem auf jede meiner Platten zu greifen. Herrlich!
Sofort angetan war ich von den vier unter Ubuntu zur Verfügung stehenden Desktops. Der Kubus rotiert bei mir dauernd:

Einer zeigt das Dateisystem, einer den Firefox samt Desklets und RSS-reader und einer den E-Mail-Client „Evolution
Einzige Wehrmutstropfen bisher:

  • Mein Haufen MS Publisher-Dateien lässt sich nicht (direkt) konvertieren
  • Meine heiß geliebte Logitech G15 MK I-Tastatur ist ein wenig mickrig supported

Hier kommt Gurt VI

Nachdem nun hinten die Gurte drin waren, sollten vorne die Statikgurte automatischen Exemplaren weichen. Da ich aber nicht wusste, wie die Gurtrollen positioniert werden müssen bzw. wie viel Platz sie fressen, wollte ich die Gurte nur mit Sitzen einbauen. Um allerdings die Sitze wieder einbauen zu können, musste ich erstmal die Sitzschienen überholen. Die sahen nämlich ziemlich fies aus. Hier schon in ausgebautem Zustand:

Sie aber erstmal raus zu bekommen, war schon ein ziemlicher Akt. Die Schrauben im Innenraum sahen fast alle so aus (Das war mal nen Kreuzschlitz…):

Und auf der Unterseite war es auch nicht besser:


Ausbohren war da das Mittel zum Erfolg:

Bei den vorderen Bolzen, welche Sechskant-Köpfe haben, musste ich mir aber was Anderes überlegen. Hier habe ich (neben der obligaten Rostlöserdusche) mit einem losen Eisensägeblatt von Hand die eine Seite der runden Mutter abgesägt:

Danach hatte die Gripzange genug Griffläche um die Mutter zu halten.
Ihr hört es schon, oder? War nen ziemlicher Rattenschwanz, der da an den Gurten hing. Mittlerweile weiß ich aber, dass das eigentlich immer so ist, bei ner Restaurierung. Daher lohnt es sich, schon vorher Gedanken darüber zu machen, welches Teil an welchem maroden Teil noch hängt. Aber ich schweife ab… zurück zu den nun ausgebauten Schienen! Mit Bandschleifer und und Schleifpapier war der Rost alsbald ab bzw. eingedämmt:

Anschließend gabs mit dem Pinsel Hammerite:

Ist weder schön, noch sonderlich geeignet (da nicht abriebfest). Allerdings ist das nicht so wild. Die Schienen werden in mittel entfernter Zukunft pulverbeschichtet. Sie sollen bis dahin nur einfach nicht weiter rosten.
Ein paar Tage zuvor hatte ich auch schon die untere Gurtbefestigung der Automatikgurte etwas behandelt. Die Gurte sind ja gebraucht und der Eine saß wohl mal in einem undichten Auto im feuchten Teppich. Hier schon angeschliffen:

Also auch die abkleben (um nicht das Gurtband mit Farbe zuzuschlonzen) und mit Hammerite behandeln:

Nun (nach ein paar Tagen Trockungszeit) konnte es ans montieren gehen. Als erstes kamen die Sitzschienen wieder rein. Das war so unspektakulär, dass ich davon noch nicht mal Fotos gemacht habe. Hier nur eines von den beiden lackierten Befestigungsplatten, die unser Bekannter aus Edelstahl gefertigt hat:

Auch den Sitz wieder in die Schienen zu setzen, war höchst unspektakulär. daher auch hiervon kein Foto.
Damit ihr nicht nörgelt, dass dieser Umbau nicht original wäre und alles nur Pfusch sei, hier ein Foto des Adapterwinkels zum Beweis:

Das sind NOS-Reliantteile! Man konnte damals nämlich einfach mit seinem Statik-Rialto zum Reliant-Vertragshändler fahren und dort mit diesen Adapterstücken Automatikgurte nachrüsten lassen (was auch viel gemacht wurde). Hat also alles Segen! Jawohl ja!
Wollte ich nur mal gesagt haben…
Bevor man mit dem Einbau weiter macht, gilt es erstmal eine Gewissensentscheidung zu fällen.
Hülse drin lassen, oder nicht?

Diese Hülse sitzt normalerweise unter dem unteren Gurtbefestigungspunkt und sorgt dafür, dass dieser sich drehen kann. Lässt man sie nun drin und setzt den Winkel drauf, dreht sich der gesamte Winkel mit unterem Gurtbefestigungspunkt und der Rolle. Lässt man sie weg, sitzt der Winkel fest und alles ist statisch. Keine Ahnung, wie das bei Reliant damals gelöst wurde. Muss das? Ich hab die Hülse nun auf der Fahrerseite weggelassen und auf der Beifahrerseite noch drin. Ist eh bisher etwas experimentell. Dazu sogleich gleich mehr.
Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten, die Gurtrolle auf dem Winkel zu montieren. Einmal kann man sie nach hinten weisen lassen:

Und einmal kann man sie nach vorne weisen lassen:

Beide Montagemöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Und von keiner habe ich eine Ahnung, ob sie richtig ist.
Lässt man die Rolle nach hinten weisen, rückt sie noch etwas aus dem Türausschnitt und ist näher an der Rücksitzbank. Der untere Befestigungspunkt kann außerdem in aufgerolltem Zustand, direkt nach oben abknicken und ist so auch weitestmöglich aus dem Türausschnitt.
Der Nachteil ist die beschissene Montage, da die Bolzen sich gegenseitig ins Gehege kommen und man von hinten nicht mit einer Ratsche an den „Aufroller-Bolzen“ kommt. Ist nen ziemliches Gewürge:

Außerdem sieht es nicht so hübsch aus, da man immer auf die nackte Rückseite des Aufrollers und die Bolzen guckt.
Auf der Beifahrerseite bin ich daher auch anders vorgegangen und habe die Rolle gedreht und nach vorne weisend verbaut. So deckt sie mit ihrem dicken Bauch die Bolzen ab und alles sieht hübsch aus. Die Montage ist auch easy, da man zuerst den Winkel samt unterem Befestigungspunkt festschrauben kann und dann von hinten an den Bolzen der Rolle kommt.
Der Nachteil ist aber, dass der ganze Klumpen etwas mehr in den Türausschnitt ragt und durch die starre Plastikhülse des unteren Befestigungspunktes zwingt der Bauch der Rolle den Gurt dazu, nicht gerade nach oben zu laufen.

Wenn dann der Sitz drin ist, ergibt das ne schöne Stolperfalle für die hinten Sitzenden, wenn sie ein- und aussteigen. Ich kenn doch die Töffel, die ich transportiere! Die verheddern sich da drin und packen sich auf die Kauleiste. Oder schlimmer noch: Machen dabei irgendwas kaputt!
Ich bin hin- und hergerissen. Daher hab ich es jetzt auch erstmal unterschiedlich gelassen:


Umbauen geht schnell. Ich werde da wohl noch ein wenig drauf rum überlegen.
Hauptsache erstmal Automatikgurte haben!

P.S.: Ker, auf dem Bild hab ich ja auch nen ganz gelbes Gesicht….*brrr*

Die Mischung machts

Die Gaspreiserhöhung ist in aller Munde und auch vor diesem Blog macht sie nicht halt. Wenn auch in anderer Form….
Ich hab den falschen Vergaser. Als ich Lola kaufte, war ein BVF 16N1-6 montiert. Dieser Vergaser gehört aber normalerweise in die SR 4-2 bis 4 (Star/Sperber/Habicht). Ich benötigte aber den 16N1-5 (für die Schwalbe [KR 51/1]) oder den späteren 16N3-11. Ich entschied mich damals für den neueren 16N3-11 (auch „Sparvergaser“ genannt). Bisher war ich damit auch ganz zufrieden, aber in letzter Zeit mehren sich meine Verdachtsmomente, dass er nicht ganz passend für meine Lola ist. Sollte er vielleicht der Grund sein, warum ich früher nie die 50 Km/h erreichte? Oder der Grund, warum ich momentan solche Probleme mit der Drehzahl und dem Standgas habe?
In den verschiedensten Foren wird der N3 als Teufelszeug gebrandmarkt und man bekommt bei Problemen als allererstes zu hören „Schmeiß das Scheißteil raus!“.
Nun dachte ich mir: „Ok, du hast noch den alten -6 Vergaser rumliegen. Warum nicht einfach den auf einen -5 umrüsten?“. Im Netz gibts auch schön viele Vergleichstabellen, welche Düsen in welchen Vergaser kommen. Erscheint also alles ganz einfach. Pustekuchen!
Was in diesen ganzen Listen natürlich nicht steht, ist die Tatsache, dass sich die 16N1 Vergaser auch baulich von einander unterscheiden! Sie erscheinen zwar äußerlich gleich, aber die Bohrungen im Innern sind unterschiedlich. Das habe ich natürlich erst erfahren, nachdem ich die neuen Düsen bestellt habe….
Schön sieht man diesen Unterschied auf diesem Bild von HaNNi8aL aus dem Schwalbennest:

Diese markierte Öffnung führt dem Vergaser die sogenannte
Bremsluft zu. Bei den Vergasern für die Schwalben sind die Bremsluftbohrungen verschlossen, und im Gegenzug der Stutzen unten angefräst, sodass die Bremsluft von ausserhalb des Ansaugtraktes angesaugt wird (Gerüchten zufolge vertrugen sich vermutlich die Resonanzen im doch recht komplexen Schwalbe Ansaugsystem nicht mit der Bremsluft). Außerdem ist es noch möglich, dass der fest verpresste Düsenstock unterschiedlich ist.
Also arschlecken mit umrüsten….
Mal sehen, ob ich jetzt jemanden finde, der seinen 16N1-5 gegen meinen 16N1-6 tauschen möchte.