Archiv der Kategorie: Haus & Hof

Fortelock Belastungstest

Neben den Mustern von R-Tile habe ich mir auch Muster von Fortelock bestellt:Fortelock Übersicht VorderseiteAuch diese Platten haben eine X-förmige Verzahnung. Die beiden großen Platten oben im Bild entstammen der „Eco“-Linie und enthalten recycelte Kabelummantelungen. Da sich schon bei den Testmustern die Recyclingbröckchen aus der Oberfläche lösten und kleine Krater hinterließen sind sie für mich raus. Die graue und die schwarze Platte in der Mitte, haben eine verdeckte Verzahnung. Ist optisch schick, aber dadurch, dass die Verzahnung nur noch ca. 1/3 so dick ist, weiß ich nicht, wie die Platten damit klar kommen, wenn da ein Auto drauf fährt. Also auch raus. Blieben noch die normalen Platten übrig.
Hört mal ein Bild von der Rückseite mit entsprechender Beschriftung:Fortelock Übersicht RückseiteNatürlich habe ich auch diese Platten einem Belastungstest unterzogen.
Da mir ein eigener Cayenne hierzu fehlt, habe ich den Combo vorne 24h angehoben und auf die R-Tile (links) und die Fortelock (rechts) gestellt:Belastungstest 1Wie man sieht, ist die Delle bei den vorderen, großen Rollen des Wagenhebers wieder deutlich erkennbar:Fortelock EcoAber auch diese Delle ist nach kurzer Zeit wieder verschwunden und die ursprüngliche Musterung zurück gekehrt.

Damit steht es Unentschieden zwischen den Beiden Anbietern. Da die Fortelock-Platten aber deutlich teurer sind, tendiere ich aktuell zu R-Tile.
Gtuk

Erfahrungsbericht Wunderhecke IV

Isabella war so freundlich ein Update zu unserer „Wunderhecke“ anzufragen.
Hier der Blick auf unser Gewächshaus, den ich auch im letzten Beitrag wählte:

Stand 2018 II

Wir erinnern uns: Die Zaunpfosten ragen 130 cm aus der Erde und die Hecke wurde im letzten Herbst auf ca. 10 cm zurückgeschnitten. Den Sommer über wurde die Hecke nicht gegossen, trotz Temperaturen wie in der Sahelzone.
Im oberen Bereich des Grundstücks ist das Wachstum traditionell mickriger. Hier erreicht die Hecke vielleicht 100cm in der Spitze:

Stand 2018

Ausfälle sind trotz der Hitze nicht zu beklagen, allerdings fehlt das üppige Grün des letzten Jahres.
Im kommenden Monat schneide ich die Hecke wieder zurück auf ~20 cm.

Wenn mich wieder jemand freundlich erinnert, poste ich nächstes Jahr wieder aktuelle Bilder.

Den Faden verloren

Für den verwilderten Teil unseres Grundstücks hatte ich mir vor Längerem den Bosch Freischneider AFS 23-37 zugelegt. Für einen kleinen Elektrohobel hat das Teil ordentlich Dampf. Leider gingen aber die mitgelieferten Trimmerfäden (Mähfäden F016800431) langsam zur Neige. Für das 10er-Paket Bosch-Fäden wird man locker ~15€ los. 1,5€ pro Faden ist schon eine Hausnummer.
Daher hier der Alternativweg um auf ~0,20€ pro Faden zu kommen. Ihr benötigt dazu runden Trimmerfaden mit 3,5mm Stärke von der Rolle und ein Alurohr mit 5mm Durchmesser (0,5mm Wandstärke):EinzelteileVon dem Alurohr trennt ihr ein 1,5cm langes Stück und vom Mähfaden ein 38cm langes Stück ab.
Die Aluhülse schiebt ihr jetzt mittig auf den Faden und verpresst sie mit einer einfachen Crimpzange. Fertig ist der Mähfaden. Wenn man das ne halbe Stunde macht, ist man für die nächste Saison mehr als ausreichend mit Fäden versorgt.
Ich selber habe leider einen quadratischen Faden gewählt, was aufgrund des anderen Querschnitts doof ist. Ist deutlich mehr Fummelei den in die Hülse zu bekommen. Hat man ihn fertig, kann man ihn wie gewohnt in den Mähkopf einsetzen:Alt und NeuPasst wie das Original:Neuer Faden eingelegtSo konnte dann auch gleich weiter gemäht werden (Keine Angst, sie hat noch ein Visier bekommen):Im Einsatz

Wasser Marsch! VI

Zuletzt hatte ich unter dieser Überschrift über den provisorischen Anschluss der Pumpe an den Brunnen per PE-Rohr berichtet. Allerdings lag das Rohr immer noch oberirdisch und auch die restliche Verteilung Richtung Grundstück fehlte noch. Da passte es gut, dass die Kita 2 Wochen Sommerferien machte. Kinderhände schaufeln so schön schmale Gräben…:

Kinderarbeit

Die einen nennen es Kinderarbeit, die anderen Montessori-Konzept.
Während das große Schräubchen sich also an die 80m Verlegegraben machte, organisierte ich 300 handgemachte Dachziegel (ca. 100 Jahre alt):

Dachpfannen

Durch rein göttliche Fügung stieß die Grabenbrigade „Bärchen“ auf dem Weg Richtung Brunnen auf das Ende der Entwässerung des Wärmetauschers:

Drainage Wärmetauscher

Bisher wusste ich nicht, wo das Rohr endete und ärgerte mich im Winter schon mal über den solide vereisten Ablauf. Fürs Protokoll: Der Ablauf endet 150 cm vor dem linken Fuß des Wärmetauschers.
Meine Lösung für die Vereisungsproblematik seht ihr auch schon auf dem obigen Bild. Ich habe mit meinem Erdbohrer (Keine Ahnung, wie man ohne leben kann) ein 100cm tiefes Loch unter das Ende des Rohres gebohrt. Da rein kam ein entsprechend langes Stück Drainagerohr, welches mit einem HT-Adapter 100 auf 50 oben verschlossen wurde:

Drainage Wärmetauscher 2

Das Ganze funktioniert jetzt als großer „Auffangtank“ für das Kondenswasser. Statt lediglich über das kleine HT50 Rohrende kann das Wasser nun über das 100er Drainagerohrende bzw. die seitlichen Schlitze versickern. Durch die wesentlich größere Tiefe sollte das umgebene Erdreich am Auslass auch nicht mehr gefrieren (und somit ein Versickern verhindern). Auch das zusätzliche Volumen des „Tanks“ sollte einen Rückstau verhindern. Keine Angst: Wenn’s nicht klappt, erfahrt ihr es.
In der Zwischenzeit war dem Kätzchen-Kommando der Durchbruch gen Brunnen gelungen. Es folgte eine Lage Sand (mit 2% Gefälle Richtung Brunnen), das Saugrohr, ein Wasserrohr und ein Erdkabel für den Garagenhof:

Abstand Richtung Brunnen

Auch hier fürs Protokoll: Die Verteilung liegt 175 cm von der Rasenkante am KG/HT-Auslass entfernt. Die Einmündung am Brunnen ist 33 cm von der dortigen Rasenkante entfernt.
Haarscharf zwischen Brunnen und (dilettantischer) Rasenkante konnten wir Strom und Wasser gen Garage durchführen:

Am Brunnen

Hatte ich eigentlich schon erklärt, wozu ich die historischen Dachziegel brauchte?
Nein?
OK. Kommt. Über die Leitungen kam wieder eine Schicht Sand (als Schutz gegen drückende Steine), darauf kamen dann halbierte Ziegel (als Schutz gegen Spaten), dann gelbes Warnband („Achtung Stromleitung“) und anschließend wieder Erde:

Aufbau der Gräben

Es tat mir ein wenig in der Seele weh, die historischen Dachziegel mit FLEX und Hammer zu teilen, aber bei „zu verschenken“ auf eBay-Kleinanzeigen kann man wenig wählerisch sein. Sie wären ansonsten in die Mulde gewandert.
Wenigstens ist das total Öko, da die alten Ziegel nicht beschichtet sind.
Während ich mich also meinen Sentimentalitäten Hingabe, wühlte sich das Pilz-Platoon am Klettergerüst vorbei:

Abstand Klettergerüst

Auch hier für Protokollzwecke: Abstand zum ersten Betonfundament „Spielhaus“: 163 cm; Abstand zum hinteren Betonfundament „Sandkasten“: 120 cm
Auch längs am Haus musste entlanggewühlt werden:

Abstand Richtung Wohnzimmer

Dabei stieß die Bärchenbrigade auf mit Schüppchen unüberwindliche Mauerreste des Vorgängerhauses.
Dank des großen Abbruchhammers meines Nachbarn war aber auch dieses Hindernis bald aus dem Weg geräumt:

Bauschutt

Leider fanden sich aber noch mehr Kuriositäten.
In 215cm Abstand zum 3. großen Pflasterstein von links, der Pflasterfläche vor dem Wohnzimmerfenster, findet sich dieses unbekannte Erdkabel:

Unbekanntes Stromkabel

Und die folgende rote Leitung findet sich in 215 cm Abstand zum 5. großen Pflasterstein von rechts, der Pflasterfläche vor dem Wohnzimmerfenster:

Unbekannte Leitung

Richtung Terrasse führt die Leitung in einem Meter Abstand zum Haus am Badezimmer entlang.
Damit waren alle Leitungen verlegt.
Um später noch zu wissen, was wohin führt, habe ich sie farbig markiert:

Verteilung

Gelb: Saugleitung vom Brunnen
Blau: Leitung Richtung Garage
Rot: Leitung Richtung Terrasse
Grün: Leitung Richtung Garten-/Gewächshaus
Die identischen Markierungen finden sich auch oben an den Rohrenden bei der Pumpe.
Die Verteilung habe ich großzügig in Sand gepackt und mit einer Gehwegplatte abgedeckt:

Verteilung abgedeckt

Darauf noch ein paar Krumen Erde und später Rasen. Sollte ich da dann nochmal dran müssen, muss ich nur die Platte ausgraben und komme dann recht einfach an die Verschraubungen.

Die Bärchenbrigade bekam zum Abschluss noch ein Eis und ist nun zur Erholung wieder im Kindergarten.

No pool? No Problem!

Vor kurzem beschrieb ich ja, dass ich den neuen Regenwasserbehälter im Gewächshaus mit Spanngurten in Form halte, damit er mir nicht wieder reißt, wie der Alte. Dies stieß auf einhellige Ablehnung in den Kommentaren.
Aus aktuellem Anlass kann ich jedoch vermelden, dass selbst mit 300 Litern bzw. zwei planschenden Personen das Regenfass von drei Spanngurten ausreichend gestützt wird:
Machbarkeitsstudie v.1.1
Dicke Backen? Ja.
Platzen? Nein.
Spanngurte ausreichend? Check!
Die 19 Meter 28mm-Kupferrohr in der alten Waschmaschinentrommel bringen die 300 Liter bei mittlerer Flamme in 1,5h auf 37°C. Transport per Thermosiphon funktioniert einwandfrei.
Ist extremst entspannend:
Sonnenuntergang
Als Spoiler sei verraten, dass dies lediglich eine Machbarkeitsstudie für ein weiteres Projekt ist.