Im Zuge des Wasserpumpenwechsels am Combo musste ich Kühlwasser ergänzen.
Da ich keinerlei Hinweise fand, welche Art von Kühlmittel der Combo verwendet, konnte ich nur vage nach der Farbe gehen. Die ist orange.
Doof. Grün: easy; Blau: easy… Bei allem anderen stellt sich die Frage, ist dass nun gelb oder rot?
Ich entschied mich für rot.
Mittlerweile weiß ich, dass es wirklich orange ist (G34).
Allerdings mit Bauchschmerzen. Im Netz liest man immer wieder Schauergeschichten von verklumpter Kühlflüssigkeit wenn man rote mit andersfarbigem Kühlmittel mischt.
Also habe ich mich wie immer ein wenig schlau gelesen.
Fazit: Es ist schnurz, welche Farbe ein Kühlmittel hat.
Der enthaltene Farbstoff sagt NICHTS über die Verträglichkeit verschiedener Mittel untereinander aus. Selbst Mittel mit identischer Farbe können unverträglich zueinander sein!
Der Ausflockungsprozess wird lediglich ausgelöst, wenn man silikatfreie Kühlmittel und silikathaltige mischt.
Wie/ob der Hersteller des Mittels diese Unterscheidung farblich kennzeichnet, ist ihm selbst überlassen.
Eine Normierung gibt es hierzu nicht.
Als grobe Linie wird immer gesagt, dass grün und gelb silikathaltig sind. Aber Achtung: Glysantin G33 ist z.B. blaugrün und trotzdem silikatfrei.
Einzig verlässlich sind die Angaben auf der Flasche. Dort muss ausgewiesen sein, ob Silikate enthalten sind.
Um das Ganze mal zu untermauern habe ich den „Stammtisch-Todestest“ gemacht:

Im Bild sehen wir das nun im Combo beigemischte Glysantin G30 (Silikatfrei).
Im folgenden Bild ist das G30 schon im Wurstglas (vorher gründlich austrinken) und in der Spritze lauert der Stammtisch-Todesfeind, blaues Kühlmittel (im Rialto und Bug verwendet):

Ihr ahnt, was kommt, oder?
Ich alter Gefahrensucher hab die Beiden einfach mal vermischt!
Allen Schauermärchen folgend, müsste das eine zähe braune Suppe mit Klümpchen ergeben.
Und? Was ist passiert?
Die Farbe hat sich geändert:

Und dann?
Nix…..
Das Süppchen steht nun mittlerweile über einen Monat bei mir im Keller und ist immer noch nur lila.
Ist auch kein Wunder. Beide Flüssigkeiten sind silikatfrei….
Ich warte aber nochmal ein Weilchen, ob die Suppe vielleicht doch noch explodiert. Ich bezweifle es jedoch.
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Transfusion
Nachdem ich ja neulich mal wieder fremde Starthilfe in Anspruch nehmen musste, hab ich mal ein paar Kröten in ein anständiges Starthilfekabel investiert:

Natürlich hab ich auch hier nix ohne intensive Recherche gekauft.
Ich habe mich für ein Starthilfekabel von GYS entschieden.
Eckpunkte:
- 35 mm²; belastbar bis 700 A (damit geeignet für Ottomotoren bis 7000 cm³ / für Dieselmotoren bis 4000 cm³)
- 2 x 4,5 m (ausreichend lang um nicht endlos rangieren zu müssen)
- Gelenke aus Metall (die Plastikteile halten nicht lange)
- unisolierte, schlanke Klemmen (um auch an die versteckten modernen Batterien zu kommen)
Um den für moderne Technik bösen Spannungsspitzen vorzubeugen, hab ich noch in ein AEG 97209 StartProtect SN 35 investiert.
Schraubt man die Kästchen auf, findet sich da drin ein blauer magischer Elektrobaustein, der auch einen technischen Namen hat, welcher mir aber schon wieder entfallen ist:

Auf jeden Fall knabbert der plötzliche Spannungsspitzen weg, die beim Abklemmen entstehen können und schützt so die mäkeligen Steuergeräte moderner Autos.
Die Montage der Hasen ist easy. Sie werden einfach jeweils ca. 30 cm vor den Klemmen in die Kabel geschraubt:

Dadurch kann man die Kabel leider nicht mehr einzeln verwenden, aber das kann ich persönlich verschmerzen.
Das ich mit den blanken Klemmen aufpassen muss ist mir bewusst. Vielleicht lasse ich mir da noch was einfallen. Allerdings bin ich ja eh tendenziell übervorsichtig, so dass ich nicht glaube, dass das zu Problemen führen wird.
Jetzt fehlt mir noch noch eine leere Batterie….
Das Ackerpony
Es gibt mal wieder Zuwachs im heimischen Fuhrpark.
Diesmal sogar mit vier Rädern!
Die Allerdings nur an einer Achse ohne Differential….
Ein Honda F200 hat seinen Weg zu uns gefunden:

Das Gerät bekommt auch schon ein H-Kennzeichen, ist also bei uns genau richtig aufgehoben.
Anstelle der Gummireifen kann man auch diese Messerräder installieren:

Damit muss Mutti nicht mehr vor den Pflug gespannt werden, wenn es in den Selbstversorgergarten geht.
Für Vaddern jedoch wesentlich wichtiger, war der (Eigenbau) Räumschild, der mit dem F200 kam:

Nicht hübsch und reparaturbedürftig aber eine große Erleichterung für ihn, wenn er unsere stattliche Auffahrt nicht mehr jeden Tag im Winter von Hand räumen muss.
„Man wird ja schließlich nicht jünger…“
Wir haben den Schild auch direkt mal probemontiert und bei 36°C ein wenig imaginären Schnee geschoben:

Die Nachbarn werden sich ihren Teil gedacht haben….
“Smoker!!” XI
Den letzten Heimatbesuch haben die Beste und ich dazu genutzt, Vaddern bei einer Optimierung des Räucherofens zu helfen.
Im Alltagsbetrieb hatten sich mittlerweile einige Schwachstellen offenbart:
- Bei anhaltendem Regen trat recht viel Wasser in den Brennraum ein
- Um die Front etwas besser vor der Witterung schützen zu können wurde ein abnehmbares Vordach gewünscht
- Das unterirdische Rohr führte zu einem negativen Irokesenschnitt beim Rasen:

Also hat Vaddern über ebay-Kleinanzeigen zwei Anhänger voll Mutterboden besorgt und wir haben das Rohr wieder frei gelegt:

Die noch intakten Grassoden haben wir fein säuberlich abgestochen und beiseite gelegt. Die kamen später als Riesenpuzzel wieder drauf.
Um das Rohr kam dann ein isolierender Mantel aus Glasfaserwolle mit Alu-Rücken:

Ich weiß, dass die Isolationswirkung von nasser Glaswolle auf nahezu Null sinkt, aber wir denken, dass, wenn durch das Rohr der heiße Rauch zieht sie relativ schnell wieder getrocknet wird und anschließend den Rasen vor Überhitzung schützt.
Um ihr dabei noch ein wenig zu helfen kam nach einer Zwischenschicht aus Erde noch eine dreilagige Rettungsdecke darüber. Diese soll das Regenwasser zu den Seiten ableiten und (mit der silbernen Seite nach außen) als zusätzlicher Hitzereflektor fungieren:

Für das Vordach kommen höhenverstellbare verzinkte Rohre zum Einsatz. Diese haben wir im später gewünschten Dachwinkel behelfsmäßig fixiert und dann einbetoniert.
Bilder davon liefere ich nach.
Dann wurde alles mit Erde verfüllt. Ein Knochenjob bei 36°C in der prallen Sonne.
Der Hügel über dem Rohr ist jetzt wesentlich größer und breiter. Mal sehen, wie es optisch scheint, wenn er wieder vollständig begrünt ist.
Zum Abschluss gab es natürlich wieder geräucherte Regenbogenforellen:

und Walderdbeerbowle:

Beim räuchern ist uns dann ein weiterer positiver Nebeneffekt aufgefallen: Der Ofen kommt nun wesentlich schneller auf Temperatur und man braucht entsprechend weniger Brennholz.
Mal sehen, was der Rasen von unserer Aktion hält.
Ich bin gegen 23 Uhr zufrieden angetrunken und vom schüppen gut erledigt ins Bett getorkelt, während Vaddern und die Beste noch ein paar Stündchen weiter gezaubert haben.
Ein schönes Wochenende.
Der Rasenmähermann
Zwischenzeitig musste ich mich auch ein wenig dem Rasenmäher unseres Gartenprojekts zuwenden.
Es handelt sich dabei um einen Güde S 270:

Die Info war: „Der springt nicht mehr an.“
Ein kurzer Funktionstest im Garten zeigte, dass sich der Anlassgriff ohne Widerstand raus ziehen ließ.
So kann das ja auch nix mit der internen Verdichtung werden.
Also in den Combo geworfen und in den heimischen Werkkeller verbracht.
Die blaue Abdeckung ließ sich fix demontieren:

Interessanterweise erfüllt sie keinerlei strukturelle Aufgabe. Ein Schelm, der an chinesische Massenware, welche unter 1000 verschiedenen Labels vertrieben, wird denkt…
Als nächstes muss das Lüftergehäuse runter:

Dort drin sitzt auf einer federbelasteten Spule die Anreißleine.
Zwei Mitnehmer greifen beim anreißen in die Aussparungen des fest auf dem Lüfterrad montierten Metallkäfigs (oben zu sehen) und darüber wird der Motor dann gedreht.
Hier die Mitnehmer in eingeklapptem Zustand:

Und hier, wie sie eigentlich ausklappen müssten, wenn man an der Strippe rupft:

Auslösendes Moment ist hierbei die oben zu sehnenden Metallkappe.
Herzstück der ganzen Mechanik ist eine Feder, welche die Kappe auf Spannung hält:

Diese Feder scheint mittlerweile ihre Spannung verloren zu haben. Ich habe erst mit verschieden starken Unterlegscheiben experimentiert um die Spannung der Feder zu verändern. Das hat aber keine zuverlässige Lösung des Problems gebracht. Entweder die Spannung war zu stark und die Mitnehmer klappten nur noch schwer ein oder die Spannung war immer noch zu lasch und es rührte sich nix.
Also wo anders angesetzt. Die Mitnehmer werden, sobald der Motor läuft von kleinen Federn (ähnlich denen von Wäscheklammern) zurück in ihre Ausgangsposition gedrückt.
Gegen deren Spannkraft muss aber die Fliehkraft arbeiten, wenn sie ausklappen sollen. Sicherheitshalber sind die Mitnehmer aber so geformt, dass der laufende Motor sie zusätzlich in ihre Ausgangsstellung zurück drückt.
Also die Federn ausgebaut und voilá: Der Keller konnte gemäht werden!
Anschließend gab’s noch ein wenig generellen Service. Alles schön siffig:

Das Kunststoffchassis hat auch schon arg gelitten:

Aus diesem Loch wurden Schnittgut und Steinchen zielgenau ins Gesicht des Rasenmähermannes geschleudert. Sehr angenehm. Gibt’s beim mähen gleich nen Salat zum Direktverzehr.
Da eh noch ein kaputter Eimer rum lag, hab ich mich mal an einem Hotfix versucht:

Etwas Scherenschnitt und vier Popnieten später:

There! I fixed it!
Mal sehen, wie lange das hält. Sonderlich zuversichtlich bin ich da nicht.
Abschließend möchte ich anmerken, was für ein billiges Mistding der Rasenmäher ist!
Die Räder sind mit einfachen Schrauben in Kunststoffbuchsen befestigt und lösen sich dauernd, das Kunststoffchassis ist stark bruchgefärdet und verwindet sich unter dem schweren Motor, der Lenker ist wabbelig und die Einstellung der Mähhöhe nur durch Demontage der vier Räder möglich…. ich hätte nicht gedacht, dass sich eine Firma wie Güde traut, auf so ein schlechtes Produkt ihren Namen zu kleben.
Ich würde ihn maximal geschenkt nehmen, um aus dem Motor nen Go-Cart zu bauen.