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Auf dem Zenith II

Vor ein paar Tagen erreichte mich überraschend ein kleines Paket. Komisch, ich hatte doch garnichts bestellt?!
Drin war das hier:
Bond Bug Luftfilterdichtgummi 1
Macht nicht *Klick*? Kein Problem, is ja auch schon lange her, dass ich darüber geweint habe.
Es ist ein neuer Dichtring um den Übergang zwischen Luftfilter und Vergaser abzudichten. Die Teile sind nicht mehr neu zu bekommen und zerbröseln im Laufe der Zeit.
Axel aus dem BondBug-Forum hat meine Hilferufe erhört und fix zwischen all den Teilen, welche er für Triking-Threewheeler anfertigt, mir einen neuen Ring gegossen!
Großartig!
Bin ich ja ganz aus dem Häuschen vor Freude. Netzwerk und so!
Dementsprechend bin ich auch bei nächster Gelegenheit in die Garage gespurtet und habe den ollen kaputten Dichtring ausgebaut. Hier mal im Vergleich:
Bond Bug Luftfilterdichtgummi 2
Ist schon ziemlich fertig, das alte Stück.
Der neue Ring passt gut in den Flansch der Luftfilterpfanne:
Bond Bug Luftfilterdichtgummi 3
Auch auf den Flansch des Vergasers passt er vorzüglich:
Bond Bug Luftfilterdichtgummi 6
Nur den hinteren Rand müsste ich kürzen, damit der Betätigungsarm des Chokezuges dort nicht hängen bleibt (auf dem Bild sichtbar).
Die Ernüchterung kam, als ich den Luftfilter mit neuem Gummi auf den Vergaser setzen wollte. Die Wandstärke des neuen Gummis ist zu dick. Ich bekomme die Pfanne nicht über das, durch den Vergaserflansch leicht geweitete, Gummi geschoben. Dammt! Mal sehen, was ich da mache. Kann ja nicht sein, dass Axels freundliche Mühe vergebens war! Ein wenig Hoffnung setze ich noch in Spüli als Schmiermittel. War beim obigen Versuch gerade nicht zur Hand. Vielleicht kann ich die Pfanne dann drüber zwängen.

Fummeln im Untergeschoss

Da ja, am vergangenen Wochenende nur fremd gefummelt wurde, habe ich mir auch mal den Kleinen von unten besehen.
Vaddern klagte, wie berichtet, über ein „Klacker-Geräusch“ bei Lastwechseln.
Ich habe mir die Kreuzgelenke der Kardanwelle mal genauer besehen, konnte aber bei keinem Spiel feststellen.
Lediglich bei einem sieht es so aus, als würde der Segering in seiner Nut rotieren:
Volvo 1800S Kreuzgelenk Kardanwelle 21
Allerdings ist der erkennbare „Ring“ auch nicht frisch blank. So richtig sicher bin ich daher nicht.
Wir haben nun erstmal den schon festgestellten, losen Momentstab wieder fest angezogen.
Muss Vaddern mal ne Proberunde drehen und horchen, ob es verschwunden ist.
Weiterhin habe ich die Schrauben der Ölwanne nachgezogen (natürlich mit Drehmomentschlüssel [6-8 Nm]). Da gabs nämlich eine kleine Undichtigkeit:
Volvo 1800S Ölwanne 20
Mal sehen, obs geholfen hat. Im Vergleich zu meinen Engländern war der Kleine natürlich auch schon vorher knochen-trocken. Dienstags und Donnerstags mal nen kleinen Tropfen Öl abseilen, war schon bei der Produktion meiner Motoren nur ein Wunschziel.
Für etwas Unmut sorgt der Kupplungsnehmerzylinder samt Umgebung.
Die Gummiabdeckung des Betätigungsarms, welcher in das Getriebe läuft ist lose und gerissen:
Volvo 1800S Kupplungsnehmerzylinder 12
Da können sich Dreck und Feuchtigkeit nun ein fröhliches Stelldichein geben.
Weiß zufällig jemand, wie das Gummi im Original sitzt/befestigt wird?
Wirklich passen tut es nämlich nicht.
Aber es scheint ein original Volvo-Teil zu sein. Zumindest schient dort eine Volvo-Ersatzteilnummer drauf zu stehen:
Volvo 1800S Kupplungsnehmerzylinder 19
Soweit ich das entziffern kann, steht da:
VOLVO 663994
92050-6 ?30
Neben dem Gummi ist auch der Nehmerzylinder selbst fratze:
Volvo 1800S Kupplungsnehmerzylinder 16
Unter seiner Staubmanschette tritt Bremsflüssigkeit aus.
Der Zylinder scheint die Nummer 230365CK zu haben.
Mal sehen, ob’s den komplett neu gibt, oder ob wir ihn auch überholen müssen.

Regenrinne

Als ich auf der Suche nach dem Falschluft-Leck bei Sir Edward war, teilte man mir im R3W-Forum mit, dass das Tropfblech unter dem Vergaser falsch herum montiert ist. Auf diesem Foto aus der Anfangszeit, sieht man die alte Montageposition:
Unterdruckanschluss
Das Tropfblech soll dazu dienen, dass Benzin, welches aus dem Vergaser tropft, nicht auf den heißen Auspuffkrümmer läuft und den geliebten Rialto in einen Feuerball verwandelt. Außerdem soll der angenietete Asbestlappen Hitze vom Vergaser fern halten und so Dampfblasenbildung verhindern.
Also schon ganz sinnvoll das Teil.
Wie man auf dem Foto oben sieht deckte das Blech früher nicht den Bereich unter dem Benzinreservoir ab. Weiterhin waren seine Seiten nach unten abgerundet, so dass austretendes Benzin einfach dort drüber laufen könnte. Wenn man so drüber nach denkt, hätte mir das auch früher mal auffallen können…
Keine Ahnung, warum das mal jemand aus Versehen falsch rum montiert hat.
Dank neuem Ratschenkasten war die Reparatur schnell erledigt.
Hier das Blech richtig rum mit Lappen:
Tropfblech
Und hier richtig rum montiert:
Tropfblech richtig herum montiert
Es ist zwar auch nicht schön, dass etwaiges Benzin nun hinten einfach runter tropft, aber der Sicherheitsgewinn sollte schon immens sein! Bei der Gelegenheit habe ich auch das Anschlussgummi der Verbrauchsanzeige erneuert und gegen ein 90°-Stück aus dem Unterdruck-Steuerungssatz getauscht.
Jetzt ist vorne auch mehr Platz zum hantieren:
Tropfblech richtig herum montiert
Wieder was abzuhaken. Sehr schön!

Entscheidend ist, was hinten rauskommt III

Nach dem Tank habe ich auch den vorher schon mal probeweise zusammengesteckten Auspuff unter Sir Edward geworfen.
Natürlich bekam er vorher eine Runde hitzebeständigen Lack, damit das Dingen nicht wieder so schnell vergammelt:

Wie ihr seht, gebe ich zwei Dichtschellen (auch von Holts), gegenüber der von euch propagandierten Schweißung, den Vorzug. Schreit „Pfusch!!“ so viel ihr wollt, ich werde es erstmal testen (Is ja schließlich keine Demokratie hier, so wie beim Landcruiser-Experiment). Die Schellen hatte ich da und sie sitzen schön fest. Wenn da nix vorbei pustet, bleibt das so. Sollte es undicht sein, kann ich es immer noch schweißen lassen.
Die Gewinde der verbogenen Bolzen am Krümmer und den Flansch habe ich in ermüdender Feinarbeit gereinigt und per Gewindeschneider repariert, so gut es ging. Neue und vor allem passende UNF-Muttern samt Federscheibe und neuer Dichtung pressen nun das Rohr auf den Krümmer:

Mit dem bloßen Auge sieht es schön dicht aus. Mal sehen, wie es im Betrieb hält.
Der Auspuff hat am Rohr lediglich einen Aufhängungspunkt (am Getriebe). Hinten wird er über zwei Gummibänder am Schalldämpfer gehalten. Da der alte Auspuff recht dicht am versetzten Nebelschlusslicht saß, haben Vaddern und ich die Rohrstücke etwas verdreht montiert und nicht so, wie die Krümmung im original war. Das brachte uns mehr Abstand zum Handbremskabel (welches vorher bedrohlich nah am Rohr verlief) und auch mehr Abstand zur Nebelschlussleuchte.
Allerdings machte es die Neuanfertigung eines der Gummi-Haltebänder notwendig, da der Schalldämpfer nun etwas steiler nach unten zeigt. Passender Ersatz fand sich in Form eines alten Stücks Förderbands:

Ich bin immer wieder beeindruckt, was wir alles im Fundus haben….
Fix einen sauberen Schnitt dranne lang:

Und fertig war der Ersatz.
Das Förderband qualifizierte sich, da es ebenso wie das alte Halteband eine Metalleinlage im Gummi hat. Im folgenden Bild schön zu erkennen (oben das alte Band unten das Förderband):

Nun sitzt auch der Schalldämpfer wieder schön in Position:

Alter Wein in neuen Schläuchen

Wie ich ja schon geschrieben hatte, habe ich die alten Bremsschläuche von Sir Edward zu Aretz-Bremsendienst geschickt, um sie nachfertigen zu lassen.
Heute kam das Paket zurück. Mit schönen neuen Schläuchlein drin. Hier die Alten und Neuen in der Gegenüberstellung:

Die neuen Verschraubungen scheinen auch aus Stahl zu sein, wie die Alten. Muss ich also mal nen Auge drauf haben, wegen Korrosion. Nicht dass die mir auch festgammeln.
Herr Aretz meinte am Telefon, dass er keine passenden Kontermuttern hätte, aber das welche für die alten Land Rover passen müssten. Um so erfreulicher, dass er anscheinend doch noch welche gefunden und mit ins Paket getan hat:

Man achte bitte auch auf die unterschiedlichen Dimensionen der Sechskant-Hasen an den Aufgepressten Schlauchenden! Diese riesen Dinger, dürften sich nicht so schnell rund drehen, wie die mickrigen der Alten. Bin sehr zufrieden mit der Arbeit.
Der Wehrmutstropfen lag aber auch gleich mit im Paket. Die Rechnung. 100€ ruft Herr Aretz für die Schläuche auf. *Aua*. Schon was anderes, als die angekündigten 35€…. Und so weit ist das nun auch nicht mehr von dem Preis für maßangefertigte Stahlflexschläuche entfernt. Naja, in vier Jahren (ist der regelmäßige Wechselintervall für Bremsschläuche) denke ich dann nochmal neu über die Stahl-Variante nach. Man lernt ja dazu….