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Frühlingserwachen

Nachdem das neue Mofajahr im März angefangen hat, hab ich mich mal an die Gorilla begeben.
An erster Stelle stand ein neues Kennzeichen. Aus dem Debakel mit der Allianz (die wollten mir das Geld selbst im Falle eines Verkaufs der Gorilla nicht erstatten!) habe ich ja gelernt. Die sehen mich nicht wieder.
Für dieses Jahr versuche ich mein Glück bei der ÖSA. Die sind nicht nur billiger als die Allianz, nein, man bekommt dort auch direkt ein Formular ausgehändigt zur Rückerstattung der Versicherungskosten, sollte man das Fahrzeug vorher abmelden wollen!
Aha! Es geht doch, liebe Allianz.
Nach Montage des Kennzeichens, hab ich eine erste Proberunde gedreht.
Alles super. Die Gorilla sprang auf den vierten Kick an und auch das Getriebe schaltete sauber.
Allerdings fiel mir auf, dass die Blinker sehr müde waren und auch sonst die Beleuchtung eher mau war.
Dabei hatte ich die Batterie den Winter über immer wieder mal am Ladegerät gehabt.
Also ausgebaut und gecheckt. Hmm, 5,45V bei einer 6V-Batterie sind ein bisschen wenig.
Das neue Bosch C7 brachte den kleinen Würfel ruck-zuck wieder auf volle Power.
Allerdings sagt das wenig über den Zustand eines Akkus. Daher habe ich mal als Kapazitätstest eine 6V 5W-Birne an den Akku geklemmt und geguckt, wie lange sie leuchtet. Nach ca. 30 Sekunden wurde aus „hell“ ein stetiges „glimmen“. Ok. Der hat’s also hinter sich. Bei atemberaubenden 4 Ah hätte da mehr gehen müssen.
Schnelle Netzkonsultation förderte die Bezeichnung „6N4-2A-4“ bzw. „6N4-2A-2“ als passend zutage.
Um möglichst rapido Ersatz zu bekommen und den alten Würfel los zu werden, bin ich zu Tante Louis geschüsselt.
Die hatten dort überraschenderweise nicht nur Ersatz auf Lager, sondern auch noch Auswahl!
Entweder Erstausrüsterqualität von Delco für 15,99€ oder Aftermarket von Saito für 4,99€.
Da war die Wahl nicht schwer. So schlecht kann die Saito-Batterie gar nicht sein.
Passte erwartungsgemäß auch plug&play.
Nun funktionierten zwar Blinker, Bremslicht und Leerlaufanzeige aber Scheinwerfer und Rücklicht waren zappenduster….
Also wieder zerlegt und geschaut, wo sich der restliche Strom versteckt:
Abblendlicht funktioniert nicht
Birnchen sind alle ok. Hab ich mit dem Ohmmeter getestet.
Schalter hab ich zerlegt (frickeliger Bastard!) und auch keinen Fehler gefunden.
Kommt aber trotzdem kein Strom an den Fassungen an.
Strange.

Bei der Gelegenheit habe ich entdeckt, dass ich das Kabel vom hinteren Bremslichtschalter wohl nicht ordentlich verlegt habe und es an den heißen Auspuff gekommen ist:
angeschmortes Kabel
Doof. Ist bis auf die Kupferseele durch geschmort. Funktionierte aber interessanterweise noch.
Da der Neupreis (inkl. Versand) bei gerade mal 5,60€ liegt, habe ich mir die Bastelei für schlechte Zeiten aufgehoben und ein Neuteil geordert.
Allerdings bringt mich das mit der dusteren Hauptbeleuchtung nicht weiter.
Das Internet spricht von defekten Gleichrichtern…*murf*
Mal schlau lesen, wie ich da was testen kann.

Erleuchtung & Shen Mengs Cock

Nachdem ich die Super Bravo gegen die Gorilla getauscht hatte, gab es in Magdebrug noch ein paar (vermeintliche) Kleinigkeiten zu erledigen.
Oben auf der Liste stand eine neue Batterie. In dem Karton mit den Ersatzteilen fanden sich auch zwei Batterien. Die Alte war nicht mehr zu gebrauchen (Ich vermute einen Kurzschluss zwischen den Zellen). Also musste ich die „Neue“ (und damit auch schon 15+ Jahre alt) fit machen:
Neue Batterie
Batteriesäure hatte ich noch reichlich von der neuen Batterie des Rialtos. Umbasteln musste ich nur die Flachstecker auf Japan-Stecker. Beim Sicherungshalter genügte umschrauben, da die Gewinde glücklicherweise identisch sind. Das blaue Massekabel musste ich per Lötkolben verpflanzen.
Für einiges an Rätselraten sorgte das Leuchtobst des Frontscheinwerfers:
Abblendlicht-Halter
Wie man sieht, hat da schon mal jemand die Halterung mit der Flex „optimiert“.
Dem ungeachtet brauchte ich auch eine neue Birne, weil die alte durchgebrannt war.
Um mir das Porto zu sparen bin ich zur SimsonKlinik geradelt, welche hier um die Ecke liegt.
Die Simmen brauchen auch größtenteils 6V-Leuchtmittel, so dass ich da ein wenig räubern konnte.
Sowohl die zwei BA9s 6V 2W als auch die vier BA15s 6V 21W waren in Sekundenschnelle auf dem Tresen.

Für den Hauptscheinwerfer wollte ich etwas Neues ausprobieren:
Bei der Bestandsaufnahme ganz zu Anfang war mir ja schon aufgefallen, dass der Keramikwiderstand auf dem Rahmen zerbröselt ist:
Keramikwiderstand kaputt
Recherchen und ein Blick in den Schaltplan offenbarten, dass dieser Widerstand eine Besonderheit für den deutschen Markt war.
Der Widerstand hängt zwischen Lichtspule sowie Hauptscheinwerfer und verbrennt einfach 10 Watt. Soweit ich raus gefunden habe, durfte nämlich in den 80ern die Hauptbeleuchtung eines Mokicks im Westen nicht mehr als 15 Watt haben (Fragt mich nicht nach dem Grund! Wäre sonst nicht funzelig genug gewesen, oder so…). Die internationalen Versionen der Monkeys und Gorillas hatten diesen Widerstand nicht und dementsprechend eine 25Watt Birne im Scheinwerfer.
Da gute Beleuchtung vor geht, habe ich kurzerhand den defekten Widerstand ausrangiert und nach einer BA20d 6V 25W-Birne gesucht.
Im lockeren Schrauberschnack mit dem Herrn von der SimsonKlinik meinte dieser jedoch, dass das dort in der Fassung gar keine BA20d-Birne wäre, sondern irgendwas anderes exotisches.
Auch hier verbleibt die Motivation des Umbaus im Nebel der Geschichte…
Kurz darauf stöberten wir zusammen in einem Leuchtenkatalog von Narva und identifizierten die Birne als P26s.
Eine passende hatten sie leider nicht im Angebot, so dass ich im Netz stöbern musste.
Gar nicht so einfach eine P26s 6V 25W zu finden, ohne gleich ein Vermögen auszugeben! 5,50 € plus Versand sind eher die Regel, als die Ausnahme.
Überraschenderweise fanden sich welche für läppische 0,97 € bei scooterwelt.de.
Damit sich die Versandkosten auch lohnen habe ich gleich drei Stück und noch einen Benzinhahn dazu geordert.
Bisher hält die Birne auch klaglos durch und verbreitet ausreichend Licht, um auch mal bei Dunkelheit unterwegs sein zu können.
Ich werde berichten, wie sie sich dauerhaft schlägt.

Saft- & Kraftlos

Ich wollte nur kurz mitteilen, dass die vor einiger Zeit noch so gelobte Opel Batterie aus dem Stiefastra den strengen Frost der letzten Tage nicht überlebt hat.
Ersatz liefert der lokale Baumarkt:
Batterie Alt & Neu
Größere Investitionen schienen da nicht angebracht (Wobei selbst diese noch gelöste 80 € kostete!).
Die alte Batterie hat 12 Jahre ohne Liebe und größtenteils im Freien verbracht. Wenn die Neue nur 1/3 so lange hält, dann ist das länger, als der Stiefastra noch bei uns zubringen wird.
Und in Afrika wird eh nur angeschoben….

Einlage

Für die neue Batterie von Sir Edward musste ich eine kleine Unterlage basteln. Da sie ja mit der alten Batterie identisch war, war sie ebenfalls einen winzigen µ-Meter zu groß und saß daher leicht schief in ihrer Mulde. Ich vermute mal wieder legere Fertigungstoleranzen bei Reliant. Um nun aber nicht wie an der Batterie vom Bug rumsäbeln zu müssen, habe ich ihr einfach eine Einlage verpasst:
Reliant Rialto Batterieplatte 25
Einfach ein etwas kleineres Brett aus wasserfestem Sperrholz ausgesäbelt und dazu dann noch aus meinem lange nicht zitiertem Freund dem LKW-Schlauch eine Gummiunterlage ausgeschnitten.
Das Gummi soll zum Einen rutschhemmend wirken und zum Anderen auch etwas die Vibrationen dämpfen.
Passt titti:
Reliant Rialto Batterieplatte 24
Die Aussparung für die Batterie ist leicht trichterförmig, daher gewann ich durch die Unterlage auch etwas mehr Platz zur Seite, so dass die Batterie nun schön gerade im Motorraum steht:
Reliant Rialto Batterieplatte 26
Luft nach oben ist jetzt zwar so gut wie keine mehr, aber die Motorhaube liegt auch nicht auf dem Minuspol auf. Ich werde es beobachten, bin aber zufrieden.

Saftwürfel II

„International versenden, werden die englischen Shops sicher nicht.“, waren meine letzten Worte bezüglich der neuen Batterie für Sir Edward.
Ich hatte mal wieder unrecht:
Reliant Rialto Batterie 4
tayna.co.uk schicke (leider nur gegen Zahlung per Kreditkarte) mir die passende Numax 104-Batterie. Ich hatte vorher verschiedene Läden hier in Deutschland angeschrieben, ob sie mir diese Batterie wohl besorgen könnten, oder wenigstens Alternativen wüssten. Es war mal wieder ein Trauerspiel: Entweder sie antworteten gar nicht, oder winkten ab, oder schlugen völlig unpassende Alternativen vor.
Als ich dann beide Batterien mal nebeneinander gestellt habe, konnte man erkennen, dass die alte „No-Name“-Batterie anscheinend nur eine umgelabelte Numax 104 war:
Reliant Rialto Batterie 5
Ich hab sie dann (nach dem aufwärmen) mit der mitgeschickten Batteriesäure befüllt und mir aus einem Hölzchen einen Füllstandsanzeiger gebastelt. Ein wichtiger Faktor für die Lebensdauer einer Batterie ist, dass die einzelnen Zellen immer gleichmäßig mit Säure bedeckt sind. Bei durchsichtigen Batterien mit Füllstandsmarken ist das easy. Bei den schwarzen Klötzen erfordert es etwas Fummelei. Das Internet propagandiert einen maximalen Füllstand 15mm über den Platten. Also auf dem Hölzchen markiert und mit der Spritze fein justiert:
Reliant Rialto Batterie 7
Als Maßstab sollte man keine Metallteile verwenden, da die sich in der Säure anlösen und durch ihre Partikel die sie verfälschen könnten. Nach dem ersten Befüllen, sollte man den Bleiplatten mindestens eine Stunde Zeit geben, sich mit Säure voll zu saugen. Danach nochmal nachmessen und dann ans Ladegerät hängen.
Die 12 Volt Batterie sollte aufgeladen über eine Spannung von ca. 13,5 Volt verfügen ( eine 6 Volt Batterie ca. 7,2 Volt).
Anschließend habe ich den Klotz in den Rialto verfrachtet und wieder angeschlossen:
Reliant Rialto Batterie 8
Nun schnurrt er wieder wie ein Kätzchen.
Kapitel abgehakt.