Schlagwort-Archiv: Osnabrück

Sehe das Schild vor lauter Schilderwald nicht

Ker, ist so eine Kennzeichenwahl schwierig!

Ich sitze schon seit ner geschlagenen Stunde vor der Wunschkennzeichen-Datenbank der Stadt Osnabrück und versuche irgend eine schlaue und vor allem noch freie Kombination für Sir Edward zu finden.
Leider sind zwei Buchstaben nicht möglich. Es muss ein Buchstabe und vier Zahlen sein.

  • OS-R 1984 = vergeben (Rialto + Erstzulassung)
  • OS-E 1984 = vergeben (Erstzulassung)
  • OS-R 2850 = frei (Rialto 2 + Hubraum)
  • OS-R 2848 = frei (Rialto 2 + wahrer Hubraum)
  • OS-R 8500 = vergeben (Rialto + Hubraum+ 0)
  • OS-R 2000 = vergeben (Rialto 2 + 00)
  • OS-R 1337 = vergeben (Reliant is halt Leet)
  • OS-P 5037 = frei („PS“+ 0 + PS)
  • OS-R 4700 = vergeben (Rialto + Leergewicht + 0)

Aber so richtig glücklich bin ich mit obigen Varianten nicht.
Habt ihr noch kreative Ideen?

Schlüsselkind III

Langsam werde ich zum Stammgast beim Schlüsselmacher meines Vertrauens.
Die Firma heißt „Schuh- u. Schlüsseldienst Bucken Gbr‎“:

Der Mann ist aber auch hammergut! Je schwieriger die Aufgabe ist, um so mehr freut er sich über den Auftrag.
Mit Begeisterung hat er, zusammen mit mir, einen Haufen Kataloge der verschiedenen Schlüsselhersteller gewälzt und nach passenden Rohlingen gesucht, sowie verschiedene Kollegen abtelefoniert, ob sie Rat wüssten. Auch die immer länger werdende Schlange an wartenden Kunden hat ihn nicht aus der Ruhe gebracht. Im Endeffekt sollte ich eine Woche später nochmal wieder kommen. Er wollte sich bis dahin was überlegen.
Und in der Tat, als ich wieder kam präsentierte er mir stolz vier passende Rohlinge.
Die Schlüssel für den Bug waren seiner Aussage zufolge eine Herausforderung. Aber der Zündschlüssel für King Kong war die härteste Nuss. Da half selbst ein Anruf beim Rohling-Hersteller in Italien nicht. Die sagten nur, dass der Rohling nicht mehr produziert wird. Er musste dann einen ähnlichen Rohling anpassen. Dieser extra Aufwand trieb den Preis für den Schlüssel von normalerweise 7,50€ auf unglaubliche 9€ in die Höhe….
Der kurze Schlüssel ist das Original, der lange, die Nachfertigung:

Wirklich toll!
Und im Gegensatz zu anderen Schlüsseldiensten passten bisher alle von ihm nachgefertigten Schlüssel auf Anhieb und ohne zu haken! Eine klare Empfehlung von mir, der Laden.

Für alle Menschen, die auch für ihren Bond Bug oder ihre Honda Gorilla/Monkey Schlüssel nachfertigen lassen wollen, hier mal die Bezeichnungen, der passenden Rohlinge:
Honda Gorilla Zündschloss: Silca YH28

B0nd Bug Zündschlüssel: Börkey 735L
Bond Bug Canopy/Kofferraum: Silca LF4
Bond Bug Tankkappe: Silca KI3

Straße: Die unnütze Spaßbremse II

Am Samstag war ich mit Elion und am Sonntag mit Janosch und Heli beim Truck Trail hier am Piesberg.
Ich sage euch: Ganz groß!
Es war auf jeden Fall seine 20€ wert! Ein echter Sport zum anfassen und mit großem Unterhaltungswert.
Ich habe natürlich einen Kubikmeter Fotos geschossen und eine ganze Wagenladung Videos gedreht. Die Highlights davon findet ihr in diesem Zooomr-Set und in meinem Youtube-Channel.
Ich will mich hier auch nur auf ein paar Dinge beschränken.
Das hier, war das Panorama, dass uns begrüßte:

Es gab richtig fieses Geläuf:

Es gab großes Gerät in schönen Situationen:

Es gab kleines Gerät in schönen Situationen:

Es gab kleines Gerät engagiert gefahren:

Es gab großes Gerät engagiert gefahren:

Es gab spektakuläre Bergungsaktionen von großem Gerät (Ist ein Mehrteiler):

Es gab spektakuläre Bergungsaktionen von kleinem Gerät:

Es gab auch einen Absturz (Für Mensch und Maschine zum Glück glimpflich):

Also alles in allem echt eine tolle Sache!
Doch als echter Deutscher muss ich auch hier mal wieder ein wenig nörgeln…. wie schon beim Bergrennen, war auch beim Truck Trail die Organisation SEHR dürftig! Das drei Euro teure „Programmheft“ enthielt lediglich unvollständige und auch falsche Informationen. Es war außerdem auf die ganze Rennsaison abgestimmt und enthielt daher keinerlei Detailinformationen zum Ablauf diesen Wochenendes. Ein Plan, wann welche Klasse wo starten soll gab es nirgends. Mir ist schon klar, das man da keine genauen Uhrzeiten nennen kann, aber „ca.“-Angaben wären ja schon hilfreich! Zumal es ja auch anscheinend festgelegte (Mittags-)Pausenzeiten für die jeweiligen Klassen gab.
Einen Sektionsplan gab es nicht zusammen mit dem Programmheft, sondern nur separat am gut versteckten Info-Bunker. Der Plan war mit Paint gestaltet und kam ohne jede Erklärung oder Legende aus, so dass erstmal großes Rätselraten angesagt war, bis man das Prinzip dahinter erraten hatte. Aufgrund dieser lausigen Informationspolitik konnte man in dem weitläufigen Gelände regelmäßig nur an den aufsteigenden Rauch-/Staubschwaden erkennen, das irgendwo gerade was los war. Und kam man dort an, konnte es sein, dass gerade schon der letzte LKW die Sektion passierte. Einen Wettbewerb von Anfang bis Ende haben wir daher kaum gesehen. Auch eine Übersicht, wie welches Team in der Punktewertung steht, suchte man vergebens. Da besteht, meiner Meinung nach, noch einiger Nachholbedarf! Mal sehen, wie es beim nächsten mal ist.

“Sag Aaaaa…-Frame.” V

Gestern war ich nochmal los, um endlich den Achsschenkelbolzen (Kingpin) ausgepresst zu bekommen. Mein erster Versuch, eine fähige und/oder willige Werkstatt zu finden, war ja kläglich gescheitert.
Meine erste Anlaufstelle war die Empfehlung meiner Freundin. „Auto Mobil Osnabrück“ heißt der Laden:

Ich fühlte mich gleich gut aufgehoben, da ich in der hinteren Halle einen Opel Kapitän P 2,6 erspähte:

„Wer solch ein Fahrzeug in Behandlung hat, der hat auch ne Presse“, sagte ich mir. Ich sollte recht behalten. Die beiden älteren Herren, die die Werkstatt betreiben, beäugten Sir Edwards Achsschenkel amüsiert und äußerten, dass sie so eine Konstruktion ja schon seit den 70ern nicht mehr gesehen hätten. „Eine alte Presse müssten wir noch haben. Steht hinten im Lager.“ Zwei Minuten später räumten sie Altölfässer weg und es kam eine riesige 20t-Presse zum Vorschein, mit der sicherlich schon Lager der Junkers Ju 87 ein- und ausgepresst wurden. Nach kurzem experimentieren bezüglich der Auflagefläche und dem Auspressdorn (Sie verwendeten nachher einfach einen alten Bolzen) konnte es losgehen. Dorn/Bolzen fährt aus, trifft auf Achsschenkelbolzen, die Pumpe baut Druck auf, baut mehr Druck auf, baut noch mehr Druck auf, ich vernehme ein leises ächzendes Geräusch (leider aus Richtung der Pumpe), ich bekomme etwas Bedenken und suche Schutz hinter einem der Mechaniker („Feigling“, ich weiß.), dann meinte einer der Beiden: „Ohhh, das wird so nix! Wir kommen ans Limit! Lass mal aufhören.“ (Erinnerte mich stark an: „Röhrich, ich würd das lassen!„)
Da war ich ja erstmal ziemlich enttäuscht. Der Kingpin hatte sich keinen Millimeter bewegt und die Presse schien gescheitert. Dann meinte der Andere: „Lass mal umdrehen und von der anderen Seite probieren.“ Also Achsschenkel umgedreht und auf andere Seite gepresst. Da rührte sich auch nix. Zwischendurch haben sie sich drei mal bei mir rückversichert, dass da kein Splint mehr drin ist, kein Segering und das das Dingen nicht konisch oder sowas ist. Ich war mir nachher schon selbst nicht mehr sicher.
Von der anderen Seite aus gings dann wieder ans Limit, bis sein Kollege wieder meinte: „Du, dass wird auch so nix.“ In dem Moment gab es einen lauten Knall.
Obwohl ich ihn erwartet habe, hab ich mich echt erschrocken.
Da hatte sich der Bolzen dann gelöst und ließ sich danach ganz easy rausschieben aus den Nadellagern.
Was ein Bastard! Ich hätte nicht gedacht, dass es eines kleinen Buckelwals bedarf, um ihn da raus zu locken.
Auch die beiden Werkstattmeister waren erstaunt, über die Kraft, die nötig war.
Auf jeden Fall war ich froh, dass die Teile nun auseinander waren und der Achsschenkel unbeschädigt. Als es ums bezahlen ging, meinte der Skeptiker: „Och, gib nen paar Euros. Machen wir die Sache nicht größer als sie war.“ Ich hab ihnen nen 5er da gelassen. Schöne Sache!
Auto Mobil Osnabrück ist also eine klare Empfehlung! Sehr nett, günstig, mit Sachverstand und Studenten bekommen 10% Rabatt (Hab ich auf der alten Rechnung meiner Freundin gesehen).
Außerdem halten wir fürs Protokoll fest, dass meine Freundin, wie immer, Recht hatte.

So sah der Kingpin ungereinigt aus:

Man kann auf diesem Foto ganz gut erkennen, wo die Lager gesessen haben. Da sind einige Laufspuren/Standspuren sichtbar und fühlbar.
Und so sah der Achsschenkel aus:

25 Jahre Dreck und ausgehärtetes Fett. Die „Feuchtigkeit“ kommt lediglich vom WD40 in das ich die ganze Schose eingelegt hatte.
Hier ein Blick in die Aufnahme des Kingpins im A-Frame:

Ganz schön schartig, wie ich finde. Dort saß er auch so bombenfest.
Hier die drei Bauteile endlich separat:


Auf dieser Detailaufnahme kann man die abgewetzte Kante am Kingpin erkenne, an der Nut, durch die normalerweise der Haltestift läuft. Ich glaube, die ist beim auspressen entstanden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, woran er so gehakt hat. Außerdem kann man am rechten Ende nochmal die Spuren der Lager sehen.
Der Achsschenkel selbst hat leider auch zwei Laufspuren der Lager:

Die linke ist nur sichtbar, aber nicht fühlbar. Die rechte (am Gewinde) hat ein kleine „Grube“, die auch fühlbar ist. Ich halte ihn aber für wiederverwendbar. Mal sehen, ob ich da mit etwas Politur nachhelfen kann.
Hier noch ein Bild vom grob gereinigten Achsschenkel:

Man kann dort gut die Bronzeplatten erkennen, die den Abschluss der Nadellager bilden und an denen der A-Frame bei jeder Lenkbewegung reibt. Mal sehen, wie ich die raus bekomme. Ich glaube, das Lager sitzt in den Bronzeplatten und wird dann von innen in den Achsschenkel gesteckt. Wenn ich also von draußen mit einer passenden Nuss und nem Hammer auf das Lager prügel, solle es samt Platte nach innen raus wandern. Mal sehen…
Und hier noch ein abschließendes Bild vom Kingpin im Achsschenkel, um euch das Prinzip des ganzen nochmal zu zeigen:

Der Kingpin steckt fest in der Aufnahme des A-Frames und wird dort gegen vertikale Bewegung durch den Splint gesichert. Oben und Unten sitzen im Achsschenkel Bronzelager, an denen das Ganze reiben kann. Darüber befinden sich Nadellager, in denen sich der Kingpin dreht. Die Schmiernippel sitzen hinter den Nadellagern. Das dort reingepresste Fett füllt die Lager und wandert dann weiter am Kingpin runter, durch die Fettaschen der Bronzelager in das innere des Achsschenkels. Wenn man allerdings nicht aufpasst, drückt das Fett weiter in das innere der Bremstrommel und schmiert die Bremsbeläge gleich mit (Daher vorne immer mit abgebauter Bremstrommel schmieren und überschüssiges Fett abputzen!!). Einfaches Prinzip. Allerdings sehr verschleißfreudig. Besonders bei mangelnder Schmierung. Bei Sir Edward waren der Kingpin und die Lager aufgrund der geringen Laufleistung an sich noch in Ordnung. Es gab kein merkliches Spiel. Es war lediglich die lange Standzeit und der Rost, die ihren Tribut gefordert haben.
Jetzt kann es endlich ans aufbereiten und wieder zusammen bauen gehen.

Efendi-Styling

Vielleicht werde ich Özlem doch noch untreu… Halil, Kemal und Berna von Efendi-Styling haben Özlem (dessen Saloon 4 Häuser weiter ist) den Kampf angesagt und jetzt als Mega-Hammer-Reißer-Eröffnungsangebot „Haarschnitt 7€“ rausgehauen. Die kämpfen mit harten Bandagen in der Branche! Ich werd die Tage mal ein wenig spionieren gehen. Wenn die auch so gekonnt mit Feuer und Messern hantieren, bin ich doch in Versuchung geführt, einen Seitensprung zu wagen….