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Auf den Bug gekommen

In einer der neuen Ausgaben der englischen Show „Wheeler Dealers“ (Im deutschen: „Die Gebrauchtwagen-Profis: Neuer Glanz für alte Kisten“ auf DMAX) haben Mike Brewer und Edd China sich eines Bond Bugs angenommen.
Ich finde die kindliche Freude der Beiden sehr amüsant. Schön auch die Szene in der Edd ihn Probe fährt…englisches Stockmaß is halt Limit.
Im Ganzen gibt die Show ein paar gute Einblicke zum Bug. Auch wenn die Methode von Edd, das Getriebe auszubauen im R3W-Forum als sehr unorthodox und umständlich diskutiert wird.
Die Folge gibts als Fünf-Teiler bei Youtube.
Viel Spaß:

Teil 1:
http://www.youtube.com/watch?v=_fWsJ2wSppI

Teil 2:
http://www.youtube.com/watch?v=MJoMQHdKSq8

Teil 3:
http://www.youtube.com/watch?v=kaWM5fVjYkk

Teil 4:
http://www.youtube.com/watch?v=paq9bzkpML8

Teil 5:
http://www.youtube.com/watch?v=ccmqAbjIwyI

sPlan unter Ubuntu

Schon wieder Computer-Krams….
In der Vorbereitungsphase für die anstehenden Arbeiten am Bug will ich den aktuell noch prähistorischen Schaltplan genauso aufbereiten wie den vom Rialto.
Programm der Wahl ist sPlan.

Einfach in der Bedienung und ausreichend umfassende Bauteilbibliothek.
Leider ist das Programm nur für Windows ausgelegt.
Unter Linux bedarf es ein paar kleiner Kniffe und Tricks, damit es läuft.
Da ich im Netz keine auf Anhieb lüppende Anleitung gefunden habe, hier mal eine kurze Hilfestellung zur Nachahmung:

Wenn ihr einfach die setup.exe mit wine über das gemountete CD-Laufwerk oder das gemountete Image (z.B. mit Furious ISO Mount) ausführt läuft zwar die Installation ab, aber am Ende bekommt ihr eine Fehlermeldung, nach der die Installation nicht korrekt abgeschlossen werden konnte.
Startet man dann sPlan trotzdem gibts dort direkt auch eine Fehlermeldung (Initialisierungsfehler) und es schließt sich direkt wieder.
Gerüchten zufolge, ist dies auf eine nonchalante Programmierung des Installers zurückzuführen. Er muss von einem eigenen Laufwerk gestartet werden, Mountpoints versteht er nicht. Wine bietet jedoch die Möglichkeit Mointpoints auf virtuelle Laufwerke zu binden. Dazu starten wir das Programm winecfg per Konsole oder per Anwendungen -> Wine -> Konfiguriere Wine und legen ein solches Mapping für unser CD-Laufwerk/Image an:
In dem Konfigurationsfenster wechselt man zu dem Reiter Laufwerke. Dort fügen wir einen beliebigen Laufwerksbuchstaben hinzu. Unter Pfad geben wir nun das Verzeichnis an, in dem die setup.exe von sPlan liegt. Im Falle eines gemounteten Images wäre das zum Beispiel: /home/benutzername/IMAGE_img . Achtet auf die Groß- und Kleinschreibung! Danach klickt ihr noch auf Zeige Erweitert und wählt dort als Typ CD-ROM aus. Keine Ahnung warum, aber ansonsten frisst der Installer das nicht…
Danach speichert ihr die ganze Chose und installiert sPlan über das Setup.
Jetzt dürfte keine Fehlermeldung mehr auftauchen. Weder bei der Installation noch im späteren Betrieb….

Die Demo läuft übrigens ohne diese Frickelei.

Too many Secrets

Am Rande des Seminars „eJustice – Elektronische Gerichtskommunikation und IT-Sicherheit in der Praxis„, welches ich u.a. gerade hier in Speyer besuche kam die Sprache auch auf sichere Passwörter und deren Aufbewahrung.
Das nehme ich mal zum Anlass für einen missionarischen Exkurs:

Ein sicheres Passwort sieht z.B. so aus: „/kzEB^TL_NhAq#{X415-3TK%{“
Sowas kann sich aber kein Mensch merken oder auch nur vertippsicher eingeben.
Ein halbwegs sicheres Passwort steht in keinem Wörterbuch und ergibt auch bei näherer Betrachtung keinen Sinn. Solch ein Passwort baut man am besten aus einem Satz, den man sich gut merken kann. Beispielsatz: „Unser Hund Todmacher hat einen 6cm langen Schwanz.“; entsprechendes Passwort: „UHThe6cmlS“
Wenn man will kann man das auch noch um Leerzeichen und den Punkt ergänzen.
Verwendet man dieses Passwort nun aber als Universalpasswort (weil man es sich ja so gut merken kann…) ist der Sicherheitsvorteil auch wieder hin.
Schließlich kann man sich nie sicher sein, dass die kleine online-shopping-Klitsche, bei der man vor 3 Jahren sich mal nen Account angelegt hat, jetzt wo sie pleite ist, nicht den gesamten Datenbestand samt Passwörter für drei Won an einen Nord-Koreanischen Internetpiratenverein (e.V.) vertickt.
Also muss man da auch wieder ne Lösung finden.
Für jeden Laden einen eigenen Satz bauen?
Oder Variationen ein und des selben Satzes?
Beides nicht wirklich praktikabel. Variationen sind immer unsicher und merken kann man sich das auch alles nicht.
Das böse Wort „aufschreiben“ will ich hier erst gar nicht hören!
Abhilfe schafft in diesem Fall ein sogenannter „Password-Safe„.
Das ist eine Datenbank, in der man seine Passwörter speichert und bei Bedarf nachschauen kann.
Die meisten dieser Programme haben auch eine Funktion um sichere Passwörter zu generieren und eine Copy&Paste Möglichkeit zum einfügen der Benutzernamen und Passwörter.
Als (immer noch begeisterter) Ubuntu-Linux-User verwende ich zum Beispiel das Open-Source-Multi-Plattform-Programm „KeePass“
Die Bedienung ist intuitiv und sehr komfortabel. Alles schön übersichtlich, bunt und knuffig:

Es gibt natürlich auch eine deutsche Version.
Den Passwort-Manager sichert man dann mit dem obigen Passwort, welches man sich aus einem Satz gebastelt hat. Sicher ist die Laube…

Ein Ring, sie zu knechten II

Es tut mir ausgesprochen Leid, dass hier momentan so wenig los ist und ich euch mit theoretischem Gelaber langweile!
Ich hab selbst schon Entzugserscheinungen….
Beim durchsehen alter Fotos bin ich noch über den zweiten Teil der Kolbenringerneuerung bei der Mofa der Besten von Allen gestolpert.
Daher gibts jetzt endlich mal wieder handfeste Schrauberkost:

Wir erinnern uns: Einer der Kolbenringe war zerbröselt.
Kolbenringe wechselt man immer paarweise (bzw. alle eines Kolbens). Und zwar von unten nach oben. Also zuerst den untersten Ring tauschen, dann den nächst Höheren. Beachtet auch, dass Kolbenringe oft ein „oben“ und „unten haben“!
Die Biester sind ziemlich fragil, was Biegung und Verdrehung betrifft. Daher ist Obacht bei der Montage angesagt! Um die Ringe in die Nuten am Kolben zu bekommen, kommt man aber ums aufbiegen nicht drumme rum. Da Futtfinger für so etwas filigranes tendenziell zu grobmotorisch sind, behilft man sich mit einer Fühlerblattlehre. Die baut man auseinander und mopst ihr die dünnsten Blättchen:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 6
Die Blättchen drapiert man dann um den Kolben, so dass sie die Nuten überbrücken. Nun kann man den Ring von oben aufstecken und mit leichtem Druck auf den Kolben fädeln:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 7
Dank der Fühlerlehre weitet sich der Ring sanft und man kann ihn auch über die obere Nut schieben.
Das gleiche Prozedere dann noch mit dem oberen Ring und fertig ist die Chose:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 8
Um den Zylinder dann wieder auf zu fädeln ist eine Hilfsperson und reichlich Öl von Vorteil.
Damit der Zylinder über den Kolben passt, müsst ihr die Kolbenringe zusammen drücken. Achtet dabei darauf, dass die Ringe so gedreht sind, dass ihre Öffnung mit dem „Pin“ in der Nut übereinstimmt. Dann klappts auch mit der Nachbarin:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 9
Anschließend sitzt der Kolben wieder und ist frisch zur Lauffläche abgedichtet:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 10
Es konnte dann direkt die Montage des Zylinderkopfes folgen:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 11
Abschließend musste ich den Zylinder noch mit frischem Kühlwasser befüllen. Dank der bescheidenen Position der Einfüllschraube, war das nur mittels Spritze möglich. Denkt dran vorher eine Zündkerze ein zu schrauben, damit euch die überlaufende Suppe nicht in den Brennraum läuft:
Mars Luxus 25 Kolbenring Wechsel 12
Danach lief die Mofa wieder.
Allerdings sollte man einen Motor mit frischen Kolbenringen nicht sofort voll belasten, da sich diese erst auf die Laufbahn einschleifen müssen bzw. umgekehrt. Die ersten 50-100 km easy going sollte man da schon beachten.

Morgan, Kinder wirds was geben!

Mein Bruderherz wies mich ebenfalls auf diesen Artikel hin, nachdem der Sportwagenhersteller Morgan sich zurück auf seine Wurzeln besinnt und eine Neuauflage seiner legendären Threewheeler starten will.
Andere Medien streuen diese Story ebenfalls.
Erfreulicherweise begrenzt sich nach ersten Entwürfen die Überarbeitung auf die inneren Werte. Das Äußere könnte auch von 1935 stammen.
Zum Vergleich:
Hier das Original aus dem Technikmuseum Sinsheim:
Technikmuseum Sinsheim 139

Technikmuseum Sinsheim 141

Und hier die ersten Entwürfe der Neuauflage:

Schön, dass auch er mit einem Boattail daher kommt:

Als Antrieb soll der Harley-Davidson “Screamin’ Eagle” V-Twin dienen. Dieser liefert 100 PS und 156 Newtonmeter Drehmoment. Dank Rohrrahmen und Alubeplankung soll das Gewicht unter 500 Kg liegen. Das verspricht adäquate Fahrleistungen. Das Getriebe soll eine 5-Gang-Box aus dem Mazda 5 werden. Als Ergebnis soll 0-100 km/h in unter 4,5 Sekunden anliegen. Top Speed soll bei 180 km/h und der Verbrauch bei unter 4 Liter/100 km liegen.
Alles sehr sexy Versprechungen! Besonders der Motor verheißt adäquaten Sound!
Da gibts ja schließlich auch eine historisch-akustische Verantwortung:

Wermutstropfen ist allerdings der Preis. Es stehen £46,000 (53.500€) im Raum…

P.S.: Damit die lieben Kleinen nicht weinen, gibts für die auch den passenden Untersatz.