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Dig on for victory II

Wie schon angedeutet, gab es auf unserem Garten-Claim einiges zu wullachen.
Eine der ersten Amtshandlungen war der Bau eines weiteren Hochbeets (Im Hintergrund sieht man übrigens den wirklich schönen R. Amundsen-Spielplatz):
mittleres Beet Rohbau
Das Holz dafür hatte ich schon bei Vaddern in der alten Heimat besorgt und passend zugeschnitten. Die Kreissäge ist da doch eine Ecke präziser, als ich mit meinem Fuchsschwanz.
Wenn man ein Hochbeet baut, sollte man u.a. die Innenseite mit Folie auskleiden. Das schützt zum einen das Holz vor der ewig feuchten Erde und zum anderen die Erde hält selbst die Feuchtigkeit besser.
Um nun zu verhindern, dass die mit Tackernadeln befestigte Folie ausreist, hat Vaddern mich auf den Trick mit der Unterlage hingewiesen. Einfach die Tackernadel durch eine größere Auflagefläche schießen. Ist das selbe Prinzip, wie bei einer Unterlegscheibe.
Passender Weise hatte uns ein Online-Shop kurz zuvor mit farbigen Musterstreifen seiner Gurtband-Kollektion versorgt:
bunte Riemen
Die waren ratzeputz klein geschnitten, mit dem Feuerzeug verschreut und angetackert:
mittleres Beet ausgekleidet
Als Folie haben wir doppeltlagige Silofolie verwendet. Die ist UV-beständig und war gerade verfügbar.
Damit die Erde das Beet nicht in der Mitte auseinander drückt, gab es dort Verstärkungsbretter und ein gespanntes Seil:
mittleres Beet halb mit Erde gefüllt
Von dem alten Beet habe ich die obersten beiden Bretterreihen abgetragen und ein drittes Beet gebastelt:
abgenommenes Beet
Die Beste von Allen war auch unglücklich mit den vor Speißresten strotzenden Ziegeln:
Steinmauer Ausgangszustand
War nicht hübsch genug.
Also habe ich mich mit Hammer und Meißel hingesetzt und einen Nachmittag lang Steine gekloppt.
Leider fanden sich nicht genug Hübsche, um das Beet zu begradigen:
Mauer erneuert
Die Arglosigkeit des Vorbesitzers kann man auch an solchen Details erkennen:
rostige Nägel
Da wühlt man gerne mit der Hand drin….. Die Eisensäge entschärfte diese Tetanusquelle.
In den Bereich des experimentellen Gartenbaus bin ich mit meinem Kartoffelturm vorgedrungen.
Den kann man entweder in der klassischen Stapelvariante (siehe Wikipediaartikel) oder in der Turmvariante bauen.
Ich entschied mich aufgrund des höheren Ertrags für Letztere.
Die Basis bilden zwei „Rollen“ aus feinem Maschendraht (12x12mm), welche mit Rödeldraht als Stapel verbunden sind. Zur Stabilisierung kamen noch vier Erdspieße rein.
Die Grasnarbe habe ich unter dem Turm abgetragen und mit groben Steinen verfüllt. Da drauf kamen 15cm Erde, dann ein Ring aus Kartoffeln:
Kartoffelturm erste Lage
Dann wieder 15 cm Erde, wieder Kartoffeln….
Erst in ca. 100 cm Höhe gab es als vorletzte Lage, eine komplette Schicht Kartoffeln:
Kartoffelturm vorletzte Lage
Da drauf kam dann nochmal Erde, sowie eine zweite komplette Lage Kartoffeln.
Die beiden oberen Lagen sollen, den Gerüchten zufolge, nach oben aus dem Turm wachsen, während die Unteren sich seitwärts ans Licht vorarbeiten.
Hier noch ein Bild mit dem lieblichen Gesundheitsamt im Hintergrund:
fertiger Claim
Mittlerweile wächst in einem der Autoreifen ein Kürbis. Den Anderen bevölkert eine Heidelbeere.
Ein viertes Hoochbeet habe ich auch noch gebaut. Ich hatte noch eine Einwegpalette aus unbehandeltem Holz im Keller, welche, neu arrangiert, eine ideale Quarantänestation für Gurken ab gibt.
Mal sehen, was draus wird.

P.S.: Zwei Claims weiter ist das „Kinderbeet“. Da gibts immer unterhaltsame Gesprächsfetzen zu belauschen. Neulich meinte ein ca. 13-jähriger Junge: „Osterglocken sind die Geilsten!“….

Gorilla will nicht warm II

Ok, dass Problem ließ mir keine Ruhe!
Konnte doch nicht sein, dass ich bei diesem herrlichen Frühlingswetter drin sitze und Montags auf dem Drahtesel ins Büro rollern muss!
Also mal Menschen nach Hilfe gefragt und deren Tipps systematisch abgearbeitet:
Sonntägliches schrauben
So sah die Kerze nach den Aussetzern aus:
Zündkerzengesicht nach Nadeländerung
Nicht wirklich dramatisch, wie ich finde.
Ich habe sie vor der erneuten Verwendung mit einer Kupferbürste gereinigt.

Die Ventile habe ich auch neu eingestellt:
Einlassventil
Ist bei der Gorilla/Monkey zwar etwas umständlich, da man sich für das Auslassventil unter den Motor legen muss, aber immer noch um Welten besser, als beim Rialto.
Hier übrigens ein schönes Video zum Thema:

Die Ventile stellt man auf folgende Werte ein:
Einlassventil 0.05 mm
Auslassventil 0.07 mm
Auch hier mal wieder mikroskopische Werte im Vergleich zu anderen Viertaktern.
Die Gorilla-Ventile hatten aber nur minimal zu viel Spiel.

Dann habe ich die Vergasernadel näher begutachtet.
Die saß eine Kerbe zu tief:
falsch eingestellte Nadel
Die Nadel gehört (bei serienmäßigen Fahrzeugen) eigentlich mit der mittleren Kerbe aufgehangen.
Bei der ursprünglichen Einstellung war das Gemisch magerer eingestellt. Da hat also auch schon mal wieder jemand dran rum gefummelt.
Die Nadel hat die Bezeichnung „R4304E“ (Wobei das „R“ auch ein“B“ sein kann). Ob das die richtige Nadel für die 50ccm-Honda-Motoren ist, muss ich noch recherchieren.

Mit den neuen Einstellungen habe ich dann wieder eine Testrunde gedreht.
Die Symptome blieben aber ähnlich. Ruckeln/Verschlucken nach einiger Zeit und lausige Gasannahme bzw. Verschlimmerung beim gasgeben.
Besonders schlimm wurde es direkt nach dem schalten.
Allerdings ging der Motor jetzt im Standgas nicht mehr aus.

Um die Tankentlüftung als Fehlerquelle auszuschließen habe ich während des ruckelns mal eine Runde gänzlich ohne Tankdeckel gedreht.
Brachte aber auch keine Besserung.

Wieder zurück wollte ich nochmal das Kerzenbild prüfen.
Dabei fiel mir auf, wie labberig der Kerzenstecker saß….. Ihr ahnt, was kommt, oder?!

Da hatte schon mal jemand dran „gearbeitet“:
vermurkster Zündkerzenstecker
Ich habe bisher wirklich noch keine einzige ordentlich ausgeführte Arbeit an dem Bike gefunden!

In meinem Fundus fand sich noch ein Strobo-Teststecker (hat ein Leuchtelement, welches Zündaussetzer im laufenden Betrieb visualisiert):
Strobo-Stecker

Mit dem Ding lief die Gorilla meine 6-km-Teststrecke einwandfrei!

Mal sehen, ob sie morgens zur Arbeit wieder zickt, oder ob es das wirklich war.
Auf jeden Fall besorge ich morgen einen ordentlichen Zündkerzenstecker. Der Alte liegt schon im Müll.

So sieht das Kerzenbild übrigens jetzt aus:
Zündkerzengesicht mit Aussetzern
Bilderbuch!

OpenSource für mein Defy

Nachdem mein geliebtes Motorola Defy nun aus dem Garantiezeitraum raus war, konnte ich endlich dem beschämenden Support seitens Motorolas ein Ende setzen.
War die Auslieferung mit dem schon damals veralteten Android 2.1 „Éclair“ ein Ärgernis, so grenzte das stiefmütterlich behandelte Update auf Android 2.2.2 „Froyo“ an eine Frechheit!
Dementsprechend verwunderte es auch niemanden, dass Motorola kurz nach dem Update verlautbarte, es würde keine weiteren Updates mehr für das Defy geben.
Dazu kamen dann noch all die Hemmnisse durch das Branding namens „MotoBlur“, welches seinen Namen ganz zu recht trägt.
Passenderweise häuften sich in letzter Zeit auch unmotovierte Abstürze und Neustarts.
Damit war meine Hemmschwelle, die Programmierung des Smartphones zu kacken und ein neues Betriebssystem zu installieren in Flokati-Höhe angelangt.
Also Nägel mit Köppen gemacht und schlau gelesen, was die OpenSource-Community für das Defy in Petto hat.
Das sind eine überraschend stattliche Anzahl an Betriebssystemen!
Nach näherer Betrachtung kamen für mich eigentlich nur zwei Systeme in Betracht:

  1. CyanogenMod 7 (Android 2.3.7) 7.2.0 stable
  2. CyanogenMod 10 (Android 4.1.2) Nightly Builds

Da ich auf das Telefon täglich angewiesen bin, entschied ich mich gegen das momentan noch experimentelle CyanogenMod 10 und für die erprobte Version 7.

Der erste Schritt war, die Root-Sperre des Defys zu knacken.
Hierbei ist das Programm „SuperOneClick 2.2“ in Verbindung mit diesem Thread sehr hilfreich.

Als zweites Stand ein umfassendes Backup auf der Tagesordnung, denn ein schlechtes Backup-System ist besser als gar kein System!
Alle Programme, die eine eigene Backup-Funktion haben (z.B. mein geliebtes „acar„), durften selbige zum Besten geben.
Außerdem habe ich noch mittels „SMS Backup & Restore“ den nicht eh Cloud-mäßig gesicherten Teil meiner vergangenen Kommunikation kopiert.
Um jedoch ein 1:1 Spiegelbild des gesamten Systems zu erzeugen (sollten später beim flashen alle Stricke reißen) habe ich ClockworkModRecovery installiert (findet sich im Anhang zu diesem Post). Das Programm wird später auch zum Wechsel der ROMs gebraucht.
Zum Vorgehen kann man sich an den Abschnitt „Backup“ in der oben verlinkten Anleitung halten oder auch die hier nehmen. Das Backup dauerte bei mir knapp 10 Minuten (zwischendurch herrscht verdächtige Untätigkeit, also nicht nervös werden) und benötigte etwas über 1 GB an freiem Speicherplatz auf der SD-Karte:
ClockworkModRecovery Backup
Will man den Platz auf der SD-Karte anschließend für das neue ROM frei räumen, kann man das erstellte Image auch einfach auf den Rechner kopieren. Zur Wiederherstellung muss dann natürlich die Ordnerstruktur auf der SD Karte (Clockworkmod/Backup/IMAGEDATUM/) vorhanden sein bzw. erstellt werden.

Anschließend kommt das Telefon ans Ladegerät, bis der Akku randvoll ist.

Zum flashen habe ich mich hauptsächlich an die hübsch bebilderte Anleitung von Domingo2010 und RATTAR aus dem Android-Hilfe-Forum gehalten.
Will man auch die proprietären Anwendungen aus dem Hause Google (Maps, Navigation, GMail, Play Store, etc.) nutzen, so muss man neben der Datei „cm-7.2.0-jordan.zip“ auch „Gapps“ als Zip mit auf die SD-Karte packen und später ebenso über ClockworkModRecovery installieren. Hierbei ist es wichtig, dass ihr eine kompatible Gapps-Version verwendet! Eine Übersicht findet sich hier im cyanogenmod-Wiki.
Ich verwendete (nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch) „gapps-gb-20110828-signed.zip“.
Die Installation verlief erfreulich reibungslos:
ClockworkModRecovery Installationsablauf CM7
Einzig Schritt 18 – „Fix Permissions“ aus der Anleitung musste ich auslassen, da es diesen Eintrag in der von mir verwendeten Version 5.0.3.1 nicht mehr gab.

Einen Reboot später erfreute mich mein Defy mit neuem Bootlogo („Tschüss Motorola!“) und neuer Benutzeroberfläche:
CyanogenMod 7 Boot Animation

CyanogenMod 7 Desktop

Die Freude währte allerdings nur kurz.
Im Abstand von Sekunden tauchte immer wieder folgende Fehlermeldung auf:
„Die Anwendung Android-Tastatur (Prozess com.android.inputmethod.latin) wurde unerwartet beendet. Versuchen Sie es erneut.“:
Fehlermeldung
Da ein Defy ohne Touchscreen-Tastatur jedoch kaum zu nutzen ist, musste ich über den Rechner-Umweg Lösungen probieren.
Um es kurz zu machen: Alle in verschiedensten Foren vorgeschlagenen Lösungswege (Cache mehrfach löschen, „UserDictionaryProvider.apk“ neu installieren, Dalvik Cache löschen, ROM komplett neu installieren etc.) brachten keine Besserung.
Das Defy war in diesem Zustand nutzlos.

Warum dann also nicht weiter experimentieren und einfach eine „Nightly-Version“ von CM7 installieren? „Kaputt is eh schon.“
Ich entschied mich für „Cm-7-20121207-UNOFFICIAL-jordan-signed.zip“ von maniac103. maniac103 ist in Deutschland für die Weiterentwicklung des CyanogenMods für das Defy (Motorola-intern „Jordan“ genannt) verantwortlich. Daher hatte ich in das von ihm kompilierte ROM dass meiste Vertrauen.
Die Installation lief mithilfe dieser Anleitung ebenfalls problemlos.

Und was soll ich sagen? Der Fehler ist verschwunden!
Das System läuft bisher absolut stabil und erfreut mit schnellerer Reaktion sowie längerer Akku-Laufzeit.
Auch die Wiederherstellung meiner alten Nutzerdaten verlief problemlos.
Ein Sieg auf ganzer Linie!

Damit dürfte mein geliebtes Motorola Defy noch lange Zeit nicht zum alten Eisen gehören.

Anschließend installierte ich noch Swype Beta 1.4, welches ebenfalls einen großen Fortschritt gegenüber dem alten Motorola-Swype darstellt.

Der einzige Wermutstropfen ist bisher, dass ich kein Widget finde, welches mit der Androideigenen Mailverwaltung kooperieren möchte, um mir meine neuen Mails auf dem Desktop darzustellen.
Beim alten 2.2.2 gabs da extra noch ein Widget für (ähnlich des Kalender-Widgets). Weiß da einer von euch ne elegante Lösung?

P.S.: Nachdem ich nun weiß, wie der Lagomorpha läuft, werde ich irgendwann sicherlich auch auf CyanogenMod 10 umsteigen. Da warte ich jedoch erst noch, bis die Version ausgereifter ist. Aktuell berichten mir zu viele Leute von rapidem Akkuverbrauch beim Defy mit CyanogenMod 10.

Wer rastet, der rostet II

Die Weihnachtstage habe ich dazu genutzt dem Rost im Gorilla-Tank auf den Leib zu rücken.
Wie ihr euch vielleicht erinnert gabs da leichte Korrosionsspuren:
Tank innen mit leichtem Flugrost
Um in Zukunft mit Ersthand-Erfahrungen aufwarten zu können, entschied ich mich für einen Testlauf mit Zitronensäure.
Die hat den Vorteil, dass sie (außerhalb des Drogerieverkaufs) spott-billig ist und außerdem auch noch nach Gebrauch bedenkenlos im Abfluss verschwinden kann.
Beim entrosten mittels Zitronensäure gibt es zwei Vorgehensweisen:
Einmal kann man die Lösung erhitzen, was ihre Wirkkraft um ein vielfaches steigert und die Einwirkzeit drastisch verkürzt. Hierbei muss man jedoch darauf achten, die Lösung während der ganzen Zeit auf Temperatur zu halten, damit sich kein Citrat (ein Salz der Zitronensäure, sowie das darin enthaltene Anion, also die deprotonierte Form) ablagert und später z.B. in Falzen für erneute verstärkte Korrosion sorgt.
Alternativ kann man auch mit einer kalten Lösung arbeiten, was jedoch wesentlich mehr Säure (50g auf 250 ml Wasser) und Zeit erfordert. Hierbei lagert sich kein Citrat ab, so dass dieses Vorgehen für verwinkelte Werkstücke sicherer ist.
Dementsprechend habe ich mich auch für eine kalte Anwendung beim Gorilla-Tank entschieden.
Da Gerüchten zufolge Benzinhahndichtungen die Säure nicht wirklich gut vertragen, habe ich den Anschluss auf der Unterseite mit einem Stopfen und Dichtband verschlossen:
Verschlossener Benzinhahn-Anschluss
Anschließend ging es ans anrühren der Lösung. Je höher die Konzentration der Zitronensäure ist, desto effektiver wirkt sie. Daher sollte man immer versuchen, dass Pulver bis zur Sättigung des Wassers einzurühren. Als Daumenwert hat sich 50g auf 250ml Wasser bewährt:
Zitronensäure
Nachdem 10 Liter Lösung im Tank waren, kam er auf einem Eimer (sollte der Stopfen doch nicht ganz dicht sein) für zwei Tage in den Heizungskeller:
Tank auf Eimer
Schon nach einem Tag zeigte sich eine deutliche Wirkung:
schwimmende Rostpartikel
Nachdem die zwei Tage um waren, habe ich die Lösung durch einen Kaffeefilter abgelassen um zu sehen, wie viel dabei rum gekommen ist:
gelöste Rostpartikel im Filter
Die unteren zwei Zentimeter des Filters waren eine feste Schicht aus Rostpartikeln.
Auch ein Blick in den Tank versprach ein gutes Ergebnis:
Blick durch den Tankverschluss
Da sich jedoch an den Wänden und auf dem Boden des Tanks noch reichlich gelöste Rostflocken fanden, bin ich direkt dazu über gegangen, ihn sehr gründlich mit dem Gartenschlauch und einer Flaschenbürste zu attackieren:
Ausspülen mit dem Gartenschlauch
Hierbei kam nochmal reichlich Rost raus und ich konnte sicher sein, die Säurerückstände gründlich verdünnt/ausgespült zu haben.
Beim Blick in den Tank finden sich nun statt der verrosteten Partien nur noch leichte Verfärbungen:
metallisch blank im Inneren
Um sicher zu gehen, dass keine Rückstände im Tank verbleiben, sollte man die Säure mit etwas alkalischem neutralisieren.
Hier bietet sich klassische Schmierseife an:
Seifenlauge
Einfach eine ausreichend große Menge (ich habe 2,5l verwendet) anrühren und dabei nicht mit der Seife geizen. Anschließend in den Tank füllen, alle Öffnungen verschließend und mit der Arnold-Schwarzenegger-Methode (kräftig Schütteln und grimmiges Gesicht machen) reinigen. Zwischendurch mal etwas stehen lassen, so dass die Seifenlauge auch die Säurerückstände in den Falzen erreichen kann.
Abstand sollte man von Spüli und Co. nehmen. Die erscheinen zwar auch als eine Art „Seife“, sind jedoch ph-neutral und damit ungeeignet zum neutralisieren.
Um nach dem Spüldurchgang sicher zu gehen, dass keine Wasserrückstände etwaige erneute Korrosion beschleunigen können, habe ich einen guten Schluck Spiritus in den Tank gefüllt:
Spiritus
Die beim E10-Sprit gefürchtete Eigenschaft Wasser zu binden, ist hier gerade gewünscht.
Aufgrund des furchterregenden Gestanks sollte man das jedoch nur draußen machen.
Um schlussendlich auch den letzten Rest Feuchtigkeit aus dem Tank zu bekommen, habe ich ihn vorsichtig mittels Heißluftfön von innen erhitzt.
Nach einem weiteren Tag im Heizungskeller gabs die abschließende Behandlung mit einem 10:1-Benzin/2-Takt-Öl-Gemisch. Das habe ich sorgfältig im Tank umher geschwenkt, um dem blanken Metall einen gleichmäßigen Schutzfilm bis zum späteren Einbau zu verpassen.

Alles in Allem bin ich mit dem Experiment sehr zufrieden und werde sicherlich in Zukunft wieder Dinge mit Zitronensäure entrosten.

Rückendeckung III

Nachdem die Einparkhilfe im Combo einwandfrei ihren Dienst verrichtet, wünschte sich Vaddern für seinen Jagdwagen auch so ein Utensil.
Nahezu nix leichter als das!
Da der Tribute jedoch über eine Anhängerkupplung verfügt, musste da zum einen etwas kompatibles her und zweitens ein Gerät, dass man beim zurücksetzen mit dem Hänger auch Notfalls abschalten kann.
Gibts aber alles, auch für schmale Mark.
Der Einbau war nahezu identisch zum Combo. Lediglich die Verkabelung war etwas schwieriger, da die Amerikaner ein etwas gewöhnungsbedürftiges System mit geschalteter Masse haben.
Bei der Gelegenheit gabs auch ein wenig rituelle Waschungen, Rostschutz und Popnieten für gerissene Plastikteile:
PDC Einbau
Da Vaddern kein Display wollte, sondern nur einen Piepser, war auch die Montage easy. Der kam einfach in eine Vertiefung im Kofferraum. Fertig sieht das Ganze nun so aus:
PDC Eingebaut
Vielleicht sollte ich das beruflich machen….