Schlagwort-Archiv: Kühler

Keep Cool III

Nachdem der Rückbau auf die originale Unterbrecherzündung keine Besserung gebracht hat, habe ich gestern den schon angesprochenen China-Mini-Alu-Kühler bestellt. Mal sehen, wie lange der kleine Chinese in seinem Ruderboot hier rüber braucht.
Vorher hatte ich aber noch ein wenig recherchiert.
Bei der Firma GBO Auto-Kühler hier in Osnabrück nahm man sich meiner sehr freundlich an und gab mir den Hinweis, dass der original Reliant-Kühler von „NRF“ produziert wurde. Für die Dummen steht der Firmenname übrigens oben drauf…
Glücklicherweise gibt es die Firma noch.
Coolerweise haben die sogar eine sehr gute online Datenbank, in der sie die Bestellnummern für noch immer lieferbare Kühler und Ersatznetze listen.
Und jetzt ratet mal, was sich hinter der Nummer 17260 verbirgt?!
Genau: Ein neues Netz für einen Reliant Robin…..

Sie listen dort, dass sie für Baujahr 1976 bis 2001 passen. Das schließt den Rialto mit ein. Zumal der Rialto in England auch nur als Karosserievariante des Robins galt und sich auch im Laufe der Jahre die Abmessungen des Netzes nicht verändert haben. Sollte also zu 99,7% passen! Die „Originalnummer“ lautet übrigens ARO5697. Fragt mich nicht, was diese Nummer bedeuten soll. Reliant hat da in seinem Parts Manual ne andere Nummer…
Mit dieser Nummer konnte Herr Brömstrup mir auch einen Preis für ein neues Netz nennen: 77€ + 14,63€ Mwst. + 8€ Frachtpauschale. Das macht 99,63€ für lediglich ein neues Netz! Dazu kommt dann noch altes Netz raus trennen, oberen und unteren Behälter instand setzen, neues Netz einlöten und auf Dichtigkeit überprüfen…. 200€ ist da ne realistische Schätzung für einen Endpreis. Dann hätte ich immer noch nur die gleiche Kühlleistung, wie bei Auslieferung meines Rialtos. Die war schon damals bescheiden. Und auch mit meinem durchgerosteten Kühler-Rahmen wäre ich noch nicht weiter.
Der China-Alu-Kühler wurde dementsprechend als vertretbares Experiment gewertet….

Was einen passenden E-Lüfter betrifft, bin ich noch immer unschlüssig. Da will ich was möglichst passendes.

Keep cool II

Also so langsam geht mir die Überhitzerei von Sir Edward auf die Nerven!
Dieses Wochenende bin ich mit 70 km/h über die Autobahn gekrochen (Tschuldigung an alle, die ich behindert habe!), weil die Temperaturnadel die ganze Zeit mit dem „H“ gekuschelt hat.
Ja, ok es ist echt verdammt heiß. Aber darum kann ich ja nu nich einfach aufs autofahren verzichten.
Der angesprochene Expansionstank würde das Problem ja auch nur kaschieren.
Also Nägel mit Köpfen!
Um auszuschließen, dass die Hitzeproblematik mit der Gemischzusammensetzung zusammen hängt, war ich am Freitag beim lokalen Mini-Spezialisten Auto Feldmann. Die kennen sich mit dem SU HS2-Vergaser ja aus. Hatte der Mini ja ebenfalls.
Ein erster Test ergab illustre Werte:
Vergasereinstellung 11%CO
11 %vol CO sind schon sehr happig. 5-6 %vol CO sind normal.
Lief also viel zu Fett.
Nach zwei Testrunden zeigte das Messgerät 5,4 %vol CO:
Vergasereinstellung 5%CO
Das Gemisch ist damit also tip top.
Natürlich ist jetzt auch das Ruckeln wieder da (*seufz*).
Morgen werde ich dann mal die 123ignition raus werfen und den alten U-Verteiler einbauen.
Danach gibts ne ausgiebige Testfahrt auf der Bahn.
Mal sehen, ob das Ruckeln dann noch immer da ist und ob er immer noch zu heiß wird.
Sollte eines von beidem eintreten, fliegt die 123ignition wieder raus (*Aua* teure Lektion).
Sollte sich aber nix ändern (was ich vermute), werde ich auf einen Mini-Kühler und elektrischen Lüfter umrüsten.
Ich hab mich da schon mal schlau gelesen.
Ab 1996 hatten auch die Reliants serienmäßig Mini-Kühler.
Vorher waren die Kühler wenigstens von den Abmessungen her identisch.
Größter Unterschied ist der untere Ausgang.
Beim Rialto-Kühler ist der um 90° nach links abgewinkelt. Hier gut zu sehen:
P6050025
Dieser Winkel dient dazu, den Schlauch an der Lichtmaschine vorbei zu führen:
Reliant Rialto Kühlerstutzen
Beim Mini-Kühler kommt der Stutzen gerade raus. Das birgt die Gefahr, dass sich dort Schlauch und Lichtmaschine ins Gehedder kommen. Müsste man nen Winkel fummeln. Vielleicht aus Kupferrohr löten oder was auf dem Schrott suchen. Glücklicherweise sind die Durchmesser von Zu- und Abgang zwischen Mini- und Reliant-Kühler auch identisch (1″ = 25mm).
Bleibt nur die Frage, was für einen Mini-Kühler ich nehme.
Auf jeden Fall kein Standard-Teil. High-Performance ist hier gefragt. Das ist der limitierten Luftzufuhr geschuldet.
Da kann man entweder zu einem Kupfer-Kühler mit 3 oder 4 Reihen greifen, oder gleich auf Alu umschwenken.
Auf einer englischen Mini-Seite hab ich folgendes gelesen:
„An aluminum radiator cools better than a copper brass (Stock type) radiator. For example, an aluminum radiator with 2 rows of 1″ tubes is equivalent to a copper brass radiator with 5 rows of 1/2″ tubes. Aluminum provides high efficiency, is lightweight, and has a longer life compared to copper brass.“
Solch ein Wunderwerk der WIG-Kunst kostet bei dem Laden aber auch gelöste 595 Dollar…. *ürgs*
Doch was wären wir ohne unsere kleinen gelben Freunde aus dem fernen Osten?!
Die klöppeln einem so ein Teil für 56,50 Pfund (incl. Versand) zusammen.
Klar, die Nähte sind nicht so schön. Außerdem aus mehreren Teilen zusammen gestückelt. Alles etwas grobschlächtig:
Mini Alu-Kühler
Aber dafür liegt da nen kompletter zweiter Reliant preislich zwischen!!
Und solange das Teil dicht ist und gut kühlt ist mir der Rest egal.
Im Mini-Forum gibts da auch gute Kritiken zu.
Sofern ich da also in den nächsten Tagen nix finde, was dagegen spricht, werde ich den Versuch mal starten und so ein China-Teil ordern.
Bei den Elektrolüftern bin ich noch unschlüssig.

Keep cool

In der Hitze der letzten Tage wird Sir Edward wieder ziemlich heiß.
An sich nich so das Problem, allerdings hat er ja keinen Überlaufbehälter. Daher drückt er dann immer das Kühlwasser direkt raus auf die Gasse. Kein Problem solange die Kiste heiß ist. Kühlt der Motor aber wieder ab, sinkt natürlich der Kühlwasserspiegel unter die Oberkante der Matrix und es geht Kühlleistung verloren.
Spätere Reliants haben aus diesem Grund auch einen Überlaufbehälter (vorne rechts auf dem Bild):

Bei manchen Dingen hat es halt etwas länger gedauert, bis Reliant den Sinn anerkannt hat….
Auf jeden Fall will ich jetzt einen Überlaufbehälter bei Sir Edward nachrüsten. Leider kann man da nicht einfach was vom Schrott angeln, da die alten Reliant Motoren mit wesentlich weniger Kühlwasserdruck arbeiten, als moderne Motoren. Das Überdruckventil von Sir Edward öffnet schon bei 7 psi (0,48 bar). Moderne Motoren arbeiten normalerweise mit 13 psi (0,89 bar). Bei so viel Druckunterschied kann es leicht zu Problemen mit der Zylinderkopf-Dichtung kommen. Auch unschön.
Dementsprechend muss ich mich jetzt um einen Behälter kümmern, der entweder schon einen Deckel mit 7 psi max. Druck hat oder auf den ein solcher Deckel passt.
Außerdem muss der Behälter klein genug sein, damit ich ihn in den Motorraum quetschen kann.

Im Netz hab ich ne Liste von Fahrzeugen gefunden, die einen identischen Deckel verbaut hatten:

Hersteller Modell Motor Jahr
Alfa Romeo 33 1.3 1983-1989 1350cc AR30168
Alfa Romeo 33 1.4 1982-1989 1351cc AR30502
Alfa Romeo 33 1.5 1983-1989 1490cc AR30143/6,AR30182/504/514/520/588
Alfa Romeo 33 1.7 1986-1990 1712cc AR30550
Alfa Romeo 33 Sportwagon 1.5 1987-1989 1490cc AR30146
Alfa Romeo 33 Sportwagon 1.7 1987-1990 1712cc AR30550
Alfa Romeo 33 Sportwagon 1.7i 1987-1991 1712cc AR30558/736
Alfa Romeo Alfasud 1.2 1971-1978 1186cc AS30100/10
Alfa Romeo Alfasud 1.2 1973-1978 1186cc AS30102/4
Alfa Romeo Alfasud 1.3 1977-1984 1286cc AS30180/4
Alfa Romeo Alfasud 1.3 1978-1984 1350cc AS30156/60/64/68
Alfa Romeo Alfasud 1.5 1977-1984 1490cc AS30124/6/8,AS30133/46
Alfa Romeo Alfetta 1.6 1974-1982 1570cc AR01600
Alfa Romeo Alfetta 1.8 1973-1981 1779cc AR01608
Alfa Romeo Alfetta 1.8 1979-1981 1779cc AR01678
Alfa Romeo Alfetta 2.0 1976-1982 1962cc AR01623
Alfa Romeo Alfetta 2.0 1978-1985 1962cc AR01655
Alfa Romeo Alfetta 2.0i 1982-1985 1962cc AR01674/713
Alfa Romeo Alfetta GTV 2.0 1976-1988 1962cc AR01212/623,AR06212
Alfa Romeo Alfetta GTV 2.0 1977-1984 1962cc AR01655
Alfa Romeo Arna 1.2 1983-1987 1186cc AR30102/500
Alfa Romeo Arna 1.3 1984-1987 1350cc AR30164/8
Alfa Romeo Arna 1.5 1984-1989 1490cc AR30146/82
Alfa Romeo Giulia 1.6 1969-1976 1570cc AR00526
Alfa Romeo Giulietta 1.3 1977-1983 1357cc AR01644
Alfa Romeo Giulietta 1.6 1977-1985 1570cc AR01600
Alfa Romeo Giulietta 1.8 1977-1985 1779cc AR01608/78
Alfa Romeo Giulietta 1.8 1983-1986 1779cc AR01354
Alfa Romeo Giulietta 2.0 1977-1986 1962cc AR01655
Alfa Romeo Montreal 2.6 1970-1976 2593cc AR10832/4
Alfa Romeo Spider Junior 1.6 1976-1984 1570cc AR00526/36
Alfa Romeo Sprint 1.3 1987-1990 1350cc AR30156
Autobianchi A112 903cc 1972-1985 903cc A112A5000/B2000
Bond Bug 701cc 1969-1972 701cc EW
Bond Equipe 2.0 1967-1971 1998cc HCE0
Fiat 124 1.2 1967-1974 1197cc 124A000/100
Fiat 124 1.4 1967-1974 1438cc 124AC000/B000/B100
Fiat 125 1.6 1967-1969 1608cc 125A0000
Fiat 130 3.2 1971-1978 3235cc 130B2000
Jaguar E Type II 4.2 1967-1970 4235cc 7L,8LC
Jaguar Limousine I 4.2 1968-1985 4235cc 7M
Jaguar Limousine II 4.2i 1985-1991 4235cc 7M6
Jaguar Mk.II 2.5 1965-1969 2483cc L1H101
Jaguar Mk.X 3.8 1965-1969 3780cc TU
Lada 1200 1.2 1970-1986 1198cc BA32101
Lada 1300 1.3 1974-1986 1294cc BA32105
Lada 1500 1.5 1974-1986 1451cc BA32103
Lada 1500 1.5 1977-1986 1451cc BA32103
Lada 1600 1.6 1978-1986 1568cc BA32106
Lada Riva 1.2 1984-1990 1198cc B032101
Lada Riva 1.3 1984-1991 1294cc B032105,BA32105
Lada Riva 1.5 1984-1992 1451cc B032103
Lada Samara 1.1 1987-1997 1099cc B221081,B321081
Lada Samara 1.3 1986-1997 1288cc B22108,B32108
Lada Samara 1.3i 1996-1997 1288cc B32109
Lada Samara 1.5 1986-1995 1499cc B221083,B321083
Lada Samara 1.5 1995-1997 1527cc TUD5L
Lada Samara 1.5i 1995-1997 1499cc B321093
Reliant Kitten 848cc 1976-1983 848cc H92
Reliant Rialto 848cc 1981-1991 848cc 85H
Reliant Robin 848cc 1975-1981 848cc H92
Rover Group (MG) MGB 1.8 1962-1977 1798cc 18G
Rover Group (Riley) Elf 848cc 1959-1969 848cc 8F
Rover Group (Rover) 2000 P6 2.0 1963-1973 1978cc H6,RV
Rover Group (Rover) 2200 P6 2.2 1969-1971 2158cc H8
Rover Group (Rover) 2200 P6 2.2 1971-1977 2205cc 22HL,22HT
Rover Group (Triumph) GT6 I 2.0 1966-1968 1998cc KE1L
Rover Group (Triumph) GT6 II 2.0 1968-1970 1998cc KE1H
Rover Group (Triumph) Herald I 1.1 1961-1967 1147cc AJM
Rover Group (Triumph) Herald II 1.1 1968-1969 1147cc AJM
Rover Group (Triumph) Herald II 1.3 1967-1971 1296cc GE1HE/LE
Rover Group (Triumph) TR4 2.1 1960-1966 2138cc HE0H/HA
Rover Group (Triumph) TR5 2.5i 1966-1969 2498cc MD9PI
Rover Group (Triumph) Triumph 1300 1.3 1964-1967 1296cc GE1HE/LE
Rover Group (Triumph) Triumph 2000 2.0 1963-1970 1998cc 7EL
Rover Group (Triumph) Triumph 2000 2.0 1965-1969 1998cc 7EH
Rover Group (Triumph) Vitesse I 1.6 1962-1967 1596cc HB2HA/LA
Rover Group (Triumph) Vitesse I 2.0 1965-1968 1998cc HB1HE/LE
Rover Group (Triumph) Vitesse II 2.0 1968-1971 1998cc HB1HE/LE
Rover Group (Wolseley) Hornet 848cc 1959-1962 848cc 8F
Talbot Hillman Imp 875cc 1967-1973 875cc U8
Talbot Hillman Imp Sport 875cc 1967-1976 875cc U8
Toyota Starlet 1.2 1978-1984 1166cc 3KC,3KH
Toyota Starlet 1.3 1978-1984 1290cc 4K
Toyota Starlet 1.3 1981-1984 1290cc 4K,4KC
Vauxhall CF220 2.1 1976-1980 2068cc 21D
Vauxhall CF250 2.1 1977-1980 2068cc 21D
Vauxhall CF280 2.1 1977-1980 2068cc 21D
Vauxhall CF350 2.1 1977-1980 2068cc 21D
Vauxhall Cresta 2.7 1965-1994 2651cc S
Vauxhall Velox 2.7 1965-1970 2651cc R
Vauxhall Velox 3.3 1964-1972 3294cc V
Vauxhall Viscount 3.3 1965-1972 3294cc Y
Vauxhall Viva HA 1.1 1962-1966 1056cc A,B
Vauxhall Viva HB 1.2 1966-1970 1159cc U
Vauxhall VX4/90 1.6 1963-1967 1595cc T
Yugo 411 1.1 1983-1984 1116cc 128A4
Yugo 413 1.3 1983-1984 1301cc 138A4
Yugo 511 1.1 1983-1991 1116cc 128A4
Yugo 513 1.3 1983-1988 1301cc 138A4
Yugo 513 1.3 1988-1991 1298cc 146A6
Yugo Tempo 1.1 1985-1993 1116cc 11A,128A4
Yugo Tempo 1.3 1991-1993 1298cc 146A6
Yugo Tempo 903cc 1991-1993 903cc 164A0
Zastava 1100 1.1 1981-1987 1116cc 128A064/1064
Zastava 1300 1.3 1981-1982 1290cc 128AC000
Zastava 1300 1.3 1982-1987 1301cc 128A6064
Zastava 45 903cc 1983-1988 903cc 9A
Zastava 55 1.1 1983-1988 1116cc 11A

Und hier noch eine Liste mit Herstellercodes für die Kappe als Ersatzteil:

Herstellercodes

Bradex TCS7 Firstline FRC 63
Ford 2400E 8100 A Ford 1747955
Intermotor 75251 Jaguar C18484
Lucas KRB210 Lucas LC1
Motaquip VCR201 Motorcraft ERS 9
MQ VCR201 Powertrain PCRC7S
Rover Group 548377 Rover Group ARA1927
Rover Group ARA1967 Rover Group ARH1541
Rover Group ARK1104 Rover Group BRO9136
Talbot 1-702-492 Talbot 1-702-990
Talbot 3-414-150 Talbot 7-102-492
Talbot 7-102-990 Unipart GRC102
Unipart GRC112 Vauxhall 850549
Waxstat WP110 Wipac S5298
Wipac S5566

Mal sehen, ob da bei eBay nen passender Behälter auftaucht.
Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, wie ich den Tank in den Kühlkreislauf einbaue. Ob als klassischen Überlauftank, aus dem das Kühlwasser nur in den Kühler zurück fließt, wenn es sich zusammen zieht, oder als Durchlauftank. Der Durchlauftank würde per T-Stück an die Wasserpumpe angeschlossen werden und einen zweiten Ausgang/Eingang zum Überlauf des Kühlers bekommen. Bei einem Reliant Kitten hat das Atodini aus dem R3W-Forum schon vorgemacht:


Das würde mir auch sehr gut gefallen, weil es das effektive Kühlwasservolumen erhöhen würde.

Schneller als BP

… hab ich das ungefähr gleich große Ölleck an Sir Edward beseitigt. Leider aber mit ähnlichem Aufwand. Doch von Anfang an:
Auf der Rückfahrt aus England fiel mir bei einem technischen Check auf, dass Sir Edward aus dem vorderen Kurbelwellen-Simmerring fies Öl verlor. Hier trat es aus:
Reliant Rialto 2 oil dripping
Bei höheren Drehzahlen ging es noch, aber im Leerlauf war es ein steter Tropfen-Strom. Das musste natürlich schnellstmöglich behoben werden. Nicht das dadurch noch Austernbänke im Mississippidelta sterben!
Also letztes Wochenende Öl abgelassen. Sollte jemand von euch mal diese Arbeit bei seinem Reliant ausführen müssen, so denkt dran, die Kühlermatrix mit irgendwas ab zu decken. Es passiert sehr schnell, dass man bei der Operation ab rutscht und die feinen Kühlrippen zerstört. Der Ärger ist unnötig. Eine Kunststoffplatte oder ein dünnes Pressholzbrett sind Pflicht:
P6050004
Um die Riemenscheibe vom Kurbelwellenstumpf ab zu bekommen, muss die Zentralmutter runter. Dabei gibts verschiedene Probleme. Durch die beengten Platzverhältnisse kann man dort nicht anständig mit ner Ratsche hantieren und hat dementsprechend Probleme ausreichend Kraft auszuüben, um die traditionell bombenfest sitzende Schraube los zu bekommen. Schafft man es nun, ausreichend Kraft auf die Mutter zu bringen, dreht man einfach nur den Motor mit. Also muss die Riemenscheibe ebenfalls irgendwie gehalten werden. Alles sehr tricky. Es gibt die Empfehlung die Scheibe mit einem Schraubenzieher oder Holzstück gegen den Motor zu blockieren. Das war mir aber viel zu heikel. Das weiche Alu ist nicht gerade für Stabilität berühmt. Und die Riemenscheibe oder sogar den Kurbelwellenstumpf bei solch einer Aktion zu beschädigen, ist ebenfalls keine tolle Aussicht.
Abhilfe schaffte bei mir ein Band-Ölfilterschlüssel:
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Als Ratschenersatz diente ein Knebel mit Verlängerung. Da aber immer noch kein Platz war, um genug Kraft auf den Knebel zu bekommen, haben wir ein Gurtband drum geschlungen und daran gezogen. Mit vereinten Kräften haben wir sie los bekommen.
Danach musste die konische Riemenscheibe von ihrem Sitz. Hier helfen gezielte Schläge mit Hammer und Holz:
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Kurze Zeit später ist die Scheibe in der Hand. Man beachte die Nut:
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Ist wichtig für den Zusammenbau!
Nun kommt der Moment, wo der Elefant das Wasser lässt. An dieser Stelle entscheidet sich, ob man die Reparatur in 1-2 Stunden erledigt bekommt, oder ob es, wie bei mir, zwei Tage dauert….
Als sehr nützliches Werkzeug hat sich ein kleiner Spiegel an einem dünnen Arm erwiesen. Gibts im Autozubehör oder vom Zahnarzt.
Mit solch einem Spiegel begutachtet man den nun sichtbaren alten Simmerring:
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Sieht er so gummiartig wie das Ersatzteil aus, ist es ne einfache Kiste und man kann entspannt durch atmen:
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Einfach mit dem Schraubenzieher raus porkeln oder eine Spax-Schraube rein drehen.
Sieht es allerdings so wie bei Sir Edward aus:
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hat man noch den original, in Metall gefassten, Ring und sollte jetzt erstmal ne Pause machen und nen Kakao trinken.
Wenn man unbedingt will, kann man noch versuchen mit einem Schraubenzieher ein wenig dranne rum zu hebeln:
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Allerdings ändert das höchstwahrscheinlich nix. Man macht höchstens den Simmerring-Sitz kaputt oder bekommt ein paar Schürfwunden. Aber raus bekommt man ihn so nicht.
Man muss den Metall-Simmerring aus der Abdeckung der Steuerkette auspressen. Anders bekommt man ihn nicht raus. Um jedoch die Abdeckung ab zu bekommen, muss man den halben Motor auseinander bauen. Warum das so ist? Na wartet ab….
Irgend so ein Vollpfosten in der Konstruktionsabteilung von Reliant hat damals nicht nachgedacht, als sie die Größe der Riemenscheibe der Wasserpumpe ausgebrütet haben. Eine der Schrauben, welche die Steuerkettenabdeckung hält stößt nämlich beim raus schrauben gegen selbige:
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Alle anderen Schrauben der Abdeckung gehen super raus. Nur diese eine nicht. Ich kann nicht oft genug betonen, wie dämlich das ist!
Ganz großes Konstruktions-Tennis das Reliant da abgeliefert hat!
Die Riemenscheibe der Wasserpumpe ist natürlich fest mit deren Lager verpresst, so dass man die ganze Pumpe abbauen muss (und dementsprechend das frische Kühlwasser ablassen muss). Um die Wasserpumpe abbauen zu können, muss der Ventilator ab. Um den Ventilator ab zu bekommen muss (ohne einen später noch erklärten Spezialtrick) der Kühler raus…..
Ihr erkennt, warum ich so sauer bin?
Half aber nix. Also hab ich auch erstmal die beiden letzten, verrosteten Bolzen der Haltewinkel des Kühlers abgerissen:
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Natürlich nachher wieder aussägen und ersetzen. Das Kühlwasser hatte ich schon so gut es ging vorher abgelassen.
Danach kam der Kühler raus:
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Da ich ihn eh schon raus hatte, hab ich ihn nochmal gründlich durch gespült:
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Das gab mir auch die Gelegenheit, seinen Halterahmen mal näher zu untersuchen:
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Der hats bald hinter sich. Sind schon Rostlöcher drin und teilweise ist er dünn wie Papier. Mal sehen, wie ich das dann löse.
Danach konnte der Ventilator ab:
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Man beachte die gruselig unaerodynamische Form!
Auch dazu in einem späteren Artikel mehr.
Hat man alle Muttern von der Wasserpumpe abgeschraubt, kommt die nächste Mutprobe.
Die Pumpen sind durch die Hitze des Motors so mit ihren Dichtungen verpappt, dass man sie kaum ab bekommt. Erst sehr kräftige Schläge mit Holzstück und schwerem Hammer auf den längsten Rohranschluss der Pumpe, sowie Schläge rings um auf ihr Gehäuse lösen sie:
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Achtung, sobald sich die Pumpe löst, ergießt sich der Rest des Kühlwassers auf den Boden. Eimer/Aufnehmer bereit halten.
Allerdings sind die Gehäuse der Pumpen so fragil, dass sie regelmäßig bei dieser Behandlung zerbrechen! Sir Edwards hat es glücklicherweise überlebt:
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Keine Ahnung, was das „B4“ auf der Oberseite zu bedeuten hat:
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Hier übrigens der Blick in den Motor:
P6050035
Links sieht man schön die nasse Laufbuchse von Zylinder 1.
Hat man die Pumpe raus kann man nun endlich versuchen die Abdeckung der Steuerkette zu entfernen. Diese saß bei mir ebenfalls dermaßen fest, dass ich nachher nur noch drauf gedroschen habe in dem Wissen „entweder sie zerbröselt gleich oder löst sich“. Zum Glück tat sie letzteres und gab den Blick auf die Steuerkette frei:
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Nachdem der Deckel nun seinen Widerstand aufgegeben hatte, haben wir ihn in unsere Eigenbau-Presse verfrachtet:
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Erwartungsgemäß saß der Ring ziemlich fest und wäre mit dem Schraubenzieher nicht raus zu bekommen gewesen. Die Presse machte aber kurzen Prozess:
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Interessanterweise fanden sich im Sitz des Simmerrings kleine Löcher:
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Die habe ich sicherheitshalber mit Hylomar gefüllt. Mal sehen, ob sich das irgendwie als Undichtigkeit auswirkt.
Hier nochmal der alte ausgepresste Ring in der Detailansicht:
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Von einer glatten Dichtlippe ist da nicht mehr viel zu sehen.
Wenn man eh den Deckel der Steuerkette runter hat, sollte man in einem Aufwasch auch den Kettenspanner, welcher dort drin sitzt erneuern. Ich hab es nicht getan, weil ich nicht mit diesem Aufwand gerechnet hatte und daher auch kein Ersatzteil zur Hand hatte. Außerdem sah der Alte noch gut aus:
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Als sicheres Verschleißindiz, dient das Gummipolster auf der Feder. Wenn die Kette dies schon sichtbar weggearbeitet hat, ist es Zeit für einen neuen Spanner.
Eine fiese Arbeit vor dem erneuten Zusammenbau ist es, die angebrannten Reste der Dichtung der Wasserpumpe und des Steuerkettendeckels zu entfernen. Einweichen in WD40 hilft hier viel (Danke für den Tipp!). An den ausgebauten Teilen geht das noch, aber am Motor ist es echte Plackerei. Da die abgeschabten Krümel die Tendenz haben, in die Steuerkette bzw. den Motor zu rieseln empfiehlt es sich, beides mit Lappen gut zu verpacken und die Krümel nachher sehr sorgfältig zu entfernen. Sowas will man weder im Öl- noch im Kühlwasserkreislauf haben!
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Mit neuem Simmerring und hübsch poliert war die Abdeckung nun bereit für den erneuten Einbau:
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Um ein erneutes Festbrennen zu verhindern, habe ich die neue Dichtung beidseitig dünn mit Hylomar eingestrichen. Die Abdeckung sollte man, von vorne gesehen, von unten links über die Kette stülpen, so dass man fühlen kann, wie der Kettenspanner greift. Ebenfalls darf man sie beim Einbau übrigens nicht fest anziehen. Nur aufsetzen und die Schrauben so einschrauben, dass sie sich selbst hält:
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Das ist wichtig, da man erst über den konischen Sitz der Riemenscheibe den Deckel samt Simmerring zentrieren muss. Ansonsten kann es sein, dass der neue Ring direkt wieder undicht wird.
Also lose anschrauben und dann Riemenscheibe aufstecken.
Da man in dem engen Motorraum den Halbmond auf dem Kurbelwelenstumpf nicht sehen kann, empfiehlt es sich, ihn mit einem Filzstift zu markieren:
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So kann man mit Hilfe des Spiegels die Nut der Scheibe richtig positionieren und muss nicht ne halbe Stunde lang fummeln.
Danach wirft man alles wieder zusammen und erfreut sich seines nun (hoffentlich) öldichten Motors:
P6060062 (Bearbeitet)
Abschließend möchte ich nochmal ins Gedächtnis rufen, was für eine dämliche Konstruktion das ist! Danke.

P.S.: Im Nachhinein habe ich noch einen Trick erfahren, wie man den Ventilator ab bekommt, ohne den Kühler aus zu bauen. dazu braucht man eine auf dessen Bolzen passende 1/4″-Nuss und einen alten Inbusschlüssel. Den Schlüssel feilt man so ab, dass er in den Vierkant der Nuss passt. Mit dieser schlanken Konstruktion kann man die Bolzen auch so raus fummeln. es befreit einen aber immer noch nicht von der Notwendigkeit, die Pumpe aus zu bauen.

Arterienverkalkung II

Nachdem der Reinigungsschlick ca. fünf Betriebsstunden im Kühlsystem zirkulieren durfte, habe ich den Kühler und den Block mal gespült.
Eigentlich wollte ich das Zeug da ja noch ein paar Stunden länger drin lassen, aber auf der Rückfahrt von Osnabrück wurde Sir Edward doch sehr heiß. Erst bei 70-80 km/h war die Temperaturanzeige wieder im zumindest schwer erträglichen Bereich:
Kühlwasseranzeige heiß
Zwischen durch musste ich eine Zwangspause auf einem Rastplatz einlegen, um dem Motor Zeit zum abkühlen zu geben:
abkühlen auf einem Rastplatz
Die Pfütze vor dem Wagen ist glücklicherweise nicht von ihm.
Allerdings war der Druck im Kühler so groß, dass es aus dem Überlauf raus drückte:
übergekochtes Kühlwasser
So kroch ich dann gemächlich nach hause.
Dort angekommen, habe ich erst mal die Masse der Batterie abgeklemmt und den Verteiler und die Zündspule in Plastiktüten gesteckt:
Zündanlage abgedeckt
Als Anleitungen dienten mir mal wieder Fifers Reliant Hints and Tips und dieses Video:

Der Reliant 850ccm-Motor hat neben/unterhalb dem Krümmer übrigens eine separate Ablassschraube für das Kühlwasser:
Ablassschraube im Motorblock
Der kam raus und schon lief die Suppe in ein Schälchen:
braunes Kühlwasser
Die Färbung stammt von dem Reinigungsschlamm. Vorher war das Kühlwasser normal grünlich.
Den Kühler habe ich separat abgelassen und gespült.
Wenn der Gartenschlauch das Wasser durch den Block drückt sollte man mit einem Draht etwas in der Öffnung der Ablassschraube rum stochern:
Wasserstrahl aus dem Block
Dort lagert sich nämlich reichlich Sediment ab, dass man so gut raus bekommt.
Der blaue Müllsack auf dem Bild ist übrigens auch ratsam! Ansonsten verwandelt der kräftige Strahl aus der Bohrung den Innenraum in eine Fußbadewanne…
Während das so vor sich hin plätscherte hab ich mal das Thermostatgehäuse ab genommen:
alte Thermostatgehäuse-Dichtung
*Mjam*
Die Dichtung zu entfernen war eben so lecker:
alte Dichtung abgekratzt
Das Thermostat war so mit seinem Sitz verklebt, dass wir es mit einem Maulschlüssel „losdrehen“ mussten. Zum Glück ist es recht stabil konstruiert, so das es dies unbeschadet überstanden hat.
Thermostat im Block
Als der Schlick aus dem Bereich raus war, sah das Gehäuse sogar wieder ganz ansehnlich aus:
Temperaturfühler im Block
Auf dem Bild erkennt man auch schön den Temperaturfühler.
Auch das Innere des Kühlers sieht nach der Schlickbehandlung wieder ganz schick aus:
Blick in den Kühler
Interessanterweise ist das Thermostat ein 82°C-Thermostat:
Thermostataufdruck
Laut Forum hatten die Rialtos normalerweise 88°C-Thermostate. Allerdings waren das auch die späteren Modelle mit Ausgleichsbehälter.
Um seine Funktion zu testen, habe ich es mal zusammen mit zwei Thermometern in einen Kochtopf geworfen:
Thermostat im Kochtopf
Ich hab zwei Thermometer dazu getan, da sie sich vorher nicht einig waren, wie hoch die Raumtemperatur ist. Auf dem Weg Richtung kochen haben sie sich aber geeinigt. Mit Befriedigung habe ich feststellen können, dass das Thermostat wie gewünscht funktionuckelt.
Am Ende der Spülaktion fand sich übrigens dieser kleine Sandstrand in der Schüssel unter dem Motorblock:
Sedimente im Kühlwasser
Die vom Kühler sah nicht wenig anders aus. Ich war schon beeindruckt, was sich da alles angesammelt hat.
Da ich meinen Dichtungssatz in Osnabrück vergessen hatte, bekam das Thermostatgehäuse ein individuell zugeschnittene Korkdichtung. Um ihre Form fest zu legen, habe ich sie mal über ein Stempelkissen gewälzt:
Stempelfarbe am Thermostatgehäuse
Eine 32er-Nuss gab den passenden Innendurchmesser:
Nuss auf Korkdichtung
Alles wieder hübsch:
Thermostat wieder montiert
Die Schrauben des Gehäuses darf man übrigens nur wenig mehr als Hand-warm anziehen! Die Gehäuse sind bekannt dafür, sehr leicht zu brechen wenn man die Schrauben zu fest an zieht. Also lieber bei Undichtigkeit noch mal etwas nach ziehen, als gleich zu ruinieren!
Die Wiederbefüllung des Kühlsystems ist bei Rialtos eine etwas spezielle Sache, denn leider ist der Kühler nicht die höchste Stelle des Systems und somit besteht die reelle Gefahr sich ein paar Luftblasen einzuhandeln. Höher als der Kühler liegt der Wärmetauscher für die Heizung. Kein besonders heller Tag bei Reliant als sie das konstruiert haben. Muss übrigens der gleiche Tag gewesen sein, als sie einen Ausgleichsbehälter als neumodischen Schnick-Schnack verworfen haben…
Um Luftblasen bestmöglich auszuschließen, habe ich nach eingehender Überlegung das System folgendermaßen wieder befüllt:

  1. Alles wieder zusammen bauen
  2. Kühlmittelkonzentrat in berechnetem Mischungsverhältnis (das Kühlsystem fasst 2,84 Liter) in den Kühler füllen
  3. Schlauch des Wärmetauscher-Ventils (Das mit dem Bowdenzug zum Innenraum) am Kasten abziehen.
  4. Dort Wasser einfüllen (Gartenschlauch), bis es in einem stetigen Strahl wieder am Tauscher aus tritt
  5. Finger auf den Austritt am Tauscher
  6. Den abgezogenen Schlauch mit Wasser füllen und ebenfalls Finger drauf
  7. Beides in katzengleicher Bewegung wieder miteinander verbinden
  8. Kühler bei Bedarf weiter auffüllen
  9. Testrunde drehen und bei Bedarf im Kühler nachfüllen

Bei Sir Edward hat das so ganz gut geklappt.
Auf der Rückfahrt blieb die Temperaturanzeige selbst bei Dauertempo 100-110 km/h bei 3/4:
Temperaturanzeige 3/4-heiß
Das ist ok. Die Anzeigen geben eh nur grobe Richtwerte….
Sollte sich das bei höheren Außentemperaturen verschlechtern, werde ich nochmal ne Runde Reinigungsschlamm durch jagen.