Ok, dann wollen wir mal mit dem auf arbeiten anfangen, damit ihr nicht so lange, auf das Ergebnis der TÜV-Abnahme warten müsst. 😉
Von der Auspuff-Einbau-Aktion bin ich noch ein paar Fotos schuldig geblieben.
Hier ein Bild von der alten Krümmerdichtung:

Das Füllmaterial besteht aus dem Kitt, der auch sonst da reichlich dran war und die Metallflächen zeigen schönen Rostfraß. Kein Wunder, dass die da so viel Dichtmittel dran geschmoddert haben.
Hier der neue Übergang Krümmer-Auspuffrohr:

Leider hat es wohl mal jemand zu gut mit dem Anzugsmoment der Bolzen gemeint. Der Spalt ist ca. nen Fingernagel breit:

Gut das Sir Edward eh keinen Kat hat. Dann ist es nicht so schlimm, wenn da der Motor in der Anfangszeit ein wenig raus pustet. Wird sich schon selbst abdichten. Selbstheilungskräfte quasi.
Und wenn es soweit ist, rüste ich auf den Super-Krümmer um….
Archiv der Kategorie: Reliant Rialto
Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.
Saline Warrior
Wuschel hatte ja schon mal ein Foto vom Saline Warrior gepostet:

Für die Interessierten unter euch, will ich mal ein wenig Hintergrundinfos zu dem Fahrzeug beisteuern.
Der Wagen gehört dem Team „Les Triplettes de Bonneville“ aus Frankreich. Ihr Blog (leider nur auf französisch) findet ihr hier: Blog der „Les Triplettes de Bonneville“
Die Tripplettes halten momentan vier Rekorde in Bonneville. Unter anderem auch in der 50ccm Klasse.
Auch im R3W-Forum wurde der Wagen heiß diskutiert und vom Team Rat gesucht.
Entworfen wurde der Wagen von dem englischen Designer Andy Saunders. Und zwar eigentlich zwei mal… hier seine Artikel Nr.1 und Nr.2 zu dem Fahrzeug. Am Rande: Andy Saunders gehört auch der einzig existente „Aurora„! Das „hässlichste Fahrzeug der Welt“.
Abschließend noch ein Video vom 205km/h-Rekord-Lauf in Boneville:
Das Team hält nach diesem Lauf auch den Rekord für Dreiräder. Wenn ich es richtig verfolgt habe, ist der Wagen immer noch mit dem originalen 850ccm Alu-Motor ausgestattet. Modifiziert wurde verbrennungstechnisch nur die Ansaugseite, welche einen anderen Vergaser und einen saugenden Turbolader bekommen hat.
Stelle wo der Elefant das Wasser lässt
Es tut mir leid, das hier momentan etwas Funkstille herrscht! Das liegt nicht daran, dass ich die Lust am schreiben verloren habe, oder gerade nix mache. Im Gegenteil!
Ich Töffel hab nur leider meinen USB-Kamera-Adapter in Osnabrück liegen lassen, als ich zum schrauben nach hause gefahren bin… und ohne Fotos is das alles ja nu auch nicht wirklich unterhaltsam. Sobald ich also wieder zurück bin, gibts ein großes Update.
Und soviel sei schon mal verraten: Ich soll morgen ab 13 Uhr bei der TÜV-Station in Paderborn mit Sir Edward auftauchen…. Wer hat, darf mir gerne nen Daumen drücken!
Entscheidend ist, was hinten rauskommt III
Nach dem Tank habe ich auch den vorher schon mal probeweise zusammengesteckten Auspuff unter Sir Edward geworfen.
Natürlich bekam er vorher eine Runde hitzebeständigen Lack, damit das Dingen nicht wieder so schnell vergammelt:

Wie ihr seht, gebe ich zwei Dichtschellen (auch von Holts), gegenüber der von euch propagandierten Schweißung, den Vorzug. Schreit „Pfusch!!“ so viel ihr wollt, ich werde es erstmal testen (Is ja schließlich keine Demokratie hier, so wie beim Landcruiser-Experiment). Die Schellen hatte ich da und sie sitzen schön fest. Wenn da nix vorbei pustet, bleibt das so. Sollte es undicht sein, kann ich es immer noch schweißen lassen.
Die Gewinde der verbogenen Bolzen am Krümmer und den Flansch habe ich in ermüdender Feinarbeit gereinigt und per Gewindeschneider repariert, so gut es ging. Neue und vor allem passende UNF-Muttern samt Federscheibe und neuer Dichtung pressen nun das Rohr auf den Krümmer:

Mit dem bloßen Auge sieht es schön dicht aus. Mal sehen, wie es im Betrieb hält.
Der Auspuff hat am Rohr lediglich einen Aufhängungspunkt (am Getriebe). Hinten wird er über zwei Gummibänder am Schalldämpfer gehalten. Da der alte Auspuff recht dicht am versetzten Nebelschlusslicht saß, haben Vaddern und ich die Rohrstücke etwas verdreht montiert und nicht so, wie die Krümmung im original war. Das brachte uns mehr Abstand zum Handbremskabel (welches vorher bedrohlich nah am Rohr verlief) und auch mehr Abstand zur Nebelschlussleuchte.
Allerdings machte es die Neuanfertigung eines der Gummi-Haltebänder notwendig, da der Schalldämpfer nun etwas steiler nach unten zeigt. Passender Ersatz fand sich in Form eines alten Stücks Förderbands:

Ich bin immer wieder beeindruckt, was wir alles im Fundus haben….
Fix einen sauberen Schnitt dranne lang:

Und fertig war der Ersatz.
Das Förderband qualifizierte sich, da es ebenso wie das alte Halteband eine Metalleinlage im Gummi hat. Im folgenden Bild schön zu erkennen (oben das alte Band unten das Förderband):

Nun sitzt auch der Schalldämpfer wieder schön in Position:

Tiger im und Rost am Tank IV
Nachdem nun der renovierte Tank wieder drin war, habe ich ihn auch gleich mit Lebenselexier befüllen wollen.
Allerdings viel mir dabei die alte deformierte Korkdichtung am Einfüllstutzen auf. Kann natürlich nicht so bleiben! Wozu habe ich schließlich bei meiner Bestellung beim Korrosionsschutz-Depot nen ganzen Stapel Dichtmaterial mitbestellt?!
Also schnell mal ein „Blatt“ Kork in passender Stärke raus gesucht und mithilfe des Stutzens und einiger Unterlegscheiben die Form grob angezeichnet:

Oben seht ihr auch die alte Dichtung. Die war nicht mal mehr als Schablone zu gebrauchen. Anzeichnen sollte man mit einem Kugelschreiber oder Filzstift. Bleistift sieht man kaum auf Kork bzw. muss so doll drücken, dass man die Oberfläche verletzt.
Den inneren Bereich habe ich mit einem kleinen Kutter ausgeschnitten:

Dazu immer eine neue Klinge verwenden! Ansonsten gibt es keine schöne Kante.
Danach gab es dann Feintuning am lebenden Objekt per Schere und Augenmaß:

Das Endergebnis kann sich sehen lassen, wie ich finde:

Es sind übrigens kleine Aussparungen notwendig, an den Stellen, an denen die „Arme“ des Deckels durch den Stutzen greifen und dort wo die Sicherungsschraube durch geht.
Beim ausgießen des damals ausgebauten Tanks war leider einiger Dreck von der Außenseite mit in die Kanister gefallen und hatte das Benzin verunreinigt. Um diesen Dreck nicht mit in den renovierten Tank zu kippen, verwendete ich auf Empfehlung meines Vaters einen Melitta-Auslese-Kaffeefilter im Trichter, samt Gartenschlauch-Verlängerung. Willkommen in der Welt der Improvisation:

Es dauert zwar lange, bis das Benzin durch die feinen Poren des Filters sickert, aber das Ergebnis ist auch hier echt überzeugend. Hier die Ausbeute nach zwei Kanistern:

Ich hab nun erstmal ca. 15 Liter in den Tank gefüllt. Das sollte für die ersten Proberunden reichen.